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F.-Martin Steifensand

F.-Martin Steifensand – Der Erfinder, Pionier und Schöpfer vom weltweit ersten Gesundheits- und Bandschieben-Drehstuhl Nr. 1.

Der Vater F.-Martin Steifensand von Gernot-M. Steifensand wurde aus seiner Heimat Pommern 1944 vertrieben und revolutionierte als Bürostuhl-Fabrikant in Wendelstein bei Nürnberg mit dem weltweit ersten Bandscheiben-Drehstuhl die Bürostuhl-Industrie.

Das ganz persönliche F.-Martin Steifensand Markenzeichen ist heute seine Kapitänsmützen. Zu seinen aktiven Zeiten als Bürostuhl- und Sitzmöbelhersteller war F.-Martin Steifensand bekannt für diesen einen prägenden Satz.
….beim Sitzen ist das Beste gerade gut genug.



„Ich orientiere mich am Besten, das es auf der Welt gibt. Auch für den Stuhl, für das Sitzen ist das Beste gerade gut genug“

1990 – Die Story – F.-Martin Steifensnad – Ein deutsches Schicksal: Vertreibung und Flucht aus dem Pommernland. Der dornenreiche Weg vom Flüchtlingskind zum Unternehmer

Einen kurzen, persönlichen Eindruck von F.-Martin Steifensand und seiner Geschichte in Wendelstein sehen Sie in diesem historischen F.-Martin Steifensand Video.

Vom F.-Martin Steifensand Schreiner und Klinkenputzer bis zum Bürostuhl-Fabrikanten in Wendelstein mit internationalem Erfolg ist es ein langer und spannender Weg.

Die Heimat von F.-Martin Steifensand, die Vertreibung von F.-Martin Steifensand und der F.-Martin Steifensand Neuanfang in Wendelstein bei Nürnberg.

Steifensand Muehle Wendelstein 1967

F. Martin Steifensand schreibt in seinem Steifensand Buch – Die Story von F. Martin Steifensand, die lehrreichen und die spannenden Geschichten quer durch alle politischen und wirtschaftlichen Veränderungen.

Im Jahre 1952 gründete der Schreiner F.-Martin Steifensand in Mölln bei Hamburg ein Einzelunternehmen mit dem Fokus auf die Herstellung und Vertrieb von Tee und TV – Wagen, sowie Klappstühle.

F-Martin Steifensand
F-Martin Steifensand

Was hier mit ehrlicher Sprache und schnörkellos berichtet wird, kann sicherlich als beispielhaft gelten für eine ganze Generation, die sich von einem Tag zum anderen auf der Landstraße wiederfindet, ständig in Angst lebend vor den Übergriffen der Russen und Polen, vor Krankheit und Hunger.

Zum anderen ist dieser interessante Lebensbericht auch die Dokumentation eines ganz individuellen Schicksals, die Biographie eines Mannes, der sich mit einer bedrückenden Lebenssituation nicht abfinden will, sondern aus Not eine Tugend machend – sehr schnell unternehmerisch tätig wird und das Handwerk des Geschäftsmannes erlernt.

Der Firmensitz wurde im Jahre 1962 von Mölln in das mittelfränkische Wendelstein bei Nürnberg in die Wassermühle, in die Mühlstraße 25 in Wendelstein bei Nürnberg verlegt.


F.-Martin Steifensand konzentrierte sich auf die Entwicklung, Herstellung von Sitzlösungen, Bürostühle und Sitzmöbel. 1967 war das Jahr der Erfindung vom weltweit ersten Bandscheiben Drehstuhls und zugleich das Geburtsjahr von Gernot-M. Steifensand, seinem einzigen leiblichen Sohn.

F.-Martin Steifensand der Vater von Gernot-M. Steifensand verkauften 1990 das international sehr erfolgreiche Unternehmen mit damals 180 Mitarbeitern und ca. DM 60. Mio. Umsatz an die Skandinavisk Group nach Dänemark.

Die Skandinavisk Group verabschiedete sich ende der 90er Jahre unrühmlich aus dem Markt und gab den Geschäftsbetrieb mit der Herstellung von Bürostühlen in Wendelstein auf.

Gernot-M. Steifensand gründete 1998 nach seinem Studium in Amerika eine neue Bürostuhlfabrik mit dem Ziel die weltweit besten Sitzlösungen und Bürostühle zu entwickeln zu produzieren und zu vermarkten.

Gernot-M. Steifensand baute mit Hilfe seines Vaters F.-Martin Steifensand den Standort in der
Sperbersloherstr. 118 in Wendelstein bei Nürnberg mit viel Mut und Pioniergeist neu auf .

Gernot Steifensand Banscheibendrehstuhl

Der F.-Martin Steifensand und Gernot-M. Steifensand
„Generations-Wechsel“ ist in Wendelstein bei Nürnberg vollzogen.

Kontaktieren Sie Gernot-M. Steifensand und F.-Martin Steifensand unter:

Gernot-M. Steifensand
Sperbersloherstr. 118
90530 Wendelstein bei Nürnberg
Germany / Deutschland
Tel. Nr. 09129-404-0

Von 163 Muskeln werden im Sitzen 100 nicht aktiviert!

Gernot-M. Steifensand: „Wir haben den Bürostuhl in gut hundert Jahren „zu Tode geritten“ und dabei unsere Gesundheit gefährdet. Wir müssen uns jetzt etwas ganz Neues einfallen lassen!“

Lebendige SITWLL ErgonomieBefreiung aus dem Sitzzwang

Das Büro: Herr Steifensand, Sie stellen Sitzmöbel her und behaupten zugleich, dass Sitzen krank macht. Das müssen Sie erklären?  

Gernot-M. Steifensand: Was Sie sagen, ist richtig. Und dazu stehe ich auch. Allerdings stelle ich keineswegs das Sitzen in Frage, sondern nur das ausschließliche Sitzen, das Dauersitzen, das mittlerweile unseren Lebensstil beherrscht. Die neuesten Ergebnisse der medizinischen Sitzforschung haben auch mich derart alarmiert, dass ich eine Reform unserer Sitzgewohnheiten für unausweichlich halte.

Wir Sitzmöbelhersteller tragen hier eine große Verantwortung. Wir haben den Bürostuhl in gut hundert Jahren „zu Tode geritten“ und dabei unsere Gesundheit gefährdet. Wir müssen uns jetzt etwas ganz Neues einfallen lassen! Vor diesem Hintergrund sehe ich den Vorschlag von Herrn Messner, vom Dauersitzen zu einer „Wechselhaltung in Stehhöhe (WHS)“ überzugehen, als Chance für die ganze Branche. Das ist die Haltungsrevolution, hinter der ich auch persönlich stehe (nicht sitze)!

Das Büro: Herr Messner, was verstehen Sie unter „WHS“?  

Dieter Messner: Ich betrachte das Sitzen als eine von vielen möglichen Arbeitshaltungen. Ganz neu ist das Konzept der Wechselhaltung nicht. Im Männerbüro des 19. Jahrhunderts, dem Kontor, wurde fast ausschließlich in Stehhöhe an Pulten gearbeitet. Dazu gab es auch hohe Hocker zum Hochsitzen und sogar Fußschemel. Französisch ‚le bureau’ ist ursprünglich das Stehpult – als Verlängerung der Werkbank war es Teil der Männerwelt.

Die Wechselhaltung in Stehhöhe ist nicht auf das Sitzen fixiert, sondern betrachtet Letzteres als eine von mehreren guten Haltungsmöglichkeiten bei der Arbeit. WHS propagiert den häufigen Wechsel der Haltungen. Wenn ich dazu Lust habe, kann ich sitzen. Ich muss es aber nicht. Ich kann auch stehen, stehsitzen oder halbsitzen und immer wieder wechseln.

Das Büro: Kann man denn bei diesem ständigen Wechsel noch produktiv, also z. B. kontinuierlich, arbeiten?

Dieter Messner: Aber ja! Österreich macht es vor: In den Infozentren aller österreichischen Finanzämter wird z. B. seit 2007 höchst effizient in der Wechselhaltung gearbeitet.

Das Büro: Warum ist WHS dann so wenig verbreitet?

Dieter Messner: Weil wir die Bequemlichkeit lieben und von Kindesbeinen auf diese Haltung geprägt worden sind. Wir lassen uns von Gewohnheiten beherrschen, auch wenn sie falsch und gefährlich sind. Von der biologischen Funktion her gesehen ist der Sitzbrauch schädlicher als der Brauch der weiblichen Genitalverstümmelung. Es ist also höchste Zeit, dass sich die Männer von dieser „Frauenhaltung“ emanzipieren und dass sich auch die weiblichen Bürotätigen vom Sitzzwang emanzipieren!

Das Büro: Warum „Frauenhaltung“?

Dieter Messner: Nun, die Damen marschierten ja erst im Gefolge der Schreibmaschine ins Büro ein. Weibliche Schreibkräfte hatten sich bei Tests als fingerfertiger erwiesen als die männlichen. Mit den neuen Schreibgeräten eroberten Frauen Arbeitsplätze in der sozial gehobenen männlichen Bürowelt. Es wäre damals (um 1880) ein Verstoß gegen den Schicklichkeitscodex gewesen, die Damen im Büro  stehend arbeiten zu lassen. Sie wurden also in wohlanständiger sitzender Haltung vor ihre Schreibgeräte an niedrige Tische gesetzt. Die neuen Büroarbeitsplätze waren ein großer Fortschritt in Richtung Emanzipation der Frauen, allerdings mit üblen Folgen für die männlichen Büroarbeiter. Sie mussten nach dem Vorbild der Damen bald auch im dreifach geknickten Sitz an niedrigen Schreibtischen arbeiten.

Gernot-M. Steifensand: Die Arbeitshaltung im Büro wurde also weiblich ‚genderisiert’. Warum haben sich die Männer denn nicht dagegen gewehrt? War das Sitzen komfortabler?

Dieter Messner: Für die Männer war’s ein tragischer Verlust ihrer Bewegungsfreiheit! Vermutlich haben sie ihre „Entmannung“ gar nicht realisiert. Sie wurden auch nicht gefragt. Für den „Krankheitsgewinn“ durch ihre körperliche Immobilisierung wurden sie auf einer anderen Ebene entschädigt. Sitzarbeitsplätze waren prestigeträchtiger als Steharbeitsplätze. Sitzen signalisiert die Befreiung von schwerer körperlicher Arbeit – man muss sich dabei die Hände nicht schmutzig machen. Wer bei der Arbeit sitzt, hat sozusagen einen besseren Job. Der Beweis seiner Zahlungsfähigkeit ist so eher erbracht als bei einem Stehjob.

Das Büro: Zurück zur Wechselhaltung. Was sind die wesentlichen Vorteile?

Dieter Messner: Im Gegensatz zum Dauersitzen beugt WHS Rückenschmerzen und Bandscheibenvorfällen vor. Und das ist noch nicht alles: auch Fettleibigkeit, Diabetes 2, Bluthochdruck, erhöhtes Sterblichkeitsrisiko, Schlaganfälle, Thrombosen, Arthrosen, Krampfadern, Hodenkrebs und verminderte männliche Fruchtbarkeit werden vermieden. Psychische Folgen wie Apathie und Depressionen werden ebenfalls in Zusammenhang mit langem Sitzen gesehen. 

Das Büro: Ist das bewiesen?

Dieter Messner: Natürlich. Unter anderem belegen die Sitzforschungen von Elin Ekblom-Bak, David Dunstan, Peter Katzmarzyk und Osmo Hänninen den engen Zusammenhang der genannten Symptome und Syndrome mit langen Sitzzeiten. Ihren Ergebnissen zufolge sind die nachhaltigen gesundheitlichen Schäden aufgrund langer Sitzzeiten auch durch Ausgleichssport nicht mehr zu kompensieren.

Gernot-M. Steifensand: Das Sitzen ist deshalb nicht grundsätzlich zu verdammen, richtig?

Dieter Messner: Im Gegenteil! Sitzen ist super – zur Erholung, zur Abwechslung und für nicht zu lange Zeit. Aber doch nicht ewig! Sitzen und Schlafen dienen der Erholung. Wem fiele es ein, Tag und Nacht im Bett zu bleiben, wenn er gesund ist? Auch Stehen ist super, Stehsitzen ist super! Jede Haltung ist prima, aber eben nur für kurze Zeit, sonst wird sie zur Plage. „Embedded office workers“ jedoch sind zum Dauersitzen gezwungen, das ist der Beginn der Tragödie. Vier Stunden am Tag  zu sitzen müssten für einen Sitzberuf reichen, aber auch diese Sitzzeit sollte möglichst oft durch andere Haltungen unterbrochen werden.

Das Büro: Durch welche etwa?

Dieter Messner: Zum Beispiel durch Stehen, Halbsitzen, Stehsitzen, Lümmelstand, Wippstand, Grätschstand, Spagatsitz, durch den Wechsel von Spielbein und Standbein (Ponderation), Gehen auf der Stelle, Erholungssitz, Zehenspitzenstand, Startstand und viele andere, die jeder selbst erfinden kann. Dabei muss die Arbeit nie unterbrochen werden, aber es werden  jeweils verschiedene Muskelpartien aktiviert. Und jeder Wechsel bringt Bewegung in die Szene. Das ist im Sitzen einfach nicht möglich. Vordere, mittlere und hintere Sitzhaltung sind dagegen armselige Optionen. Von 163 Muskeln werden im Sitzen 100 nicht aktiviert!

Das Büro: Halbsitzen, Stehsitzen – das funktioniert doch mit einem herkömmlichen Stuhl gar nicht.

Dieter Messner: Richtig. Nur wenn wir die Arbeitsstation mit Stehtisch und Hochsitz auf  Stehhöhe bringen,  kann abwechselnd im Stehen, im Sitzen, im Stehsitz, im Halbsitz usw. gearbeitet werden. Nur ein Hochsitz ermöglicht diese Freiheit, er ist die beste Drehscheibe für verschiedenste Haltungen. Der niedrige Stuhl hingegen ist eine Bewegungsfessel.

Das Büro: Herr Steifensand, gehören Ihre Stühle nun also alle ins Museum?

Gernot-M. Steifensand: Nein, ganz und gar nicht. Wer weiterhin so sitzen bleiben möchte, wie er es gewöhnt ist, wird unsere Qualitätsstühle weiterhin zum besten Preis kaufen können. Wer aber mit der heutigen Situation unzufrieden ist und unter dem vielen Sitzen leidet, dem werden wir die gesündere neue Lösung anbieten: die Wechselhaltung in Stehhöhe, von der auch ich überzeugt bin, dass sie die beste und modernste Lösung des Sitzproblems darstellt.

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