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Tipps zum gesunden Sitzen

Das Sitzen auf einem modernen ergonomischen Bürodrehstuhl ist eine Grundvorausetzung für einen gesunden Arbeitstag. Das Allerbeste ist allerdings eine Kombination aus Sitzen und Stehen. Darüber hinaus ist es auch im Büro möglich, den Rücken zu trainieren. Die Mitarbeiter der FACTS-Redaktion zeigen Ihnen anhand von vielen Übungsaufgaben, wie sich Rückenschmerzen vermeiden lassen. 

FACTS

Dynamisch Sitzen

Aufrecht-dynamische Körperhaltung

Die meisten Arbeiten erledigen wir heute im Sitzen. Negative Begleiterscheinung für unser Rückgrat: Die Schultern fallen nach vorn, die Brustmuskeln verkürzen sich und die Rückenmuskeln erschlaffen. Dagegen hilft, die Wirbelsäule immer wieder mal bewusst aufzurichten und die Schultern nach unten zu geht beim Stehen, Sitzen oder Gehen. Die aufrecht-dynamische Körperhaltung fördert die Durchblutung der Muskeln, die Versorgung der Bandscheiben und trainiert Körperhaltung ist außerdem attraktiv und sorgt für eine bessere Stimmung. INFo FACTS stärkt Ihnen den Rücken Das Sitzen auf einem modernen ergonomischen Bürodrehstuhl ist eine Grundvorausetzung für einen gesunden Arbeitstag. Das Allerbeste ist allerdings eine Kombination aus Sitzen und Stehen. Darüber hinaus ist es auch im Büro möglich, den Rücken zu trainieren. Die Mitarbeiter der FACTS-Redaktion zeigen Ihnen anhand von vielen Übungsaufgaben, wie sich Rückenschmerzen vermeiden lassen. ziehen. Stellen Sie sich vor, Ihr Hinterkopf würde wie bei einer Marionette an einem Faden nach oben gezogen. Das zugleich die Rumpfmuskulatur.


Bewegung ist allesBewegung ist alles

Konkret heißt das: Statt den Aufzug zu benutzen, lieber Treppen steigen. Statt mit dem Auto zur Arbeit zu fahren, öfter mal laufen oder sich aufs Fahrrad schwingen. Wer öffentliche Verkehrsmittel nutzt, geht beim Warten auf und ab oder steigt zwei Stationen vor seinem Ziel aus und läuft das letzte Stück. Auch Autofahrer können problemlos einen kleinen Fußweg einplanen und etwas weiter weg vom Ziel parken.

Genießen sie den Bewegungs-Mix

Wechseln Sie möglichst oft zwischen Stehen und Sitzen am Arbeitsplatz. Legen sie Dinge, die Sie regelmäßig brauchen, bewusst nicht in Reichweite, sondern so, dass Sie aufstehen müssen. So umgehen Sie das Verharren in einer Position und damit Muskelverspannungen. Seien Sie ruhig einmal „gesundheitsegoistisch“ und lassen Sie sich nichts von Kollegen mitbringen. Gehen Sie selber! Telefonate lassen sich übrigens auch im Stehen erledigen.

Sich einfach mal hängen lassen …Sich einfach mal hängen lassen

… tut auch den Rückenmuskeln gut. Setzen Sie sich locker hin und rollen Sie mit dem Kopf beginnend den Rücken langsam Wirbel für Wirbel ab. Das Becken beugen Sie als Letztes. Verweilen Sie in dieser Position, solange es Ihnen angenehm ist. Ergänzt durch Räkeln, Dehnen und Strecken ist dies eine Übung für fast jede Gelegenheit.

So fühlen sie sich gleich viel stärker

Rutschen Sie mit Ihrem Gesäß an die vordere Stuhlkante und stellen Sie Ihre Füße schulterbreit auf den Boden. Atmen Sie bewusst in Bauch und Brust, kippen Sie das Becken nach vorn und strecken Sie Ihre Wirbelsäule in die Länge. Heben Sie nun die Arme seitlich im rechten Winkel an, die Schultern bleiben unten. Die Ellenbogen schieben Sie nach hinten. Weiter tief ein- und ausatmen.

So fühlen Sie sich stärker

 

Alles im Rahmen: stehen und Drehen

Stehen Sie in Schritthaltung. Den rechten Arm im rechten Winkel beugen und den Unterarm gegen eine Stange oder einen Türrahmen drücken. Jetzt drehen Sie Ihren Oberkörper langsam vom abgestützten Arm weg nach vorn. Anschließend den Arm wechseln.

Gespannter Beckenboden

Gute Haltung fängt im Beckenboden an. Wer hier eine gute Spannung hat, unterstützt die Kette der Rückenmuskeln optimal. Die richtigen Muskeln anzuspannen braucht allerdings etwas Übung. Stellen Sie sich einfach vor, Sie wollen Harnröhre und Äußere Po- und Bauchmuskeln bleiben entspannt. Es trainieren: im Sitzen, Stehen oder Liegen. After fest verschließen. Die dadurch aufgebaute Spannung für einige Sekunden halten, dann entspannen. Wichtig: arbeitet wirklich nur der Beckenboden. Hört sich kompliziert an, ist es aber nicht! Außerdem lässt sich diese Übung überall

Die Mechanik im Bürostuhl – Ein Überblick

Bürostühle BewegungBewegung hält fit, geistig aktiv und gesund – und welcher Chef wünscht sich nicht ebensolche Mitarbeiter? Kein Wunder also, dass die so dringend nötige Bewegung immer häufiger auch fürs Büro propagiert wird. Da dies bekanntlich im Arbeitsalltag leichter gesagt als getan ist, sollen es die Möbel richten: Unterstützten Bürostühle früher ihre Nutzer und sollten den Rücken möglichst entlasten, gewinnen sie seit einiger Zeit eine Funktion hinzu: Sie sollen die Bewegung im Sitzen ermöglichen und fördern.

Beweglich waren Bürostühle schon immer – spätestens mit dem Siegeszug der Synchronmechanik, die eine Bewegung nach vorne und hinten unterstützte. Neue Techniken gehen weiter, nämlich zur Seite. Und so mancher Hersteller perfektionierte die Bewegung nach vorn und machte sie nicht nur ausruh-, sondern auch arbeitstauglich. Der Nutzer sieht sich damit vor die Qual der Wahl gestellt: Was ist denn nun besser? Klassisch synchron, bewegte Sitzfläche oder doch die Glide-Tec-Mechanik, die eine besonders angenehme zurückgelehnte Sitzhaltung verspricht?

Ein Patentrezept gibt es nicht, entscheidend sind die persönlichen Vorlieben. Mancher mag es bewegt, ein anderer bevorzugt die klassische Synchronmechanik, der Nächste justiert diese lieber. Fest steht allerdings: Bewegung im Arbeitsalltag hält gesund – und wird selten genug praktiziert. Ein Bürostuhl, der die Bewegung fördert, gehört daher an jeden Arbeitsplatz. Die vorgestellten Mechaniken erledigen diese Aufgabe alle – jede auf ihre Weise.

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Synchronmechanik
Synchron Mechanik

Der Klassiker: Die Synchronmechanik war lange Zeit das Nonplusultra unter den Bürostuhlmechaniken. Bis heute werden die meisten Stuhlmodelle mit dieser Technik ausgeliefert. Die Synchronmechanik soll den Körper in jeder Sitzhaltung unterstützen, den Wechsel zwischen verschiedenen Sitzhaltungen und damit das sogenannte dynamische Sitzen erleichtern. Bei der Synchronmechanik sind Sitzfläche und Lehne miteinander verbunden. Beim Zurücklehnen bewegt sich die Rückenlehne mit dem Körper nach hinten, zur gleichen Zeit neigt sich die Sitzfläche. In der Regel ist die Neigung der Sitzfläche geringer als die der Lehne, üblich sind Verhältnisse von 3:1 oder 2:1. Korrekt justiert, bietet ein Stuhl mit Synchronmechanik einen hohen Komfort. Beim Zurücklehnen streckt sich der Körper, die Gelenke bewegen sich und die Durchblutung wird gefördert.

Die Bewegung wird allerdings nur nach vorn und hinten unterstützt, die seitliche Bewegung dagegen außer Acht gelassen. Die Synchronmechanik wird mitunter mit einer Sitzneigeautomatik kombiniert, die über minimale Gewichtsverlagerung des Nutzers nach vorne und hinten kippt. Der Körper gleicht diese Bewegung intuitiv aus, die Folge sind permanente – unbewusste − Bewegungen der Muskulatur. Der Hersteller Mauser Sitzkultur kombiniert eine solche Synchronmechanik zusätzlich mit einer Balance-Automatik, „Dynamic-Swing“ genannt: Die Sitzfläche ist dabei dynamisch mit der Synchronmechanik verbunden. Die Bewegung erfolgt bei diesem Prinzip vorwiegend klassisch, also nach vorne und hinten, und nur gering zu den Seiten.

 

Pending

PendingDie Pending-Technik wurde bereits Anfang der 80er-Jahre entwickelt, lange bevor das Thema dreidimensionales Sitzen aktuell wurde. Seitdem wurde die Technik stetig weiterentwickelt und kommt heute in Bürostühlen verschiedener Hersteller zum Einsatz, so beim „Erfinder“, der Pending-Manufaktur, in den freework-Modellen von Rohde & Grahl und den Sitwell-Drehstühlen von 1000 Stühle Gernot Steifensand.

Die Pending-Technik orientiert sich an dem Prinzip des Gymnastikballs. Dabei ist die Sitzfläche vom Unterbau abgekoppelt und an sogenannten Pending- Elementen aufgehängt − bei den Pending-Stühlen von 1000 Stühle Gernot Steifensand zum Beispiel bestehen diese aus insgesamt acht Drahtseilen. Dadurch wird die gesamte Sitzfläche zu allen Seiten hin beweglich und lässt sich durch die Bewegungsimpulse des Nutzers in leichte Schwingungen versetzen.

Der Sitzende steuert unbewusst dagegen und nimmt so minimale Ausgleichsbewegungen vor. Durch diese permanente Bewegung werden die Muskeln gestärkt und die Wirbelsäule wird entlastet – auch wenn sich der Nutzer nicht merklich bewegt. Durch die Aufhängung der Sitzfläche bewegen sich die Muskeln auch bei scheinbar starrer Sitzhaltung. Rohde & Grahl kombiniert die Pending- Technik in seinen Duo-Back-Modellen zusätzlich mit einer geteilten Rückenlehne, deren Komponenten unabhängig voneinander beweglich sind.

 

FreeFloat


Free FloatDie im Drehstuhl Kinnarps Plus 6 integrierte FreeFloat-Mechanik soll eine gesunde Sitzhaltung und dynamisches Sitzen fördern, indem sich Sitz und Rückenlehne voneinander unabhängig nach allen Seiten hin bewegen. So wird eine ständige Bewegung des Beckens ausgelöst, die wiederum einen Bewegungsimpuls der Füße und Beine auslöst. Gleichzeitig wird das Becken leicht nach vorn gekippt. Das Ergebnis: Der Brustkorb richtet sich auf, die Halswirbelsäule streckt sich. Durch die permanente Bewegung kommt der Kreislauf in Schwung, die wechselnden Sitzpositionen beugen einer einseitigen Belastung der Wirbelsäule vor.

 

 

 

Dondola


DondolaDas Thema dreidimensionale Bewegung stand noch am Anfang seiner Entwicklung, als Topstar die ersten Drehstühle mit Dondola-Technik auf den Markt brachte. Die Idee dahinter: Die Bandscheiben gewährleisten die Beweglichkeit des Menschen. Sie werden aber nicht, wie andere menschliche Organe, über den Blutkreislauf mit Nährstoffen versorgt, sondern müssen sich über die Körperbewegung selbst versorgen.

Ähnlich wie bei einem Schwamm sorgen somit abwechselnde Ent- und Belastung für Flüssigkeitszu- und -abfuhr. Eben dies soll im Sitzen das Dondola-Sitzgelenk gewährleisten: durch die permanente Bewegung beim aktiv-dynamischen Sitzen versorgen sich die Bandscheiben quasi selbst und es findet ein Stoffwechselaustausch statt. Das Dondola-Gelenk entlastet den Rücken, hält die Rückenmuskulatur permanent in Bewegung und fungiert als Stütze der Wirbelsäule und des Beckenbereichs. Dondola soll die Muskulatur somit den ganzen Tag über „beschäftigen“ und damit Haltungsschäden und Rückenschmerzen vorbeugen – und dazu steigert häufige Bewegung auch noch die Konzentration.

Topstar hat die Wirkung der Dondola-Technik im Rahmen einer Studie der Universität Regensburg wissenschaftlich erprobt. Unter Leitung von Prof. Dr. med. Joachim Grifka untersuchte Dr. Esther Dingeldey an 74 Probanden mit chronischen Schmerzen an der Lendenwirbelsäule die Wirksamkeit von dreidimensional beweglichen Bürostühlen: 37 Teilnehmer saßen auf einem Stuhl mit Dondola-Technik, weitere 37 auf einem baugleichen Exemplar ohne bewegliches Sitzgelenk − den Probanden wurde nicht mitgeteilt, zu welcher Gruppe sie gehören.

Nach Abschluss der achtmonatigen Studie verringerten sich bei der ersten Gruppe die Schmerzen um rund 66 Prozent, die durch die Rückenschmerzen bedingten Einschränkungen gingen um rund 50 Prozent zurück. Dabei ließ sich eine Steigerung des Wohlbefindens aller Probanden um 39 Prozent feststellen. Durch eine Druckverteilungsmessung ließ sich zudem nachweisen, dass mit dem Dondola-Sitzgelenk keine einseitigen Belastungen der Wirbelsäule auftreten. Insgesamt stellten rund 90 Prozent der Probanden in der Dondola- Gruppe nach Abschluss der Studie nur noch einen geringen Restschmerz fest, der sie nicht mehr oder nur noch gering einschränkte. Bei zehn Probanden verschwanden die Schmerzen sogar ganz.

 

Ergo-Balance

Auf Grundlage einer klassischen Synchronmechanik, die beim Zurücklehnen den Rücken streckt und die Bandscheibe entlastet, hat der Hersteller Rovo Chair die Ergo-Balance- Mechanik entwickelt. Unter der Sitzfläche der Ergo-Balance-Stühle hat Rovo Chair die sogenannte Flex-Ebene integriert.

Diese lässt sich durch ihren kompakten Aufbau direkt unter der Sitzfläche platzieren, wo sie mit dem Einsatz von zwei verschiedenen Elastomeren einen Effekt erzielt, der die Ergo- Balance-Technik ähnlich wie die menschliche Bandscheibe arbeiten lässt. So wird eine Rundum-Bewegung des Stuhls ermöglicht – Sitz und Rücken folgen jeder noch so kleinen Bewegung des Körpers in jede Richtung. Halt gibt dabei der dynamische Gegendruck, sodass der Nutzer sicher Platz nimmt und nicht, wie bei beweglichen Sitztechniken häufig befürchtet wird, das Gleichgewicht verliert. Der Nutzer bleibt zum einen durch die bewegliche Mechanik im Sitzen aktiv, zum anderen animiert die Ergo-Balance-Technik zu häufigen Haltungswechseln und aktiviert die Mikrobewegungen der Muskulatur.

„Mikrobewegungen haben einen großen Einfluss auf die körperliche Leistungsfähigkeit des Menschen, da so der Stoffwechsel und die Durchblutung angeregt werden“, erklärt Andreas Sperber, Physiotherapeut und Ergonomieberater. „Dies versorgt die Bandscheiben mit Nährstoffen, hält sie geschmeidig und entlastet sie. „In der Physiotherapie werden Mikrobewegungen mithilfe eines Balance-Kreisels ausgelöst, um die Rumpfmuskeln zu stabilisieren. Das Sitzen auf einem Stuhl mit Ergo Balance ist in der Wirkung vergleichbar mit dem Training auf einem Balance-Kreisel.“

 

Glide-Tec

Glide TecDie beste Sitzposition ist immer die nächste. Der Druck auf die Bandscheiben in völlig gerader Position ist größer als im Rundrücken. Somit entlastet Sitzen im Rundrücken die Wirbelsäule – diese überraschenden Ergebnisse einer Studie erzielte der Biomechaniker Prof. Hans-Joachim Wilke von der Universität Ulm im Jahr 1998. Zu einem ähnlichen Ergebnis gelangte Dr.-Ing. Antonius Rohlmann von der Freien Universität Berlin. Er maß die Druckschwankung der Bandscheibe in unterschiedlichen Körperpositionen. Das Resultat: Bequemes, angelehntes Sitzen in leichter Kyphose (Rundrücken) entlastet die Wirbelsäule deutlich.

Die Forschungsergebnisse stellten die Hersteller von Bürostühlen vor ganz neue Herausforderungen. Doch damit nicht genug: „Der Körper hat eine Reihe von Komfortwinkeln, das heißt Positionen, in denen er die geringste Belastung erfährt und die somit für den Menschen unbewusst am bequemsten sind“, erklärt Marion Kurz, Marketingleiterin beim Sitzmöbelhersteller Sato (Grammer Office). „Der Mensch wählt instinktiv immer die für ihn bequemste Sitzposition und wechselt so auch häufig zwischen einer geraden Haltung und dem Rundrücken, was die Bandscheiben mit Nährstoffen versorgt.“

Um den Nutzer bei der Wahl der nächsten Sitzposition zu unterstützten, entwickelte Sato unter seiner Marke Grammer Office die Glide-Tec- Mechanik: Dabei gleitet die Sitzfläche nach vorne, wenn der Nutzer sich zurücklehnt, die Rückenlehne schwenkt gleichzeitig in einer natürlichen Bewegung nach hinten. Der Nutzer kann so seine Körpermotorik instinktiv und natürlich regeln. Die Technik lässt kaum kinematische Überschreitungen der natürlichen Komfortwinkel zu und so wird der als gesund geltende Wechsel von Rundrücken zur Doppel-S-Haltung gefördert. Das Besondere an der Glide-Tec- Mechanik zeigt sich im Arbeitsalltag schnell: Beim Zurücklehnen strecken sich in der Regel auch die Arme aus – das Weiterarbeiten in entspannter Position ist so kaum möglich. Mit Glide-Tec jedoch bleiben die Arme auch beim Zurücklehnen leicht angewinkelt. Das Ergebnis: entspannt weiterarbeiten.

 

Haider Bioswing

BioswingBioswing entwickelte vor drei Jahrzehnten mit Ärzten, Sportwissenschaftlern und Ergonomen eine dreidimensional bewegliche, freischwebende Technologie auf Grundlage von biomechanischen Aspekten und der zuvor noch nicht berücksichtigten Neurophysiologie des Menschen. Basis des patentierten 3D-Sitzwerks von Bioswing ist die Entkoppelung der Sitz- und Rückenfläche vom Stuhluntergestell. Becken und Wirbelsäule bewegen sich auf einem Bioswing im Sitzen wie im Gehen, nämlich aufwärts pendelnd. Ein unphysiologisches Absinken des Becken-Lenden-Bereichs zur Seite wird verhindert. Der Nutzer sitzt körperzentriert im Gleichgewicht und schwingt im körpereigenen Rhythmus. Dies ermöglichen vier Schwingelemente, die auf kleinste Bewegungen reagieren. Diese Bewegungen entlasten die Rücken- und Beckenregion, gleichzeitig wirken die Impulse aus den Muskel- und Gelenkrezeptoren im Gehirn als funktionelle Reize. Die Bioswing- Wirkung bewies eine Doppelblindstudie des Instituts G.R.P. mit 320 Probanden im Alter von 18 bis 64 Jahren im Jahr 1991. In der unabhängigen und herstellerneutralen Studie „Ergonomische Untersuchung besonderer Büroarbeitsstühle“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) erklärte das durchführende Institut für Arbeitsschutz Bioswing zum Testsieger.

 

 

celligence-system

celligence systemKlöber hat in sein Modell „Moteo“ das sogenannte „celligence-system“ integriert. Dieses besteht aus vier Aktivzonen in Sitz und Rücken: für die Unterstützung der Schulterpartien, die Lordosenanpassung und somit gegen den Rundrücken und für die Beckenkammunterstützung und einen ausgeglichenen Halt. Im Sitz unterstützt der „intelligente“ Schaum durch individuell regulierbare Luftzufuhr oder -abfuhr die gesunde Sitzposition mit aufgerichteten Sitzbeinhöckern und verbesserter Durchblutung. Darüber hinaus fördert das „celligence-system“ die seitliche Beweglichkeit der Sitzfläche. Für optimalen Wärmehaushalt sorgt ein 3-D-Klima-Gewebe unter dem Formschaum. Das „celligence-system“ im Moteo hat auch das Ergonomie Institut München unter die Lupe genommen, und es kommt zu dem Schluss, dass „sich (…) die Lehnenkontur innerhalb eines gewissen Bereichs quasiautomatisch an die individuelle Rückenkontur anpassen kann und damit letztlich eine vergleichbare Wirkung wie bei einer einstellbaren Lordosenhöhe erreicht wird.“ Das Institut lobt außerdem die „positive, sitzdynamikunterstützende Wirkung der in seitlicher Richtung flexibel reagierenden Lehnenfläche.“

 

 

 

 

 

 

 

Balance Movement

Balance MovementAuch bei der von HÅG entwickelten Mechanik sind die Bewegungen von Sitzfläche und Lehne miteinander verknüpft: Die Vorderseite der Sitzfläche bewegt sich beim Anlehnen nach oben; neigt der Nutzer sich nach vorn, bewegt sich auch die Front der Sitzfläche nach vorne.

Die Drehachse der Bewegung ist hier allerdings genau über der Gasfeder angeordnet, sodass eine frei fließende Bewegung entsteht, die es dem Nutzer bei korrekter Einstellung des Stuhls ermöglicht, genau in Balance zu sitzen und sich immer in die beste Sitzposition zu bewegen.

Durch minimale Bewegungen des Körpers bewegt sich der Stuhl mit dem Nutzer, der sich so permanent in Balance halten muss – Aktivierung der Muskeln inklusive. Der Kontakt zur Rückenlehne bleibt im Lendenwirbelbereich ständig erhalten, sodass auch die Wirbelsäule abgestützt wird.

Die richtige Beleuchtung am Arbeitsplatz

 

Den Himmel ins Büro holen

Der Mensch nimmt den Großteil sämtlicher Informationen mit den Augen auf. Nicht nur aus diesem Grund spielt die Beleuchtung am Arbeitsplatz eine wichtige Rolle. Mit der richtigen Beleuchtung werden Sie und Ihre Mitarbeiter leistungsfähiger und sparen auch noch Kosten. Ich habe für Sie ein paar Tipps gesammelt, worauf es ankommt.

 

Stress fürs Auge
Das menschliche Auge hat es nicht leicht, vor allem am Arbeitsplatz. Permanent muss es den Monitor fixieren, Texte lesen, Grafiken erfassen. Falsche Beleuchtung erhöht den Stress. Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche können die Folge sein.  Schlechtes Licht macht also unproduktiv, im schlechtesten Fall sogar krank. Deshalb regelt das Arbeitsschutzgesetz, wie hell es am Büroarbeitsplatz sein muss. Mindestens 500 Lux stark sollte das Licht am Schreibtisch sein,  idealerweise bei gleichmäßiger Verteilung von Tages- und Kunstlicht, direktem und indirektem Licht. Die Grundlagen für eine bestmögliche Arbeitsplatzbeleuchtung sollten bereits bei der Einrichtung  der Arbeitsplätze umgesetzt werden, aber auch anschließend lässt sich mit einfachen Maßnahmen noch einiges tun, um optimale Lichtverhältnisse zu schaffen.

Tageslicht ist Trumpf
Tageslicht sticht künstliche Beleuchtung, es sorgt einfach für bessere Stimmung.  Falls möglich, sollten Sie daher versuchen, möglichst viel natürliches Licht hereinzulassen. Versehen Sie Decken und Wände mit einem hellen Anstrich und entfernen Sie lichtschluckende Vorhänge und Pflanzen vor und hinter den Fenstern.  Ist nicht ausreichend natürliches Licht vorhanden, sollte das künstliche Licht möglichst natürlich wirken. Das Hauptlicht sollte also von oben kommen und eine neutrale oder Tageslicht-weiße Farbe haben. Zudem sollten Sie die Hauptbeleuchtung durch umsetzbare Schreibtischlampen mit beweglichen Schwenkarmen ergänzen, um gerichtetes Licht dort zu ermöglichen, wo es gebraucht wird. Diese Arbeitsplatzleuchten sollten sich durch Dimmer oder Ähnliches zum einen an das Sehvermögen und zum anderen an die Lichtempfindlichkeit des Mitarbeiters anpassen lassen.

Moderne Lichttechnik
Neonröhren und herkömmliche Glühbirnen sind out. Moderne Leuchtmittel sorgen für angenehme Lichtverhältnisse und sparen Strom. Allein durch den Austausch alter Lampen lassen sich über 50 Prozent Stromkosten einsparen. Moderne  Leuchtsysteme arbeiten teilweise sogar mit Sensoren, die sich bei Abwesenheit automatisch ausschalten und je nach Tageszeit und Lichtintensität mehr oder  weniger stark leuchten. Generell die beste Alternative zur konventionellen Beleuchtung sind LEDs. Dieses spezielle  Leuchtmittel spart nicht nur bis zu 80 Prozent Strom, sondern ist  durch die Lebensdauer von mindestens 50.000 Stunden auch extrem haltbar. Darüber hinaus ähneln LEDs vom Farbspektrum dem natürlichen Tageslicht und enthalten keine gesundheitsschädlichen UV- und IR-Strahlungsanteile.

Wie im Himmel
Arbeiten unter freiem Himmel – das wäre eigentlich ideal, gäbe es nicht Regen und Kälte. Deshalb verfolgen die Fraunhofer-Forscher die Idee eines virtuellen Himmels, genannt „Virtual Sky“. Zu sehen gab es diese Zukunftsvision einer Bürobeleuchtung auf der Computermesse CeBIT 2012. Die LED-Lichtdecke simuliert das Licht eines natürlichen, blauen Himmels samt vorbeiziehender Wolken (siehe Bild). Die Entwickler versprechen sich davon wachere, leistungsstärkere und  konzentriertere Mitarbeiter. Die Beleuchtung besteht aus 50 x 50 Zentimeter großen Kacheln, die wiederum aus fast 300 weißen, blauen, roten und grünen LED bestehen. Ganz billig ist der Himmel aber nicht: Aktuell veranschlagt Hersteller LEDs rund 1000 Euro pro Quadratmeter. Immerhin mit fallender Tendenz: Denn je größere Stückzahlen produziert werden, desto kostengünstiger lassen sich die Lichtdecken herstellen.

Die richtige Beleuchtung am Arbeitsplatz ist das eine für Gesundheit und Produktivität im Büro. Die richtige Ausrichtung von Schreibtisch, Bürostuhl und PC das andere. Mehr über „Der ergonomische Arbeitsplatz“ erzähle ich Ihnen im OTTO Office Blog.

Über den Autor:
Carsten Völler ist  Projektkoordinator und Blog-Autor bei OTTO Office – Ihrem Partner für Büromöbel und Arbeitsplatzbeleuchtung.

 

Den Himmel ins Büro holen

Kommunikation verbessern – moderne Technik hilft.

Innovative Hörgeräte setzen neue Maßstäbe in puncto Miniaturisierung und Robustheit. Seit über 50 Jahren ist der Schweizer Hersteller Phonak führend im Bereich Hörgerätetechnik. Das beweist Phonak jetzt wieder mit ihrer neuen Hörgeräteserie M H20, die auf der kürzlich stattgefundenen Hörgerätefachmesse präsentiert wurde.

Besonderes Sprachverstehen
Die neue M H20 Serie von Phonak garantiert das bestmögliche Hörerlebnis in jeder Umgebung. Die Hörgeräte, die hinter dem Ohr getragen werden, halten gleich mehrere neuartige Funktionen bereit, die verbessertes Sprachverstehen in allen Situationen des täglichen Lebens, sondern überwinden dank einer speziellen Abdichtungstechnologie auch die traditionellen Barrieren rund um Wasser und andere extreme Bedingungen wie Staub und Schmutz.

Nutzer der neuen Hörgeräte können von der neuesten Technologie und bestem Hörgenuss profitieren und dabei alle Aktivitäten des täglichen Lebens genießen: Arbeiten im Büro, Gespräche im voll besetzten Restaurant, einen Spaziergang an einem regnerischen Tag, Wassersport oder Tätigkeiten in einer staubigen Umgebung. Vom Experten empfohlen

Die Hörgeräte der Serie M H20 sind in verschiedenen Preis- und Leistungsstufen als Phonak Ambra, Phonak Solana und Phonak Cassia erhältlich und somit für jeden Lebensstil und jedes Budget ideal. „Die Kombination aus bester Klangqualität und Robustheit ist einzigartig im Markt.

Meine Kunden müssen keine Kompromisse mehr eingehen“, schwärmt Markus Kleiner, Hörgeräteakustikermeister vom HörKaffee aus Wendelstein, der die neuen Hörgeräte gleich in sein Programm aufgenommen hat.maximales Verstehen von Beginn an garantieren. Sie sind beispielsweise mit einem einzigartigen Sprachverständlichkeitssystem ausgestattet, das das Gesprochene von Gesprächspartnern regelrecht heranzoomen kann und damit optimal verstehbar macht. Innerhalb der Serie sind verschiedene Hörgeräte erhältlich, so dass sie für jeden Hörverlustgrad geeignet sind. Die kabellose Anhindung an Telefon, TV und Computer ist problemlos möglich.

Wasser- und schmutzresistent
Der besondere Clou: Die Hörgeräte bieten nicht nurverbessertes Sprachverstehen in allen Situationen des täglichen Lebens, sondern überwinden dank einer speziellen Abdichtungstechnologie auch die traditionellen Barrieren rund um Wasser und andere extreme Bedingungen wie Staub und Schmutz. Nutzer der neuen Hörgeräte können von der neuesten Technologie und bestem Hörgenuss profitieren und dabei alle Aktivitäten des täglichen Lebens genießen: Arbeiten im Büro, Gespräche im voll besetzten Restaurant, einen Spaziergang an einem regnerischen Tag, Wassersport oder Tätigkeiten in einer staubigen Umgebung.

Vom Experten empfohlen
Die Hörgeräte der Serie M H20 sind in verschiedenen Preis- und Leistungsstufen als Phonak Ambra, Phonak Solana und Phonak Cassia erhältlich und somit für jeden Lebensstil und jedes Budget ideal. „Die Kombination aus bester Klangqualität und Robustheit ist einzigartig im Markt. Meine Kunden müssen keine Kompromisse mehr eingehen“, schwärmt Markus Kleiner, Hörgeräteakustikermeister vom HörKaffee aus Wendelstein, der die neuen Hörgeräte gleich in sein Programm aufgenommen hat.

Besseres Verstehen und der Erhalt unserer sensiblen Wahrnehmung sind ein wichtiges Thema in unserer Gesellschaft. Dies beginnt bei der Optimierung der Ohrstöpsel bei MP3 Playern, Lösungen zur Schallreduktion in lauter Umgebung und der Unterstützung zu besserem Hören wenn die Wahrnehmung unter den bisherigen Lebensumständen gelitten hat.

 

Hörkaffe

FACHGESCHÄFT FÜR BESSERES VERSTEHEN

Markus Kleiner
Hörgeräteakustikermeister
Hauptstraße 33
90530 Wendelstein
Telefon (09129) 90 54 649
Telefax (09129) 90 54 661
E-Mail hoerkaffee@t-online.de

 

 

Die Artikel werden uns von der Redaktion FIT NEWS zur Verfügung gestellt.

Herausgeber:
Phonak GmbH,
Max-Eyth-Str. 20
70736 Fellbach-Delfingen

http://www.phonak.com

Im Dschungel der Prüfsiegel

Als Prüfzeichen oder Prüfsiegel werden grafische oder schriftliche Markierungen an Produkten bezeichnet, die eine Aussage über die Einhaltung bestimmter Kriterien geben sollen. Prüfsiegel geben dem Anwender Auskunft über bestimmte Qualitätskriterien wie Ergonomie, Sicherheit und Umweltverträglichkeit. Die Aussagekraft der verschiedenen Zertifikate ist jedoch sehr unterschiedlich, da den Auszeichnungen oftmals verschiedene Messmethoden und Prüfmöglichkeiten zugrunde liegen. 

Steifensand Gesundheits-Management zeigt mit FACTS, mit welchen Prüfzeichen Bürodrehstühle ausgestattet sein können und was hinter den Siegeln und Formulierungen steckt.

GS-ZEICHEN:
Das GS-Zeichen steht für „geprüfte Sicherheit“. Das Siegel garantiert elektrische und mechanische Sicherheit eines Produkts, wie beispielsweise Schutz vor Einklemmen. Das Prüfsiegel bestätigt außerdem, dass die Mindestanforderungen an Sicherheit und Ergonomie eingehalten werden, wie sie in den geltenden Normen enthalten sind.

ERGONOMIE GEPRÜFT:
Das Prüfsiegel „Ergonomie geprüft“ wird für Büromöbel, Bildschirme und Software vergeben, wenn diese bestimmte Anforderungen an die Ergonomie erfüllen. Bei Drehstühlen geht die Prüfreihe über die gültigen Normen (EN DIN 1335 1-3) hinaus.

 

GREENGUARD-ZERTIFIKAT:
Das GREEN GUARD-Zertifikat ist eine international anerkannte Produktschadstoff- Bescheinigung und ein Prüfprogramm über die Produktion von schadstoffarmen (zum Beispiel formaldehydfrei, ohne flüchtige Gase) Inneneinrichtungen, Möbeln und Produktionsverfahren.

 


EMAS:

EMAS ist die Kurzbezeichnung für Eco Management and Audit Scheme, auch bekannt als EU-Öko- Audit oder Öko-Audit. EMAS wurde von der Europäischen Union entwickelt und ist ein Gemeinschaftssystem aus Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung für Organisationen, die ihre Umweltleistung verbessern wollen. Die EMASVerordnung (Öko-Audit-Verordnung) misst der Eigenverantwortung der Wirtschaft bei der Bewältigung ihrer direkten und indirekten Umweltauswirkungen eine entscheidende Rolle zu.

 

ISO 14025-EPD:
In dieser international gültigen Norm sind Umweltproduktaussagen enthalten. Sie werden häufig innerhalb der Lieferantenkette oder in Business- to-Business-Beziehungen angewendet. Die Kennzeichnung gibt Aufschluss über die verarbeiteten Materialien des Produkts und den Grad der Umweltbelastung für die Produktion. Die Aussagen werden im Hinblick auf die definierten Richtlinien durch Dritte verifiziert.

ISO 14001:
Die Norm wurde 1996 veröffentlicht und definiert (in Verbindung mit EMAS von 1993), zum ersten Mal für den Bereich Umweltmanagement. Sie ist ein Umweltmanagementsystem, mit dem der Umweltschutz systematisch im Unternehmensmanagement verankert wird.

DIN EN 1335, Teil 1–3:
Die Norm setzt sich aus drei Teilen zusammen. Der erste Teil enthält Festlegungen zu den Maßen für drei Typen von Büroarbeitsstühlen. Der zweite Teil der Norm enthält Sicherheitsanforderungen für Büroarbeitsstühle im Hinblick auf die Gestaltung, die Standsicherheit beim Benutzen, den Rollwiderstand des unbelasteten Stuhls und die Festigkeit und Dauerfestigkeit. Außerdem enthält erAngaben zur Konformität. Der dritte Teil beschreibt die Festlegungen zurSicherheitsprüfung von Büroarbeitsstühlen im Hinblick auf die Standsicherheit, den Rollwiderstand, die Sitzfläche und die Rückenlehne sowie zu gegebenenfalls vorhandenen pendelnd gelagerten Rückenlehnen und Armlehnen.

QUALETY OFFICE:
Das Qualitätszeichen wird auf der Basis der Leitlinie „Qualitätskriterien für Büroarbeitsplätze“ vergeben. Die Leitlinie wurde gemeinsam von dem Deutschen Institut für Normung e.V. (DIN), den Verwaltungs-Berufsgenossenschaften (VBG), dem Verband Büro-, Sitz- und Objektmöbel e.V. (bso), der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und dem Initiativkreis Neue Qualität der Büroarbeit (INQABüro) herausgegeben (siehe auch Kasten auf Seite 90).

FACTS-SIEGEL:
Der FACTS-Test unterzieht Produkte, Leistungen oder Lösungen aus dem Büroumfeld einer intensiven Prüfung. Ein umfassender Kriterienkatalog, fundierte und transparente Testkonzepte und eine nutzen- und anwenderorientierte Ergebnisdokumentation sind die Fundamente für die Testurteile der FACTS-Testredaktion.

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