Artikel Tags Buerostuhl

Individuelle Sitzergonomie für Frauen und Männer

Interview mit Gernot-M. Steifensand.

Die Anatomie kennt keine Gleichberechtigung der Geschlechter. Was die kleinen Unterschiede im Alltag des sitzenden Menschen ausmachen, darüber sprach Chefredakteur Rolf Albrecht mit dem Hersteller Gernot-M. Steifensand. Hier eine Kurzfassung:

www.ed-pro.de: Herr Steifensand, die ergonomische Familientradition reicht bei Ihnen vom Bandscheibendrehstuhl bis zu den neuen Konzepten für Frauen- und Männer-Stühle. Wie weit reichen die Ideen zurück?

Gernot-M. Steifensand: Die Idee und Notwendigkeit zu individuell passenden Stühlen – und deren Weiterentwicklung jetzt auch zu Frauen- und Männer-Stühlen – reicht schon bis in die Antike zurück. Schon die Königin Nofretete saß ca. 1300 v. Chr. mit einem Rundrücken auf einem Bandscheibensitz, auch Keilsitz genannt. Der Bandscheibendrehstuhl moderner Bauart war die bekannteste Entwicklung aus dem früheren Betrieb meiner Eltern.

www.ed-pro.de: Jedem Menschen seinen Maß-Stuhl zu bauen ist mit wirtschaftlicher Produktion kaum zu vereinbaren. Wie kann man die wichtigsten anatomischen Unterschiede differenziert anbieten (Rundrücken, Hohlkreuz, etc)?

Gernot-M. Steifensand: Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Arbeitsmedizinern und der intensiven Beschäftigung mit der menschlichen Anatomie konnten wir verschiedene Formen von Sitzen und Rückenlehnen entwickeln, welche die anatomischen Unterschiede berücksichtigen. Durch die Kombinationsmöglichkeiten der Baugruppen können wir diese Unterschiede individuell umsetzen.

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Der spezifische Bürodrehstuhl für Männer

Überwärmung der Hoden beim Sitzen:
Manche mögen’s heiß – Spermien nicht.

Wir verbringen etwa die Hälfte des Tages am Arbeitsplatz, Tendenz steigend. Und das fast ausschließlich sitzend. Dennoch sitzen viele auf Bürostühlen, die dieser Dauerbelastung nicht richtig angepasst sind.

Und ganz und gar nicht werden die natürlichen, medizinischen Unterschiede zwischen Mann und Frau beim Sitzen im Büro berücksichtigt.

Kein Wunder, dass inzwischen mehr als 75 % der Berufstätigen unter Rückenbeschwerden leiden. Rückenschmerzen sind auch die Hauptursache für krankheitsbedingte Fehlzeiten.

Was viele jedoch nicht wissen, das Sitzen auf herkömmlichen Bürostühlen kann die männliche Potenz und die Samenqualität nachhaltig schädigen. Und dass die Spermienqualität der Männer in den letzten Jahren dramatisch gesunken ist, ist wissenschaftlich belegt. Deshalb sind auch immer mehr Männer unfruchtbar.

Die Ursachen dafür sind Medizinern längst bekannt. Es ist zum einen die mangelnde Durchblutung und zum anderen die Überwärmung der Hoden. Wenn die optimale Hodentemperatur nur um zwei Grad dauerhaft überschritten wird, kann die Schädigung einsetzen. Und das kann bereits bei zu langem Sitzen auf einem herkömmlichen Bürostuhl passieren.

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Bürodrehstuhl für die Anatomie der Frau

Wieso sitzen Männer und Frauen auf den gleichen Bürostühlen? Fragte sich Gernot-M. Steifensand, der Sohn des Bandscheiben-Drehstuhl-Pioniers F.M. Steifensand. Unabhängig von Größe, Gewicht und den – nicht gerade zu vernachlässigenden – anatomischen Unterschieden? Und das bei 80.000 Stunden, die der Mensch in seinem Arbeitsleben durchschnittlich im Büro verbringt.

Nofretete und die Königin Kauit

Gernot-M. Steifensand stellte überrascht fest: Schon vor 4.000 Jahren war das Problem bekannt. Ägyptische Reliefabbildungen von Königin Nofretete und Königin Kauit zeigen die Herrscherinnen auf Stühlen, die ihrer Anatomie Rechnung tragen:

•  Königin Kauit mit erkennbarem Hohlkreuz
benutzt einen flachen Sitz,

•  Königin Nofretete entlastete Ihren Rundrücken
durch einen Keilsitz,

dessen Wirkungsprinzip gut 3.300 Jahre später bei modernen Bürodrehstühlen zum Einsatz kommt.

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Erster Bürostuhl für Frauen

 

Die Geschichte der Bürositzmöbelfabrik 1 000 Stühle Gernot-M. Steifensand GmbH mit Sitz in Wendelstein begann nach dem Zweiten Weltkrieg, als der Vater des Firmeninhabers, F.-Martin Steifensand, mit Klappstühlen und einfachen Sitzlösungen von Haustür zu Haustür zog, um seine Stühle anzubieten.

 

Seine Hauptkunden waren damals Ärzte und Rechtsanwälte, denen Steifensand auch die Anregung verdankte, über gesundes und bandscheibengerechtes Sitzen nachzudenken und Lösungen für ergonomisch richtiges Sitzverhalten zu finden.

 

Um die von Orthopädenund Bandscheiben-Spezialisten an gesundes Sitzen gestellten Anforderungen zu erfüllen, wurde von Steifensand in den 60er Jahren der erste Bandscheiben-Drehstuhl entwickelt.

 

Link zum Artikel in der Wirtschaft in Mittelfranken

Lady Work Station

Hier in der Redaktion stehen Schreibtische Marke Einheitsmodell. Alle haben den gleichen – egal, ob Mann oder Frau. Bisher war das auch völlig okay.

Aber jetzt hat der Chef der Frau am Freitag eine Pressemeldung gebracht: „Frau tickt anders“ steht da und vorgestellt wird eine „Lady Workstation“ – ein Schreibtisch für Frauen. Nein, viel mehr als das: ein Schreib-Kosmetik-Wellness-Tisch mit Schuhkarton.

Link zum Artikel in der Ostfriesen Zeitung

Zeitung Ostfriesland

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