Wie entstehen Kalkablagerungen?

Warum verkalken unsere Wasserleitungen oftmals so stark? Liegt es an der Wasserqualität? Liegt es an den Rohren? Welche Geräte verhindern Kalkablagerungen und wie funktioniert das? Hier die Ausarbeitungn von Dipl. Ing. Priller, vom Deutschen Fachverband für Luft- und Wasserhygiene e.V.:

Wie entstehen Kalkablagerungen in Trinkwasser-Installationen:

In Abhängigkeit des Gehalts an Erdalkalien von Wasser (Calcium, Magnesium) sowie der gebundenen Kohlensäure, ansteigenden Wassertemperatur und des pH-Wertes kann es insbesondere in Warmwassersystemen zu starken Kalkablagerungen kommen. Kalk im chemischen Sinn ist Calciumkarbonat. Durch die Erwärmung von Wasser wird die Kohlensäure, welche die Salze in Lösung hält, ausgetrieben – der sogenannte Kalk- Kohlensäure-Gleichgewichtszustand ist nicht mehr vorhanden. Es kommt zur Kalkausfällung.

Für die Bildung der unerwünschten, wasserunlöslichen Ablagerungen an den Rohrwandungen bedarf es jedoch sogenannter Kristallisationskeime, welche diese dauerhafte Mineralisierung ermöglichen. Diese Kristallisationskeime können chemischen und/oder biologischen Ursprungs sein.

Wird das Trinkwasser durch Cartis-Filter enthärtet?

Als Wasserhärte wird im Wesentlichen die Konzentration von gelösten Calzium und Magnesium im Wasser bezeichnet. Eine Reduzierung dieser Konzentration durch Umkehrosmose oder durch Ionenaustauschverfahren verringert somit den Härtegrad des Wassers. Der Cartis-Kompositfilter entfernt oder reduziert jedoch keine Calzium- oder Magnesiumionen, so dass sich an der Wasserhärte nach dem Filter nichts ändert.

Lösen sich Kalkablagerungen nach der Installation von Cartis-Filtern?

Hierzu gibt es zwei theoretische Betrachtungen, welche in der Praxis entweder einzeln oder in Mischform zur Auflösung der Ablagerungen führen:

1. Das Wasser wird im Durchfluss „biologisch stabil“, das heißt dass einerseits eine bakterizide Wirkung erreicht wird und gleichzeitig der Gehalt von assimilierbarem, organischem Kohlenstoff(AOC) reduziert wird. Der assimilierbare organische Kohlenstoff ist jener Teil des labilen, gelösten Kohlenstoffs, der innerhalb kurzer Zeit von Mikroorganismen in den mineralischen Ablagerungen und Biofilmen konsumiert wird. Durch Reduktion des AOC`s sowie einer bioziden Wirkung des Wassers werden die mineralischen Ablagerungen „aufgebrochen“ und mit dem Wasser ausgeschwemmt.

2. Im Cartis-Kompositfilter findet im Durchströmen des Granulats eine effektive, herterogene Kristallkeimbildung statt. Die so entstandenen Kristallkeime weisen eine umgekehrte elektrische Polarität auf und fließen im Wasserkörper an bestehenden Ablagerungen vorbei. Die Ablagerungen werden dabei in Form von Kristallen wieder gelöst. Wird ein Cartis-Kompositfilter in Neuinstallationen eingebaut, wird durch diesen Prozess eine Mineralisation an den Rohrwandungen verhindert.

Diese Vorgänge sind in der Praxis durch Laboruntersuchungen bzw. durch die Untersuchung nach DVGW W512 zu bestätigen.

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