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Jeder sitzt anders

FACTS 10/2009

Liebe, Lust und Leidenschaft

Liebe zu seinen Mitmenschen, Lust auf verdienten Erfolg und Leidenschaft für seine Arbeit treiben ihn seit Jahren an. Gernot Steifensand, Inhaber und Geschäftsführer der 1000 Stühle Gernot M. Steifensand GmbH in Wendelstein, wird nicht müde, seine Botschaft kundzutun: „Jeder sitzt anders.“

FACTS: Sie sehen die Entwicklung von Bürostühlen als Ihre Berufung. Woher diese Leidenschaft?

Gernot Steifensand: Sie ist mir sozusagen in die Wiege gelegt worden. Mein Vater, der Erfinder und Produzent des ersten sogenannten „Bandscheibendrehstuhls“, war auch der erste Sitzmöbelhersteller der 60er-Jahre, der die Anforderungen der neuen Normen und DIN-Vorschriften der Bundesrepublik Deutschland professionell und in Beratung mit Doktoren und Professoren umgesetzt hat.

FACTS: Seit Sie die Marke SITWELL mit dem bekannten Zukunftsforscher Smola im Jahr 2000 entwickelt haben, lautet Ihre Botschaft „Frauen sitzen anders“. Warum ist das Ihnen so wichtig?

Gernot Steifensand: Frauen bewegen sich, atmen und sitzen anders. Zudem unterscheiden sie sich von Männern biologisch und anatomisch in hohem Maße.

FACTS: Was ist bei der Frauenkollektion besonders und anders?

Gernot Steifensand: Die Frauendrehstuhlkollektion unterscheidet sich durch eine ganze Reihe von technischen Details von herkömmlichen Bürodrehstühlen. Beispielsweise bewirken eine flexible Frauenrückenlehne und ein extra weicher 7-Zonen-Frauensitz mit Taschenfederkern eine bessere Durchblutung der Beine und beugen somit kalten Füßen und Cellulitis vor. Die Frauenkollektion setzt einen von Dr. med. Peter Stehle entwickelten Bandscheibensitz ein, der das weibliche Becken beim sitzen korrigiert und das weibliche Holkreuz in die natürliche S-Form bringt und entlastet. Dies erlaubt, die Ursache von Rücken- und Nackenschmerzen zu bekämpfen und den Bandscheibenschaden vorzubeugen und zu vermeiden.

FACTS: An der Entwicklung Ihrer Bürostühle sind Mediziner beteiligt?

Gernot Steifensand: Alle SITWELL-Sitzlösungen sind unter dem Aspekt des biomechanischen und bioenergetischen Sitzens entwickelt worden und das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit mit Arbeitsmedizinern und Sportwissenschaftlern wie etwa Dr. med. Peter Stehle, Dr. med. Peter Taub und dem Orthopäden und Spezialisten für die Erforschung von Geschlechtsunterschieden Dr. Michael Sababi. Auch der namhafte Dr. med. habil. Theodor Peters hat seiner Zeit viel dazu beigetragen.

FACTS: Das heißt, der medizinische Ansatz ist bei der Herstellung von Sitzlösungen eine Notwendigkeit?

Gernot Steifensand: Absolut. Jährlich entstehen den Unternehmen erhebliche Kosten durch den krankheitsbedingten Ausfall ihrer Mitarbeiter. Ursache Nummer eins sind dabei Rückenleiden. Bedenke man doch, dass der Mensch im Durchschnitt 80.000 Stunden seines Arbeitslebens im Büro verbringt und die meiste Zeit davon im Sitzen. Viele Menschen sitzen dennoch auf DIN- und Einheitsstühlen. Bewegung ist während des Sitzens dann nur in geringem Umfang möglich, die gesund erhaltenden Bewegungsabläufe des Organismus werden weitestgehend ausgeschaltet. Eine weitere verbreitete Krankheitsursache sind Venenprobleme. Darunter leidet jeder achte Mensch in Deutschland. Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer. Und letztendlich berücksichtigen gängige Stühle wesentliche Punkte wie den Körperbau der Menschen nicht. Weder Größenverhältnisse noch die schon erwähnten geschlechtsspezifischen Unterschiede sind für sie ein Thema.

FACTS: Stichwort Geschlechtsunterschiede. Haben Frauen- und Männerstühle doch etwas gemeinsam?

Gernot Steifensand: Beide unterstützen das sogenannte „sensomotorisch-aktivierende“ Sitzen, bei dem kontinuierliche Bewegungsreize alle Muskeln, insbesondere Rumpf-, Rücken-, Schulter- und Armmuskulatur trainieren. Sowohl bei dem Damen- als auch bei dem Männerstuhl ist das Untergestell mit der Pending-Technologie versehen, was ein Sitzgefühl erzeugt ähnlich wie auf einem Gymnastikball – allerdings mit sicherem Halt.

Frühling im Büroalltag

FACTS ADVERTORIAL 5/2008

Fit in den Frühling

Abgeschlagenheit und schlechte Laune sind häufige Frühjahrserscheinungen.
Das beste Rezept: Bewegung. Doch das Büroleben lässt es nicht immer zu.

Um den langen Nächten und dem Sonnenmangel entgegenzukommen, produziert der menschliche Organismus im Winter vermehrt das Hormon Melatonin, das zu einem guten Schlaf verhilft. Doch gerade das wird den meisten von uns im Frühling zum Verhängnis. Der Körper macht schlapp. Abgeschlagenheit und schlechte Laune sind die Folgen.

Eine Rolle spielt dabei auch die Wiederumstellung des Wärmehaushalts im Frühjahr. Der Körper erwärmt sich, sodass sich die Blutgefäße erweitern, was wiederum den Blutdruck sinken lässt. Auch dadurch verbreiten sich Müdigkeit und Ermattung.

Um diesen Umständen ein Ende zu bereiten und die Frühjahrsmüdigkeit zu überwinden, ist es ratsam, sich so oft wie möglich im Freien zu bewegen. Am besten ist es, sich sportlich zu betätigen, was neuen Antrieb gibt und die Mattigkeit besiegt. Es muss nicht direkt Hochleistungssport sein. Spaziergänge an der frischen Luft reichen schon, um den Antriebslosen zu neuem Schwung zu verhelfen.

ZEITAUFWÄNDIG
Bei solchen „Bewegungsprogrammen“ leistet zudem die richtige Ernährung die nötige Unterstützung. Viel Obst und Gemüse wirken Wunder. Und natürlich darf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr nicht fehlen.

Das alles sollte erst einmal helfen, an die gewünschte physische Kondition wieder anzuknüpfen. Doch erfordert es einen Zeitaufwand, den die meisten von uns lediglich am Wochenende aufbringen können.

Wie sieht es aber unter der Woche, während der Bürostunden aus? Denn immerhin verbringen rund 17 Millionen Menschen ihren Arbeitsalltag am Schreibtisch. Beachtlich: Es sind um die 80.000 Stunden, die ein Bürobewohner im Lauf seines Berufslebens „absitzen“ muss.

Und dies ist alles andere als gesund, da Bewegung für den Menschen unverzichtbar ist. Allein der Wechsel zwischen Stehen, Sitzen, Gehen und Liegen kann ihn vor Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und der Wirbelsäule nachhaltig schützen.

GESUNDES SITZEN
Somit besteht der einzige Weg aus dieser „eingesessenen“ Situation darin, mehr Bewegung in den Büroalltag zu bringen. Einige Tipps schaffen etwas Abhilfe. So rät Prof. Dr. T. Peters von der Kommission „Arbeitsmedizin und Systemergonomie“ der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) und des Berufsverbandes der Orthopäden (BVO) dazu, etwa Telefongespräche und kurze Meetings im Stehen zu halten oder die Mittagspause auszunutzen, um an der frischen Luft zu spazieren. Und vor allem: wenn schon sitzen, dann aktiv und dynamisch.

„Gerade beim Sitzen hinter dem Schreibtisch ist körperliche Aktivität zwingend notwendig, um die Bandscheiben mit den nötigen Nährstoffen zu versorgen und um den Haltungsapparat mit einem Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung fit zu halten“, weiß Arzt und Dipl. Sportwissenschaftler Dr. med. Peter Stehle.

In der Tat können enge, harte und nicht geschlechtsgerechte Sitzmöbel schlimme Folgen haben und die Bildung von Blutgerinnseln, so genannten Thromben, verursachen. Erste Anzeichen für eine Thrombose in den Beinen sind mitunter Spannungsgefühle oder Schmerzen im Fuß, in der Wade oder in der Kniekehle. Meist verlaufen diese Thrombosen aber still und werden von den Betroffenen nicht wahrgenommen. „Immerhin ist jede zweite Frau und jeder vierter Mann in Deutschland venenkrank“, warnt Stehle.

Den Ernst der Lage haben die führenden Hersteller von Bürodrehstühlen in Deutschland erkannt und bieten sensomotorische Sitzlösungen an. Diese beugen Thrombosen vor, indem sie einerseits Venenpumpe und -klappen aktivieren und anderseits die Blutzirkulation fördern. „Bei sensomotorischen Stühlen wird der Blutrückfluss angekurbelt und die Nährstoffversorgung der Bandscheiben verbessert“, bestätigt Stehle.

Das von Dr. med. Peter Stehle entwickelte Konzept „Office in Balance“ setzt einen Schwerpunkt auf die präventive Bekämpfung von Krankheiten und trägt somit zur Erhaltung von Vitalität, Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz bei. Eine besondere Rolle spielen dabei sensomotorische Sitzmöbel nach Maß, wie sie beispielsweise die Firma Sitwell anbietet, und das gesunde Sitzen am Arbeitsplatz.

„Leider werden gesundheitskonforme Arbeitsmittel und -bedingungen oftmals nur als Kostenfaktor betrachtet und nicht als Mittel zur Einsparung von Krankheitskosten sowie als Investition in Motivation und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter und somit letztendlich als Produktivitätsfaktor“, bedauert Stehle. Dabei ist es doch einfacher, als es aussieht, fit am Arbeitsplatz zu bleiben. Im Frühling und auch in jeder anderen Jahreszeit.

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