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Ergonomische Sitzlösungen – Der steinige Weg der Evolution

In der Millionen Jahre alten Menschheitsgeschichte hat der Mensch es in den vergangenen sechs Jahrzehnten verstanden, seinen Lebensstil und seine Umwelt grundsätzlich zu verändern. 

Ergonomie am Arbeitsplatz im 21. Jahrhundert nach Gernot Steifensand und F.Martin SteifensandDurch die rasante technologische Entwicklung wurde der Mensch vom körperlich arbeitenden „Muskelwesen“ über die letzten 200 Jahre immer mehr zum denkenden „Nervenwesen“.

Eine Anpassung erfolgte nicht oder nur unvollkommen, da wir auch heute noch denselben biologischen Gesetzen gehorchen wie der Mensch zu Beginn dieser Zeit.

Eine entscheidende Größe zur Entwicklung und Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Menschen und seiner Organe ist muskuläre Beanspruchung. Bleibt sie chronisch unterhalb eines Minimums, das die Natur erfordert, entstehen Bewegungsmangel-Erscheinungen.

Das kommt natürlich besonders im Büro zum Tragen, wo häufig alle Tätigkeiten nur noch im Sitzen vollzogen werden.

Noch nie klagten so viele Menschen über Rücken- und Kreuzschmerzen wie heute. Deutsche sitzen täglich bis zu 14 Stunden. Etwa 80 % der Deutschen leiden irgendwann an Rückenschmerzen, 25 % sind sogar chronisch davon betroffen. Besonders dramatisch zeigt sich die Entwicklung darin, dass immer mehr junge Leute zwischen 24 und 35 Jahren Opfer von Rückenerkrankungen werden.

Das statische und fixierte Dauersitzen im Büro, im Auto und vor dem Fernseher ist die härteste Strafe für die Bandscheiben. Die Folgen sind heftige Schmerzen im Nacken-, Schulter-, Rückenbereich und im Kreuz. Rückenschmerzen sind Deutschlands Volkskrankheit Nr. 1. Fast immer sind nicht nur die Knochen, Gelenke und Bänder, sondern auch die Muskeln des Rückens an den Schmerzen beteiligt.

Hauptursache für Rückenschmerzen sind neben Verschleißerscheinungen der Bandscheiben Muskelverspannungen – statisch oder stressbedingt. Und nur wer die Hauptursachen kennt, kann den Schmerz wirksam bekämpfen.

Wellness und Ergonomie

Mister Sitwell von Gernot-M. Steifensand Der ergonomische Männer Bürostuhl Nr. 1Der Weg zum gesunden Sitzen und Arbeiten liegt in den Schlagwörtern Wellness und Ergonomie. Der Begriff Wellness (well und fitness) wurde vom US-Arzt Halbert Dunn 1959 kreiert und beschrieb den perfekten Gleichklang von Körper, Geist und Seele.

Das positive Lebensgefühl geht auf Pfarrer Sebastian Kneipp zurück, der im Jahr 1850 die seit Jahrtausenden bekannten Zusammenhänge von Gesundheit und Wohlbefinden erforschte, um Körper, Geist und Seele in ihre ursprüngliche Balance zurückzuführen.

 

Der Begriff Ergonomie geht auf das Jahr 1857 zurück, in dem der polnische Wissenschaftler Wojciech Jastrzebowski dieses Kunstwort aus den Komponenten

 

•  Ergon = Arbeit und

•  Nomos = Gesetz

erstmals benutzte. Damit wurden schon damals die Ziele der Ergonomie definiert: „um reichlich Früchte zu erhalten und mit geringster Mühe und größter Zufriedenheit für das eigene und allgemeine Wohl zu arbeiten“.

Die Berücksichtigung ergonomischer und arbeitswissenschaftlicher Erkenntnisse bei der Gestaltung von Arbeitsplätzen und Arbeitsbedingungen wurde erstmalig im Jahre 1968 gesetzlich vorgeschrieben. Nach dem Gesetz über technische Arbeitsmittel durften Hersteller von technischen Arbeitsmitteln, diese nur in den Verkehr bringen oder ausstellen, wenn sie nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik sowie den Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften so beschaffen sind, dass Benutzer oder Dritte bei ihrer Verwendung gegen Gefahren aller Art für Leben oder Gesundheit geschützt sind. Von den allgemein anerkannten Regeln der Technik sowie den Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften durfte nur abgewichen werden, soweit die gleiche Sicherheit auf andere Weise gewährleistet ist.

Diese gesetzliche Regelung löste einen Boom in Sachen Ergonomie und Schaffung von arbeitswissenschaftlichen Grundlagen für die Gestaltung von Arbeitsplätzen und Arbeitsbedingungen aus. Es zeigten sich schnell Neuentwicklungen und noch nie da gewesene Innovationen im Bereich Arbeitsplatzgestaltung und Sitzmöbel.

Vorneweg auch F.-Martin Steifensand, der Erfinder des Bandscheiben-Drehstuhls und Pionier der ersten Gesundheitsstühle der Neuzeit, der weltweit Innovationsimpulse Made in Germany ausgelöst hat.

Die in den 70er- und 80er-Jahren entstandene Begeisterung in Sachen Ergonomie wurde als modernes Marketingtool und Marketingkonzept zur Vermarktung neuer Sitzlösungen genutzt. Die ergonomische Synchrontechnik und ähnliche Sitztechniken allein brachten allerdings nicht den gewünschten Erfolg, da sie den Menschen offensichtlich nicht so gesund erhalten haben, wie es sich die Hersteller von den Neuentwicklungen erhofften

 

Zivilisationskrankkeiten

Prof. Dr. med. habil. Theodor Peters engagiert sich seit Jahrzehnten für die Gesundheit am Arbeitsplatz.Neue Wege und Perspektiven sind gefragt, um Rückenschmerzen und andere Zivilisationskrankheiten wie Burn-out und Stress in der modernen Arbeitswelt zu bekämpfen. Besonders die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts war gekennzeichnet durch eine rasch fortschreitende Technisierung und Automatisierung. Hiermit verband sich zwangsläufig eine ständige Reduzierung der Muskelbeanspruchung bei gleichzeitiger Zunahme der geistigen Anforderungen.

Gesundheitliche Konsequenzen blieben nicht aus. Vermehrt zeigten sich

•  Herz-Kreislauf-Krankheiten,
•  Stoffwechselleiden,
•  Beschwerden am Halte- und Bewegungsapparat

 

infolge mangelnder Bewegung und zu langem und falschem Sitzen sowie vorzeitige körperliche und geistige Leistungseinbußen.

Der Mensch im Mittelpunkt

Abhilfe schafft das Konzept „Office in Balance“ entwickelt vom Arzt und Sportwissenschaftler Dr. med. Peter Stehle. Seine Formel stellt den Menschen wieder in den Mittelpunkt und berücksichtigt eine ganzheitliche Betrachtungsweise von Körper, Geist und Seele. Krankheiten werden präventiv bekämpft, Lebensfreude, Vitalität, Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Menschen werden in den Fokus gerückt.

Nicht das Kurieren an den Symptomen, sondern das intensive Erleben von aktiver Bewegung und bewusster Entspannung bringen Körper und Geist in Einklang. Das Gefühl von Geborgenheit und Wohlempfinden (Wellness) fördern Kreativität und Ausgeglichenheit.

Sensomotorisch aktivierendes Sitzen nach Maß und innovative Sitzlösungen für Männer und Frauen, wie von der Firma Sitwell Gernot Steifensand angeboten,  geben dem Thema Impulse für besseres und gesünderes Sitzen am Arbeitsplatz.

Doch in der Praxis zeigt sich zu wenig Einsicht dahingehend, dass man etwas für seine Gesundheit tun muss, solange man sie noch hat. Wer geht als Gesunder schon zum Arzt und zur Vorsorge, wenn sich keine Zipperlein bemerkbar machen? Viel zu wenige!

 

Das Thema Gesundheit wird trotz der Möglichkeit, präventive Maßnahmen zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit umzusetzen, leider in seinem Stellenwert vernachlässigt. Gesundheitskonforme Arbeitsmittel und –bedingungen werden oftmals mehr als Kostenfaktor, aber nicht als Handlungs- und Entscheidungshilfen für unternehmens- und marktpolitisch relevante Aktivitäten auf dem Sektor der Arbeitsgestaltung gesehen.

Kostenfaktor Gesundheit

Kostenminimierung ist angesagt. Dabei ist auch eine Gewinnmaximierung durch Kostendämpfung und Prävention durchaus möglich. Gerade Fehlzeiten durch Krankheit, vorzeitige Rente und Minderung der Erwerbsfähigkeit verursachen häufig unnötig hohe Kosten.

Kranke sind bis heute ein erheblicher volkswirtschaftlicher Nachteil. Das ist trotz aller Beschwichtigungs- und Bagatellisierungsversuche und Kostenverschiebung auf Dritte Realität. Nur eine gesunde Wirtschaft und gesunde Arbeitnehmer können Gewinne erwirtschaften.

Prof. Dr. med. habil. Theodor Peters, leitender Gewerbemedizinaldirektor i. R. erklärt dazu: „Im Zusammenhang mit der derzeitigen Diskussion über Kostendämpfung im Gesundheitswesen wird der Kostendämpfungsfaktor durch bessere Arbeitsbedingungen von den Politikern und ihren Beratern einerseits, aber auch von den betroffenen Bürgern und Entscheidungsträgern in Sachen Arbeitsplatzgestaltung andererseits zu wenig beachtet. Deshalb ist es sicher richtig, ein Gesetz vorzusehen, das zur Prävention und damit Kostendämpfung durch bessere Arbeitsbedingungen und durch psychisches, physisches und soziales Wohlbefinden beiträgt.“

Dr. med. Peter Stehle will sein Nachfolger im Kampf gegen moderne Zivilisationskrankheiten sein. „Office in Balance“ ist sein Weg für mehr Lebensfreude, Vitalität und Gesundheit in unserer modernen Arbeitswelt

Geschichte der Ergonomie

1850
Wellness ist das positive Lebensgefühl und geht auf Pfarrer Sebastian Kneipp zurück, der im Jahr 1850 die seit Jahrtausenden bekannten Zusammenhänge von Gesundheit und Wohlbefinden erforschte, um Körper, Geist und Seele in ihre ursprüngliche Balance zurückzuführen.

1857
Ergonomie ist ein Kunstwort aus den Komponenten Ergon = Arbeit und Nomos = Gesetz und geht auf das Jahr 1857 zurück. Der Pole Jastrzebowski definierte damals Ergonomie so: „um reichlich Früchte zu erhalten und mit geringster Mühe und größter Zufriedenheit für das eigene und allgemeine Wohl zu arbeiten“.

1866
Im Jahr 1866 gründete Wilhelm Adolf Lette in Berlin den „Verein zur Förderung der Erwerbstätigkeit des weiblichen Geschlechts“. Das Ziel war, junge Frauen auf hohem Niveau auszubilden und ihnen eine berufliche Orientierung und Selbstvertrauen und Unabhängigkeit in einer Männerarbeitswelt zu geben. Als erste Einrichtung dieser Art wurde der Lette-Verein vorbildlich für alle Berufsbildungsstätten für Frauen in Deutschland. Lette war im Kongress deutscher Volkswirte und bis 1868 dessen Vorstand.

1959
Der Begriff Wellness (well und fitness) wurde vom US-Arzt Halbert Dunn 1959 geprägt, der damit den perfekten Gleichklang von Körper, Geist und Seele bezeichnete.

1968
Erstmalig wurde ein Gesetz zur Gestaltung von Arbeitsplätzen und Arbeitsbedingungen in Deutschland geschaffen. Das Ziel vom Maschinenschutzgesetz vom 24. Juni 1968 war nach § 3 Absatz 1, dass Hersteller und Einführer von technischen Arbeitsmitteln diese nur in den Verkehr bringen oder ausstellen dürfen, wenn sie nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik sowie den Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften so beschaffen sind, dass Benutzer oder Dritte bei ihrer bestimmungsgemäßen Verwendung gegen Gefahren aller Art für Leben oder Gesundheit geschützt sind. Dieses staatliche und berufsgenossenschaftliche Regelwerk wurde fortgeschrieben und findet sich heute im Arbeitsschutzgesetz vom 7. August 1996 wieder und in den EU-Regelungen.

1971
F.-Martin Steifensand und Dr. med. H.-J.Schneider, Haltungsforscher aus München, entwickelten den ersten Bandscheiben-Gesundheitsdrehstuhl. Bürositze nach DIN 4551 und mit Synchrontechnik. Geburtsjahr der Synchrontechnik für ein besseres dynamisches Sitzen am Arbeitsplatz unter allen Gesichtspunkten der Ergonomie und Regeln der Technik.

1980
Die gesetzlichen („Nomos“-)Regelungen DIN 4551 und 4552 lösen einen ersten Boom in Sachen Ergonomie und Schaffung arbeitswissenschaftlicher Grundlagen für technische Regeln der Gestaltung von Arbeitsplatz und Arbeitsbedingungen aus. Viele Firmen und Hersteller nutzten das Modewort Ergonomie, ohne immer dessen Ziel gerecht zu werden.

1982
Siegfried Pürner stellt erstmalig die dreidimensionale Pending-Technik vor. Sitzen wie auf einem Medizinball für mehr Bewegung am Arbeitsplatz. Die Idee des AOK-Balls und des Petzi-Balls wurde in ein Sitzsystem integriert. Erstmalig wurde über aktive Bewegungstherapie im Sitzen gesprochen.

1999
Konfektioniertes Sitzen in S, M, L und XL wurde von Gernot-M. Steifensand nach dem Gesetz von „mass-customization“ mit führenden Arbeitswissenschaftlern entwickelt, um besser auf die individuellen Körpergrößen und Sitzanforderungen einzugehen.

2002
Lady Sitwell der patentierte Bürodrehstuhl für die Frau aus dem Hause Gernot-M. SteifensandLady Sitwell, der erste Bürodrehstuhl speziell für die Frau unter Berücksichtigung der anatomischen Unterschiede wurde von Gernot-M. Steifensand dem Fachpublikum vorgestellt.

 

2004
Mister Sitwell, der erste Bürodrehstuhl speziell für den Mann unter Berücksichtigung der anatomischen Unterschiede wurde von Gernot-M. Steifensand vorgestellt.

Gesundheit am Arbeitsplatz nach Gernot-M. Steifensand

Sensomotorisches Sitzen für mehr Dynamik am Arbeitsplatz

 

Gernot Steifensandpräsentiert sensommotorisches und ergonomisches Sitzen nach MaßDas sensomotorische Sitzen steht für dynamisches Sitzen am Arbeitsplatz. Es nimmt damit eine zentrale Rolle im Gesamtkonzept eines „Office in Balance“ ein.

Dies integriert Übungen für Entspannung und Anspannung sowie ergonomische Lösungen, wie den Bürostuhl Sitwell, zu einem harmonischen Gesamtkonzept für das Büro.

Mit dem sensomotorischen Sitzen wird die ärztliche Forderung nach einem dynamischen Sitzen umgesetzt

 

Demgegenüber wird dem statischen Sitzen eine wesentliche Schlüsselfunktion beim Entstehen von Rückenschmerzen zugeschrieben. Diese starre Sitzhaltung kann in Verbindung mit einer Fehlhaltung des Rumpfes zu Verspannungen im Schultergürtel und Nackenbereich wie auch im Bereich der Lendenwirbelsäule führen. Neben Schmerzen können auch Konzentrationsstörungen auftreten.

Mit der Sitwell-Bürostuhlkollektion wird ein dreidimensional-dynamisches Sitzen unter Berücksichtigung arbeitsmedizinischer und sicherheitstechnischer Anforderungen ermöglicht und gefördert.

Das sensomotorische Sitzen schult die Aufmerksamkeit für die eigene Körperhaltung bei gleichzeitiger Mobilisierung des gesamten Rumpfes einschließlich der Wirbelsäule und einer dynamischen Aktivierung der Muskulatur. Damit wird auch einer Verkrampfung der Muskulatur im gesamten Rumpf- und Nacken-Schulter-Bereich vorgebeugt.

Besonders wichtig ist die mobilisierende Wirkung auf die Bandscheibe. Während sich lang anhaltende statische Belastungen negativ auf die Bandscheibe auswirken, weil die Versorgung der Bandscheibe mit Nährstoffen und der Erhalt ihrer Viskosität gestört wird, wirkt sich Bewegung positiv auf diese Prozesse aus.

Mit dem sensomotorischen Sitzen kann somit ein effektiver Beitrag zur Erhaltung und Verbesserung der Gesundheit und Arbeitskraft geleistet werden.

Das Sitwell-Programm von Gernot-M. Steifensand, das dieses sensomotorische Sitzkonzept umsetzt, ist getreu der bekannten Philosophie des Hauses in eine

• Lady-Collection und
• Mister-Collection

eingeteilt. Von Größe und Gewicht über Rückenformen bis zur speziellen Sitzpolster-Kontur werden so viele spezifische Anforderungen von Frauen und Männern abgedeckt.

Mister Sitwell – Der Bürostuhl der nicht auf den Sack geht!!!

Gernot Steifensand präsentiert Mister Sitwell in Los AngelesÜberwärmung der Hoden beim Sitzen: Manche mögen’s heiß
– Spermien nicht.

Wir verbringen etwa die Hälfte des Tages am Arbeitsplatz, Tendenz steigend. Und das fast ausschließlich sitzend. Dennoch sitzen viele auf Bürostühlen, die dieser Dauerbelastung nicht richtig angepasst sind.

Und ganz und gar nicht werden die natürlichen, medizinischen Unterschiede zwischen Mann und Frau beim Sitzen im Büro berücksichtigt.

Kein Wunder, dass inzwischen mehr als 75 % der Berufstätigen unter Rückenbeschwerden leiden. Rückenschmerzen sind auch die Hauptursache für krankheitsbedingte Fehlzeiten.

Was viele jedoch nicht wissen, das Sitzen auf herkömmlichen Bürostühlen kann die männliche Potenz und die Samenqualität nachhaltig schädigen. Und dass die Spermienqualität der Männer in den letzten Jahren dramatisch gesunken ist, ist wissenschaftlich belegt. Deshalb sind auch immer mehr Männer unfruchtbar.

Bürostühle und Chefsessel gehen auf den Sack. Die Ursachen dafür sind Medizinern längst bekannt. Es ist zum einen die mangelnde Durchblutung und zum anderen die Überwärmung der Hoden. Wenn die optimale Hodentemperatur nur um zwei Grad dauerhaft überschritten wird, kann die Schädigung einsetzen. Und das kann bereits bei zu langem Sitzen auf einem herkömmlichen Bürostuhl passieren.

Gernot Steifensand, der Sohn des bekannten Bandscheiben-Drehstuhl-Pioniers F.M. Steifensand beschäftigt sich seit Jahren mit der Problematik des Sitzens im Büro. Beobachtungen in der Praxis sowie eine ganze Reihe medizinischer Erkenntnisse führten zur Entwicklung einer neuen Generation von Bürodrehstühlen, bei denen das gesunde und angenehme Sitzgefühl im Vordergrund steht und die unterschiedlichen Bedürfnisse von Männern und Frauen berücksichtigt werden.

Mit Lady Sitwell präsentierte Gernot Steifensand den ersten Bürodrehstuhl für Frauen, der international für Furore sorgte.

Mister Sitwell von Gernot-M.-Steifensand - Der ergonomische Männerstuhl Nr. 1Mister Sitwell der patentierte Bürodrehstuhl für fitte Männer ist auf die männliche Anatomie abgestimmt. Der neue Bürostuhl für den Mann unterscheidet sich durch eine Reihe einfacher und wirkungsvoller Details von herkömmlichen Bürodrehstühlen.

Die hodenfreundliche Sitzfläche ist etwas verkürzt und hat eine Vertiefung, die von der Rückenlehne bis nach vorne reicht. Dadurch wird der Hodenbereich gut durchlüftet und bleiben angemessen kühl. Eine ausgeklügelte Polsterung verstärkt zusätzlich diesen Kühleffekt.

Die Rückenlehne mit Lordosenstütze ist flexibel und höhenverstellbar und berücksichtigt, dass der Männerrücken muskulöser ist. Auf diese Weise wird Bandscheibenvorfall und Rückenbrand vorgebeugt.

Und nicht zuletzt ist in diesen Bürostühlen ein System für dynamisches Sitzen eingebaut, das Muskeln und Wirbelsäule ständig in feiner Mikrobewegung hält und auch die Hoden optimal mit Blut und Sauerstoff versorgt. Dieser Hip-Move-Effekt leistet einen aktiven Beitrag zur Erhaltung von Potenz und Zeugungskraft

Ergonomische Sitzlösungen für Frauen und Männer im 21. Jahrhundert

Die Anatomie kennt keine Gleichberechtigung der Geschlechter. Was die kleinen Unterschiede im Alltag des sitzenden Menschen ausmachen, darüber sprechen Dr. med. Peter Stehle und Herr Gernot-M. Steifensand.

Dr.med. Peter Stehle: Herr Steifensand, die ergonomische Sitzlösungen nach Maß sind Familientradition. Die ergonomischen Sitzlösungen für Frauen und Männer und das neue Sitzkonzept – Wie weit reichen die Ideen zurück?

F.- Martin Steifensand fotografierte Gernot Steifensand in der FabrikGernot-M. Steifensand: Die Idee und Notwendigkeit zu individuell passenden Stühlen – und deren Weiterentwicklung jetzt auch zu Frauen- und Männer-Stühlen – reicht schon bis in die Antike zurück. Schon die Königin Nofretete saß ca. 1300 v. Chr. mit einem Rundrücken auf einem Bandscheibensitz, auch Keilsitz genannt. Der Bandscheibendrehstuhl moderner Bauart war die bekannteste Entwicklung aus dem früheren Betrieb meiner Eltern.

Dr.med. Peter Stehle: Jedem Menschen seinen Maß-Stuhl zu bauen ist mit wirtschaftlicher Produktion kaum zu vereinbaren. Wie kann man die wichtigsten anatomischen Unterschiede differenziert anbieten (Rundrücken, Hohlkreuz, etc)?

Gernot-M. Steifensand: Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Arbeitsmedizinern und der intensiven Beschäftigung mit der menschlichen Anatomie konnten wir verschiedene Formen von Sitzen und Rückenlehnen entwickeln, welche die anatomischen Unterschiede berücksichtigen. Durch die Kombinationsmöglichkeiten der Baugruppen können wir diese Unterschiede individuell umsetzen.

Dr.med. Peter Stehle: Ihr Frauen-Stuhl orientiert sich an der spezifischen weiblichen Anatomie. Für wieviele Frauen passt das Konzept aber wirklich?

Gernot-Steifensand praesentie Mister-Sitwell den Maennerstuhl

Gernot-M. Steifensand: Auch wenn Sie es nicht glauben können, aber alle Frauen fühlen sich mit diesem Konzept rundum wohl. Frauen wollen weich, bequem und bewegt Sitzen.

Dr.med. Peter Stehle: Wollen Frauen auch emotional, z. B. über besondere Farben angesprochen werden?

Gernot-M. Steifensand: Selbstverständlich muss man Frauen durch besondere Farben ansprechen. Frauen leben in einer Farbenwelt. Deshalb findet man in unserer Stoffkollektion auch leuchtende und frische Farben.

Dr.med. Peter Stehle: Und wie steht es mit den Kriterien für die Männer-Stühle?


Gernot-M. Steifensand
: Männer sind V-förmig, hüftsteif und haben auch mehr Muskelgewebe im Körper. Diese Eigenschaften haben zur Entwicklung des Männer-Stuhles geführt. Sie sehen, Grundlage ist immer die Anatomie.

Dr.med. Peter Stehle: Bis zu welchen Maßen (Größe, Gewicht) können Sie Sonderwünsche abdecken?

Gernot-M. Steifensand: Ergonomische und anatomische Sonderwünsche für Sitzlösungen für Frauen und Männer kann man nicht pauschal eingrenzen. Die Lösung für einzelne Kundenwünsche wird jeweils individuell erarbeitet und umgesetzt.

Stehen verboten – Sitzen besser?

Stehen ist in München verboten! Vielleicht hilft Sitzen?

Vor einer Woche hat es begonnen: eine neue Bewegung, die die Welt verändern soll. Klaas und Joko haben in der letzten Ausgabe von neoparadise zu einer neuen Protestbewegung aufgerufen. Schneller, als sie gucken konnten, wurden in vielen Städten Flashmobs organisiert. Noch schneller aber war die berühmte Münchner Polizei, die das „Stehen“ prompt verboten hat.

Unter dem Motto „Steht kaputt, was euch kaputt macht“ haben die zwei Moderatoren Joko Winterscheidt und Klaas Heuffer-Umlauf letzten Donnerstag den ersten Schritt getan. Oder eben auch nicht. Denn die Idee heißt: stehen. Genauer gesagt stehen bleiben, an irgendwelchen Orten, dort wo viele Leute sind. Fünf Minuten stehen, ohne zu reden und ohne einen Schritt zu machen.

In einem „Bis einer heult“-Spezial wurden die ersten Aktionen in Berlin gestartet. Stehen auf einem Zebrastreifen, stehen vor der Rolltreppe oder stehen auf Trambahn Gleisen – nach ihren mutigen Minuten riefen die zwei dazu auf ihrer Bewegung zu folgen.

Schnell haben sich einige Organisatoren gefunden, die in verschiedenen Städten Flashmobs planten – Berlin, Düsseldorf Magdeburg und auch in München. Die Facebook-Veranstaltung hat inzwischen 888 Zusagen und sollte diesen Samstag stattfinden.

In den Info-Angaben rufen die zwei Veranstalter explizit zu einer friedlichen Demonstration auf:

„Wir, die Veranstalter, weisen ausdrücklich und entschieden auf die Friedlichkeit der Aktion hin! Wir rufen alle Teilnehmer auf friedlich und respektvoll zu handeln und keine Passanten, nicht einmal die Polizei zu behindern oder zu belästigen!“

Die Münchner Polizei will das Risiko allerdings nicht eingehen, an einem Samstag die Leute am Marienplatz stehen zu lassen. Ein Grund ist der Christkindlmarkt, wegen dem es am Marienplatz sowieso eng zugeht.

In einer Presseerklärung der Polizei steht:

„Auf der Internetseite „Facebook“ wird für den Samstag, 17.12.2011, zu einem Flashmob auf dem Marienplatz aufgerufen. Durch die Landeshauptstadt München wurde im Einvernehmen mit dem Polizeipräsidium München eine Allgemeinverfügung erlassen, welche die angekündigte Aktion untersagt. “

Wer trotzdem mitmachen will, kann noch in eine andere Stadt reisen und sich dort anschließen. Denn München ist bis jetzt die einzige Stadt in der „Stehen“ verboten wurde.

 

Als nächsten Schritt schlägt hier die Redaktion von Steifensand.com vor SITZEN BLEIBEN!

Die Aktion – mit dem coolen Bürodrehstuhl – da kann ich auch mal Tage sitzen bleiben!

 

 

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