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MISTER CUBE – Der Männer DIN-Sessel Nr. 1

Männer möchten ergonomisch, gesund und bequem Sitzen. Das Design sollte ansprechendem und modern sein und für mehr Effektivität, Produktivität und Leistungsfähigkeit sorgen.

Der Männer Bürosessel MISTER CUBE aus der Sitzmöbelfabrik SitMate Gernot Steifensand mit ergonomischen Männer DIN-Sitz ist der ergonomische Allrounder mit Charakter, der an jedem Arbeitsplatz gut aussieht. Der MISTER CUBE ist mit allen modernen Funktionen nach DIN- und EU-Norm ausgestattet. Die optimale und besondere Abstimmung von Sitzfläche und Rückenlehne gewährleistet den“Be-Sitzer“ immer eine ergonomische Sitzhaltung.

Gesund sitzen und sich wohlfühlen.


Um den hohen Anforderungen im Berufsleben gerecht zu werden, müssen wir leistungsfähig und gesund sein. Langes Sitzen am Arbeitsplatz bedeutet jedoch eine hohe Belastung der Wirbelsäule und die gesamte Rückenmuskulatur. Bei Rückenschmerzen ist das Beste gerade gut genug.

Das 1 x 1 für gesund sitzen – Was Sie beim Sitzen alles falsch machen können!


1. Fehlende Rückenlehnenabstützung
2. Falsche Schreibtischhöhe
3. ie Lösung für richtiges Sitzen
4. Dynamisches Sitzen
5. Richtiges Sitzen ist Einstellungssache

Ein höhenverstellbarer Sitz-/Stehtisch ist die ideale Ergänzung zu einem ergonomischen Bürodrehstuhl

Richtiges Sitzen – Falsches Sitzen

Die ständige Zunahme längerer, sitzender Tätigkeiten in Verbindung mit allgemeinem Bewegungsmangel führt in steigendem Maße zu Rückenbeschwerden. Mittlerweile leiden rund 80% der Bevölkerung unter Rückenschmerzen. Rund 30% der 35 bis 50 jährigen haben sogar chronische Rückenschmerzen. Die damit einhergehenden Krankheitskosten sind erheblich.

Rückenleiden sind mit der häufigste Grund für Arztbesuche und zählen zu den Hauptgründen für die Bewilligung von Frührenten. Der daraus entstehende volkswirtschaftliche Schaden beträgt für Deutschland jährlich rund 36 Milliarden Euro. Ein Ausfalltag eines Angestellten kostet den Arbeitgeber durchschnittlich 500,- Euro. Diese Kosten sind zudem betriebswirtschaftlich unvernünftig, denn ein ergonomischer Bürodrehstuhl kostet nicht mehr als ein einziger Krankheitstag.

Studien haben ergeben, dass über 70% aller Beschäftigten falsch sitzen. Im Laufe seines Arbeitslebens sitzt der Mensch bis zu 80.000 Stunden. Daraus resultieren immer höhere Sitzbelastungen. Umso wichtiger ist das richtige Sitzen.

Was Sie beim Sitzen alles falsch machen können

Sitzen ist Schwerstarbeit für den Körper. Sitzprobleme entstehen vor allem durch eine falsche Sitzhaltung. Häufig wird die komplette Sitztiefe nicht ausgenutzt oder der Stuhl ist einfach falsch eingestellt. Fehler werden vor allem beim Einstellen der Sitzhöhe, dem richtigen Einstellen der Rückenlehnenabstützung und beim Einstellen der Armlehnen gemacht. Falsches Sitzen belastet die Gesundheit auf vielfältige Weise.

Grundsätzlich gibt es 5 wesentliche Problembereiche:

  1. Hand (Sehnenscheidenentzündung)
  2. Bandscheiben (Belastungen im Lenden- und Halswirbelbereich)
  3. Organe (Beeinträchtigungen für Verdauung, Atmung, Konzentration)
  4. Beine (Druckstellen im Bereich der Beugeseiten und Sitzbeinhöcker, Beeinträchtigungen des Blutkreislaufs, Lymphstau)
  5. Muskulatur (Verspannungen bzw. Erschlaffen der Bauch-, Rücken-, Schulter- und Nacken- sowie der Hüftmuskulatur)

Fehlende Rückenlehnenabstützung

Untersuchungen am Büroarbeitsplatz haben ergeben, dass rund 70 % der Nutzer in der vorderen Sitzposition in der vordersten Sitzposition arbeiten. Auch in diesen Arbeitspositionen ist auf Dauer eine Abstützung des Oberkörpers erforderlich, um keinen Rundrücken zu provozieren und zu starke Belastungen der Bandscheiben zu vermeiden.

Die vier wesentlichen gesundheitlichen Folgen einer fehlenden Rückenlehnenabstützung sind:

Einengung der Verdauungsorgane, Beeinträchtigung der Atmung
Konzentrationsmangel Verspannungen bzw. Erschlaffen der Stützmuskulatur im Rücken und im Bauch und Beeinträchtigung des Blutkreislaufs

Richtiges Sitzen – Falsches Sitzen

Für perfektes, ergonomisches Sitzen müssen Schreibtisch und Bürodrehstuhl richtig aufeinander abgestimmt sein. Schreibtisch und Bürodrehstuhl müssen so eingestellt werden, dass der Winkel zwischen Ober- und Unterschenkel 90 Grad beträgt und die Fußsohlen dabei flach auf dem Boden aufliegen. Eine Sitzneigeverstellung unterstützt das Vermeiden von Druckstellen im Oberschenkelbereich.

Dazu sollen die Unterarme locker auf dem Schreibtisch aufliegen, so dass die Schultermuskulatur entspannt ist. Höhenverstellbare Armlehnen unterstützen die Armauflage und beugen Muskelverspannungen im Schulterbereich vor.

Grundsätzlich sollten immer höheneinstellbare Schreibtische mit einem Verstellbereich von mindestens 680 bis 820 mm eingesetzt werden. Nur so können große und kleine Menschen ihre ideale Sitzposition finden.

Für die vorderste Sitzhaltung ergibt sich jedoch wiederum eine fehlende Rückenlehnenabstützung mit den oben genannten Problemen.

Die Lösung für richtiges Sitzen

Es ist nicht nur wichtig auf was der Mensch sitzt, sondern vor allem wie er sitzt. Denn zu den wesentlichen Erkenntnissen der Ergonomieforschung gehört die paradox anmutende Tatsache, dass Sitzen die Aktivität einer Vielzahl von Muskeln erfordert. Sitzen ist keine Knochenarbeit, sondern die Tätigkeit der menschlichen Haltemuskulatur. Und diese ist nicht bei allen Menschen gleich stark ausgeprägt. Dabei ist vor allem die Rückenmuskulatur für die Aufrichtung der menschlichen Wirbelsäule verantwortlich. Die Wirbelsäule ist in ihrer normalen aufrechten Position sehr gut auf Druck belastbar.

Wird sie allerdings auf Biegung belastet (verursacht durch eine schwache Haltemuskulatur oder durch eine Fehlhaltung) entsteht eine überstarke Belastung der Bandscheiben und Wirbelgelenke. Die Folgen sind akute Schmerzen bis hin zu degenerativen, chronischen Erkrankungen, gerne auch als Bandscheibenvorfall bezeichnet.

Der Rückenmuskulatur kommt also mit ihrer Haltefunktion eine wichtige Aufgabe zu. Leider führen die Sitzbedingungen im normalen Büroalltag mit langen Sitzzeiten zu einer ungesunden Daueranspannung der gesamten Rückenmuskulatur, die auf Dauer zu einer Muskelverhärtung führen kann. Aber auch andere Muskelgruppen sind betroffen. Wer z.B. permanent beim Schreiben an einer PC-Tastatur die Schultern nur um wenige Zentimeter anhebt, wird schon sehr bald Verspannungen im Schulter und Nackenbereich spüren.

Rückenverspannungen haben zur Folge, dass die Muskulatur ihre Stützfunktion der Wirbelsäule auf Dauer nicht mehr erfüllen kann. Die Wirbelsäule wird nicht mehr aufrecht gehalten, der Sitzende verfällt in den sogenannten Rundrücken mit all seinen negativen Begleiterscheinungen (Rückenschmerzen, Verspannungen der Schulter- und Nackenmuskulatur, allgemeine Beeinträchtigungen des Wohlbefindens, Konzentrations- und Verdauungsprobleme).

  1. Dynamisches Sitzen
  2. Hintere Sitzposition
  3. Mittlere Sitzposition
  4. Vordere Sitzposition

Den drohenden Verspannungen der Muskeln kann man durch gesundes Sitzverhalten vorbeugen. Dazu gehören auch Dehnungs- und Beweglichkeitsübungen. Ein wesentliches Element ist dabei das sogenannte dynamische Sitzen.

Dynamisches Sitzen ist der permanente Wechsel der Sitzhaltung aus der mittleren aktiven in die vordere bzw. hintere Sitzhaltung. Dabei sollte die Rückenlehne in jeder Position am Rücken anliegen. Ein ergonomischer Bürodrehstuhl fördert das dynamische Sitzen.

Der Mensch als sitzendes Wesen im Büro benötigt die Sitzdynamik als Ausweg aus muskulären Verkrampfungen und Verspannungen, die bei einer rein statischer Haltung zwangsläufig auftreten.

Es ist folglich ein gesundes Verhältnis zwischen Anspannung und Entspannung der verschiedenen Muskelgruppen anzustreben. Dazu sollte der Bürodrehstuhl alle Sitzhaltungen zulassen und dabei die wechselnden Sitzhaltungen des arbeitenden Menschen unterstützen.

Gendermedizin: Frauen sind anders krank

Gender Seating – Die neue Sitz–Ergonomie für die Frau

Der Begriff Gender wurde 1955 von dem US-amerikanischenschen Forscher John Money eingeführt, um das Fühlen und Verhalten von Menschen zu beschreiben. Der Begriff Gender wird benutzt, um alle jene Dinge zu beschreiben, die eine Person sagt oder tut, um sich selbst auszuweisen als jemand, der oder die den Status als Mann oder Frau hat. – Money, 1955 –

Sitzen ist für den weiblichen Organismus Schwerstarbeit.

Die neue Gender-Ergonomie von der 1000 Stühle STEIFENSAND SITWELL Ergonomie-und Sitzforschung, sowie Gender-Medicine ist die internationale Fachbezeichnung für Humanmedizin unter geschlechtsspezifischen Gesichtspunkten. Neben sozialen und psychologischen Unterschieden liegt der Schwerpunkt vor allem auf den biologischen Unterschieden zwischen Mann und Frau. Gender Seating ist die internationale Fachbezeichnung für das geschlechtsspezifische Sitzen bei Frauen und Männern am Arbeitsplatz.

Frauen –Buerostuehle für Körper, Geist und Seele

Ärzte, Orthopäden und Gesundheitsexperten fordern, stärker auf die unterschiedlichen „Sitz-Bedürfnisse“ der Frauen am Arbeitsplatz einzugehen, weil Frauen im Muskel-Skelett-System anders erkranken und höhere Krankheitskosten verursachen als Männer.

Vielen der „frauenspezifischen“ Bürokrankheiten kann durch ergonomische Frauen-Büro-Drehstühle wirksam vorgebeugt werden. Gesund atmen ist Leben – Über die Atmung versorgen wir den Körper mit Lebensenergie und lösen energetische Blockaden, die unser Lebensgefühl und unsere Lebensfreude am Arbeitsplatz beeinträchtigen. Gernot Steifensand hat zusammen mit führenden Gender-Medicine Experten über viele Jahre Sitzlösungen für Frauen entwickelt, um die biologischen und anatomischen „Sitz-Nachteile“ der Frau im Sitzen auszugleichen.

Bewegungsmangel, Zwangshaltungen und monotone Stereotype führen zu feinmotorischen Störungen und chronischen Erkrankungen des Organismus, besonders betroffen sind die Sehnenscheiden und Muskelansätze. Die Folgen sind Durchblutungsstörungen der Beine, Rückenschmerzen und Nackenschmerzen. Statisches Sitzen und einseitige Beanspruchung der Muskulatur sind Gift für alle Frauen hinter dem Schreibtisch.

Muskeln wollen dynamisch arbeiten. Diese Dynamik ist das Herz und die Venenpumpe, die Krampfadern, Rücken- und Nackenschmerzen vorbeugt und die Verdauung im Sitzen verbessert. Frauen aktivieren beim Gehen und Laufen eine Vielzahl von Muskeln. Diese permanente Bewegung hält die Wirbelsäule und den Bewegungsapparat fit und gesund. Beim Sitzen auf herkömmlichen DIN und Einheitsstühlen werden die gesunderhaltenden Bewegungsabläufe des Organismus weitgehend ausgeschaltet.

Arbeitsmediziner und Gender-Seating Experten haben eine ganz neue Generation von „sensomotorisch-aktivierten“ Sitzlösungen unter der Berücksichtigung des neuen Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) für Frauen entwickelt, um die „frauenspezifischen Sitzkrankheiten“ einzudämmen.

Mit LADYSITWELL® aus der SITWELL STEIFENSAND Bürostuhlfabrik werden durch permanente Bewegungsreize alle Muskeln, insbesondere die Rumpf-, Rücken-, Schulter- und Armmuskulatur trainiert. Diese Muskeln stützen und entlasten die Wirbelsäule. Bandscheiben und Gelenke werden durch die sanften Mikrobewegungen gesund erhalten. Der Stoffwechsel wird dadurch angeregt. Das stärkt die Herz- und Lungenfunktion sowie die Sauerstoffaufnahme in jeder Zelle, wodurch die Leistungsfähigkeit und Ihr Wohlbefinden erhöht werden.

LADYSITWELL® Der Büro-Drehstuhl für die Frau

Medikamentenverträglichkeit, Symptome, Risikofaktoren: In vielen Bereichen der Medizin besteht ein großer Unterschied zwischen Mann und Frau. Das hat auch Konsequenzen für die Therapie. Zur Erkältungszeit haben es Männer doppelt schwer. Neben fiesen Viren werden sie von hämischen Sprüchen verfolgt. „Mein Mann ist multitaskingfähig. Er kann husten und jammern“, lästern Frauen. Oder: „Ein richtiger Mann lässt sich nur krankschreiben, wenn es lebensbedrohlich ist. Zum Beispiel bei Schnupfen.“

Dr. Kyle Sue, Mediziner an der Memo­rial-Universität von Neufundland (Kanada), hatte es satt, ständig als Jammer­lappen hingestellt zu werden. Er suchte nach einschlägigen Studien, durchkämmte Krankenhausstatistiken und kam zu dem Ergebnis: Den Männer-­Schnupfen gibt es wirklich. Bei Grippe müssen Männer öfter in die ­Klinik als Frauen gleichen Alters. Bei Infekten der Atemwege sind sie ebenfalls anfälliger für Komplikationen, berichtet Sue im British Medical Journal.

Frauen haben ein aktiveres Immunsystem

Auch wenn Sues Studie letztlich nicht klären kann, ob verschnupfte Männer vielleicht doch besonders expressiv leiden: Dass sie häufiger und schwerer an Atemwegsinfekten erkranken, ist für Professorin Vera Regitz-Zagrosek nicht überraschend. „Frauen haben das aktivere Immunsystem“, sagt die Leiterin des Instituts für Geschlechterforschung in der Medizin am Berliner Universitätsklinikum Charité. Die Kehrseite: Bei ihnen richtet sich die Abwehr auch häufiger gegen den eigenen Körper. „Drei Viertel der Patienten, die an Autoimmunerkrankungen wie Rheuma oder Multipler Sklerose leiden, sind weiblich“, berichtet Regitz-Zagrosek.

Dass die Biologie keine Gleichberechtigung kennt, zeigt sich nicht nur am Immunsystem. „Bei vielen wichtigen Erkrankungen findet man gravierende Unterschiede zwischen Männern und Frauen“, sagt Regitz-Zagrosek. Die Herzspezialistin ist eine Vorreiterin der Gendermedizin, einer relativ jungen Fachrichtung, die erstmals in den Blick fasst, was eigentlich jeder weiß: Männer und Frauen sind unterschiedlich.
Medikamentenstudien: Frauen wurden oft ausgeschlossen.

Frauen leiden öfter an Nebenwirkungen von Medikamenten

Digoxin ist wohl das drastischste Beispiel dafür, wie unterschiedlich Medikamente wirken können. Das einzige ist es bei Weitem nicht. „Frauen leiden generell öfter an Nebenwirkungen“, sagt Professorin Margarethe Hochleitner. In der Ambulanz des Frauengesundheitszentrums der Uni Innsbruck wird sie täglich mit den Folgen konfrontiert. So führen Mittel gegen Bluthochdruck bei Patientinnen häufiger zu geschwollenen Beinen.

Ursachen dafür, dass Medikamente bei Frauen anders wirken, gibt es viele. So sind diese in der Regel kleiner und wiegen weniger. „Arzneien werden daher oft überdosiert“, erklärt Gen­der-­Spezialistin Hochleitner. „Frauen und Männer unterscheiden sich in jeder Körperzelle“, betont Professorin Sabine Oertelt-Prigione, die an der Radboud-Universität im holländischen Nimwegen den Lehrstuhl für Gendermedizin leitet.  In jeder Zelle stecken Geschlechtschromosomen. „Viele Gene, die für die Immunfunktion wichtig sind, liegen auf dem X-Chromosom“, sagt Oertelt-Prigione.

Frauen atmen anders, weil sie ein biologisch kleineres Herz haben und ein geringeres Herz-Minutenvolumen. Männer atmen durchschnittlich 16 Mal pro Minute (23.000 Mal täglich). Frauen atmen öfter als Männer, durchschnittlich bis zu 22 Mal pro Minute (täglich 30.000 Mal).

Das Frauen-Herz schlägt schneller, weil das Lungenvolumen der Frau kleiner ist als beim Mann. Die Lunge eines Mannes hat ein um 50% größeres Volumen als die Lunge einer Frau.

Der Mythos stimmt – Frauen haben häufiger kalte Füße, weil sie nicht so viele Muskeln in den Beinen und Oberschenkeln haben. Frauen haben ca. 3,6l zirkulierendes Blut (Männer ca. 4,6l) und das Frauenblut ist dünner,
da es 20% weniger rote Blutkörperchen enthält. Venenleiden gehören zu den häufigsten Erkrankungen in Deutschland. Täglich müssen ca. 7.200 Liter Blut einen Höhenunterschied von etwa 1,50 Meter überwinden.

Bestsellerautorin Prof. Dr. rer. nat. Döll – Frauen sind anders krank. Der weibliche Körper funktioniert anders als der männliche, was in der Praxis viel zu wenig Beachtung findet. Frauen brauchen ihre eigene Medizin.
„Gender-Medicine“: Frauen haben ihre medizinischen Besonderheiten. Sie haben einen anderen Stoffwechsel, sind anders gebaut, empfinden Schmerzen anders und sind schließlich auch vielfach durch andere Krankheiten
geplagt als das sogenannte „starke“ Geschlecht.

Frau Prof. Dr. rer. nat. Michaela Döll klärt in ihrem Buch „Der Frauengesundheitscode“ über diese kleinen aber feinen Unterschiede auf und gibt Tipps, was Frau selbst tun kann, um gesund und leistungsfähig zu bleiben. Auch in der Forschung öffnet sich der Blick für Unterschiede – mit überraschenden Ergebnissen. So wies der kanadische Schmerzforscher Jeffrey Mogil nach, dass bei der Arbeit mit Mäusen nicht nur das Geschlecht der Tiere das Ergebnis mitbestimmt – sondern auch das der Forscher. Die Nager zeigten sich weniger schmerz­empfindlich, wenn sie von Männern untersucht wurden. Als Ursache konnte Mogil Pheromone identifizieren. Der männliche Duft setzte die Mäuse unter Stress und dämpfte das Schmerzempfinden. Rauchen, Bauchfett und Stress sind für Frauen gefährlicher.

Inzwischen erscheinen fast alle paar Tage neue Studienergebnisse, die belegen, wie groß der kleine Unterschied ist. Die meisten stammen noch immer aus der Herzmedizin, die als erste Fachrichtung geschlechts­spezi­fi­­sche Aspekte in den Blick fasste. Hier gibt es auch bereits Erfolge.  So blieb ein Herzinfarkt bei Frauen früher oft unerkannt. „An einer großen Klinik sind die Chancen von Frauen und Männern inzwischen gleich gut“, sagt Regitz-Zagrosek.

Doch auch bei anderen Volkskrankheiten wie Diabetes zeigt sich zunehmend, dass Frauen anders krank sind als Männer. So wirkt sich der Risikofaktor Bauchfett bei ihnen stärker aus. Einflüsse wie Rauchen, Feinstaub und Stress schaden ihnen generell mehr. Bei Krebs haben indes männ­liche Patienten die schlechteren Karten. Sie erkranken nicht nur häufiger. „Haben sie den gleichen Tumor, trägt der Mann das höhere Risiko, daran zu sterben“, sagt Hochleitner.

Die große Frage lautet: Warum? Um sie zu beantworten, ist noch viel Forschung nötig – nicht nur zum Wohle der Frauen. So bleiben einige Krankheiten wie Depression oder ­Osteoporose vor allem bei Männern unerkannt. Auch die Hintergründe ­einer Tatsache dürften das starke Geschlecht interessieren: Noch immer leben Frauen im Schnitt fünf Jahre länger als Männer.

Gendermedizin: Worin sich Frauen und Männer unterscheiden.

buerostuhl-thueringenHerz: Stechende Brustschmerzen, die in den Arm ausstrahlen, ein Engegefühl, als würde ein Elefant auf einem stehen: Fast jeder denkt bei solchen Beschwerden an einen Herz­infarkt. Doch dieser kann auch atypisch verlaufen. Bei Frauen kommt das ­deutlich häufiger vor. Ihnen ist dann oft übel, sie sind erschöpft oder haben Schmerzen im Oberbauch. Die Folge: häufige Fehldiagnosen. Die Gendermedizin machte ­erstmals darauf aufmerksam.

Leber: Frauen vertragen weniger Alkohol als ­Männer. Die Ursache ist zum größten Teil die ­Leber. Sie ist bei Frauen nicht nur ­kleiner; auch manche Enzyme sind je nach ­Geschlecht unterschiedlich aktiv. Einen ­Einfluss hat dies auch auf den Abbau von Arzneimitteln. Da Frauen zudem oft kleiner und leichter sind, werden Medikamente bei ihnen eher überdosiert.

Immunsystem: Vor allem in mittleren Lebensjahren haben Frauen das stärkere Immunsystem. Der Nachteil: Sie leiden öfter an Autoimmunerkrankungen.

Hormone: Die Geschlechtshormone sind wesentlich ­daran beteiligt, dass sich Frauen und Männer äußerlich unterscheiden. Ihre Wirkung geht aber viel weiter. Die Botenstoffe beeinflussen unter anderem das Immunsystem, den Stoffwechsel und die Funktion von Organen.

Nieren: Vor allem ältere Frauen haben häufig eine Nierenschwäche. Medikamente bleiben länger im Körper, was zu Überdosierungen führen kann.

Darm: Der weibliche Darm arbeitet meist ­etwas langsamer als der von Männern. Dies wirkt sich nicht nur auf die Auf­nahme von Medikamenten aus. Schäd­­liche Substanzen in der Nahrung haben mehr Zeit, die Darmwand anzugreifen. Männer dagegen erkranken häufiger und früher an End- und Dickdarmkrebs.

Schilddrüse: Frauen erkranken deutlich öfter an der Schilddrüse, etwa an Morbus Basedow oder der Hashimoto-Thyreoiditis.

Fettzellen: Frauen besitzen im Schnitt mehr Fettgewebe und weniger Muskelmasse als Männer. Der Wasseranteil in ihrem Körper ist dagegen geringer.

Knochen: Brüchige Knochen sind nicht nur ein Frauenproblem. Etwa ein Drittel der Männer über 70 Jahre leidet an Osteoporose. Doch dies bleibt oft unerkannt.

 

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