Der Revoluzzer für Dynamik und Lebendigkeit am Arbeitsplatz

 

Dieter Messner auf dem Thron

Pharaonen, Caesaren, Könige, Bischöfe, Päpste und Kaiser haben ihre Autorität in dieser Haltung demonstriert. Sitzen war zu allen Zeiten das Privileg der mächtigen und müßigen Klasse. 

Diese Würdehaltung verriet, dass der Sitzende vornehm war und keine nützliche Arbeit leisten musste. Nach den großen Revolutionen hat das Bürgertum die Majestätshaltung begierig übernommen und zur Norm für alle gemacht.  Auch demokratisch gewählte Präsidenten lassen sich noch gern thronsitzend abbilden!

 

Quod licet Iovi nunc licet bovi.
Der Herrscherthron wird zum Gebrauchsstuhl.
Durch die tiefe Sitzposition auch zur Körperfalle.

In diesen Thronstühlen sitzen wir fest. Arbeiten und Thronen sind aber zwei grundverschiedene Paar Schuhe. Das Arbeiten in Majestätshaltung ist ein vollkommen unsinniger und tragischer gesundheitsschädlicher Brauch.

 

Gelernte SitzpositionAm schlimmsten trifft es die Kinder. Sie möchten sich bewegen und werden beim Schuleintritt zu qualvoller Immobilität gezwungen. Eingeklemmt in Knickmöbel dürfen sie nur zwischen Sitzen und Sitzen wählen. Sie sind verdammt zur Sitzlägerigkeit mit allen ihren Folgen.

In der Schule werden wir alle auf das Dauersitzen geprägt und damit auf eine lange Kette von schlechten Gewohnheiten und Krankheiten programmiert.

Im Büro ist die Situation nicht anders. Die Arbeitenden sind gezwungen, auf Dauer eine äußerst schädliche, dreifach geknickte Arbeitshaltung einzunehmen. Bürostühle imitieren immer noch Königsthrone und werden für alle Rangstufen angeboten. Komfort und Prestige bestimmen das Design.

 

So erzeugen wir Bewegungsarmut mit Millionen Patienten und eine profitable Therapierungsindustrie.
Ja, wir sind Kaiser, aber kranke Kaiser.

Die Bürostuhlindustrie erzeugt zumeist rollende und drehbare Thronsessel, unsere kulturelle Prägung auf die Majestätshaltung ist stärker als die medizinische Vernunft. Ergonomischen Sitzen, dynamischen Lösungen wie die Pending-Mechanik und geschlechterspezifische Lösungen gehen nicht weit genug.

Der Sitzrevoluzzer heisst Prof. Mag. Dieter Messner, geboren 1938 in Wien, Studium der Germanistik und Geschichte in Innsbruck und Wien, College-Instructor in der Schweiz und in den USA, Gymnasiallehrer in Österreich, heute Fachmann für die Ergonomie des Schreibtisch-Arbeitsplatzes, nachdem er sich zwanzig Jahre lang intensiv mit dem Thema „Arbeitshaltung in Büro und Schule“ beschäftigt hat.

 

Arbeitsplatzlösung von Dieter MessnerDie Motivation dafür waren eigene Schmerzen, Symptome und chirurgische Eingriffe, verursacht und „erbrütet“ durch jahrelange überlange Sitzzeiten in der Schule, beim Studium und bei Lektüre und Korrekturarbeiten am Schreibtisch, obwohl er immer „sportlich“ lebte. Dabei hat hat er gelernt, dass Bewegung das wichtigste „Vitamin“ für die menschliche Gesundheit ist und dass der Satz „Sitzen macht krank!“ richtig ist.

Wechselhaltung in Stehhöhe ist Dieter Messner das höchste Ziel. So konzipiert er für Städte und Gemeinden, für Firmen und innovative Projekte weiter gedachte Lösungen. Das oberste Ziel ist die Gestaltung des Arbeitsplatzes, dass den arbeitenden Menschen nicht behindert und immobilisiert und den häufigen Wechsel der Arbeitshaltungen und damit viel Bewegung ermöglicht.

Auf seiner Webseite zeigt er interessante, ergonomische, gesunde und weitergedachte Lösungen zur Vermeidung der Bewegungsarmut.

 

Prof. Mag. Dieter Messner berät Gernot Steifensand bei der Entwicklung neuer Sitzlösungen.
Dieter Messner ist im Aufsichtsrat der SITWELL Steifensand AG.

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