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Der ergonomischer Bürostuhl nach Maß

Endlich rückenschonend, verspannungsfrei & gesund am Schreibtisch im Büro, oder Zuhause arbeiten!

Warum hilft ein Bürostuhl nach Maß und eine Sitzlösung nach Geschlecht aus der SITWELL STEIFENSAND AG dabei gesund, produktiv und ohne Rückenschmerzen sowie unangenehmen Verspannungen zu arbeiten.

Als Büro- und Schreibtischarbeiter sind unangenehme Verspannungen oder gar Schmerzen im Bereich Ihres Rückens, Ihrer Schultern, oder Ihres Nackens sehr wahrscheinlich ein leidlich vertrauter Begleiter Ihres Arbeitsalltags.

Kein Wunder, offenbaren doch immer mehr Forschungsergebnisse, dass es sich beim statischen und passiven Dauersitzen auf einem DIN- und NORM Bürostuhl, um eine der gesundheitsschädlichsten Alltagsgewohnheiten handelt.

Ein bei Spiegel Online erschienener Artikel fasste dieses Dilemma daher in einer prägnanten, zu großer Sorge anregenden Botschaft zusammen: „Sitzen ist das neue Rauchen“

46 % der Deutschen sitzen fünf bis acht Stunden täglich!. Deutschland sitzt zu viel — das hat eine große Bewegungsstudie bewiesen.


Deutschland hat ein Problem: Laut einer großen, repräsentativen Bewegungsstudie sitzen fast die Hälfte aller Deutschen an einem typischen Wochentag fünf bis acht Stunden. Das hat fatale Auswirkungen: Einerseits nehmen Schmerzen und körperliche Beschwerden zu, andererseits sinkt sogar die Lebenserwartung um 20 Prozent bei einer täglichen Sitz-Zeit von mehr als sechs Stunden. Ist Sitzen also das neue Rauchen?

Heißt das also, dass Du als Schreibtischarbeiter zwangsläufig auf ein von Rückenschmerzen, Verspannungen und anderen Krankheiten geplagtes Schicksal zusteuerst?

Wie Du noch sehen wirst, ist das zumindest bei der Arbeit mit einem ergonomischen Bürostuhl nicht der Fall. Doch zunächst solltest Du verstehen, warum das passive Sitzen so schädlich ist, bevor wir Dir zeigen, warum ein ergonomischer Bürostuhl die beste Versicherung gegen ein von Schmerzen und Krankheiten geplagtes Arbeitsleben darstellt.

Willkommen bei 1000-Stühle.de und der SITWELL STEIFENSAND AG  Ihrem Bürostuhl Werks- und Fabrikverkauf in Nürnberg

Warum der menschliche Körper nicht für das passive und statische Sitzen auf einem DIN- und NORM Bürostuhl, der nach EU-Norm produziert wird geschaffen ist. Der menschliche Stütz- und Bewegungsapparat ist zur Erhaltung seiner Funktionalität in evolutionärer Hinsicht auf einen zentralen Aspekt angewiesen: Ein ausreichendes Maß an Bewegung.

Unsere Vorfahren mussten jeden Tag große Distanzen von 30-40 Kilometern zurücklegen, um Nahrung und Rohstoffe sammeln und dadurch ihr Überleben sicherstellen konnten.

Der moderne Mensch verbringt immer mehr Zeit im Sitzen. Rund 9,6 Stunden sind es beim durchschnittlichen Büroarbeiter jeden Tag. 9,6 Stunden, die nicht zuletzt von körperlicher Inaktivität geprägt sind. 9,6 ungesunde Stunden, die auf lange Sicht erwiesenermaßen zu Verspannungen, Rückenschmerzen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes führen können.

Weil das passive Sitzen unweigerlich zu körperlicher Inaktivität führt, die Deinem Organismus auf lange Sicht große Schäden zufügen können. Denn bereits 20 Minuten nach dem hinsetzen beginnen sich die biochemischen Prozesse in Deinem Körper zu verändern. Dein Blutdruck erhöht sich, während zur selben Zeit Dein Stoffwechsel immer mehr auf Sparflamme fährt.

Beim passiven, monotonen und starren Sitzen reduziert sich Ihre Körperspannung und so kommt die Schildkröte und der Rückenbrand zum Vorschein. Dieser Umstand resultiert zwangsläufig in schädlichen Fehl- und Zwangshaltungen, die Dein Risiko für Rückenschmerzen und schmerzhaften Verspannungen deutlich erhöhen.

Die SITWELL STEIFENSAND AG Sitz- und Ergonomie Sitz-Lösung präsentiert sich im Multi-Sitzkonzept und mit der neuen 3D-ErgoSWOP® Sitz-Mechanik für des dynamischen Sitzen als Gegenmittel und Medizin zum passiven Sitzen.

  
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F.-Martin Steifensand & Christel Gomoll

Samstag, 12. März 2022 – 4. Kapitel – DIE STORY – F.-Martin Steifensand – Ein deutsches Schicksal: Vertreibung und Flucht aus dem Pommernland – Der dornenreiche Weg vom Flüchtlingskind zum Unternehmer.

In unserem Dorf Viatrow gab es keine eigene Schule. Alle Kinder der rund 20 Familien, die die acht Häuser bewohnten, mussten sich täglich nach Unterviatrow auf den Weg machen. Das war eine Strecke von 1,2 Kilometern.

Dort gab es die Dorfschule, die auch für uns zuständig war. Doch unsere Eltern wünschten sich nicht, dass wir sie besuchten. Vielleicht fürchteten sie, dass wir dann schlechte Manieren annehmen und uns zu Unbotmäßigkeiten hinreißen lassen würden.

Sie verpflichteten für uns eine Hauslehrerin. Christel Gomoll, so hieß sie, kam aus der 28 Kilometer entfernten Kreisstadt Stolp. Für uns alle, auch für meinen Vater Kurt-Xaver-Martin Steifensand, war sie nur „die Christel“.

Oft waren wir in dem Zimmerchen in der Mansarde, unserem „Klassenzimmer“. Einbauschränke füllten die Schräge des Dachgeschosses. Die Holztüren waren mit der gleichen Tapete bezogen wie die Wände. Wenn man zur Tür hereinkam, stand rechts an der Schmalseite ein Waschtisch. Eine mit Tapete bezogene Kiste, von einem Stoffvorhang abgeschlossen, füllte die schräge Längsseite. Links von der Tür bullerte im Winter ein Kachelofen, dessen Ofenrohr mit Silberbronze angestrichen war.

Daneben verbreitete eine überdimensionales Plüschsofa mit Bettkasten und hoher Rückenlehne, die in eine feine ziselierte Holzumrahmung mündete, die Gemütlichkeit eines Wohnschlafzimmers. Hier konnten Christels Gäste nächtigen. Ganz deutlich in Erinnerung ist mir auch noch ein reich mit Intarsien versehener nussbaumfurnierter Tisch . Er stand recht fest auf einem üppigen gedrechselten Mittelfuß, der in drei geschwungenen Beine auslief. (Christel hatte noch ihre eigenes Stübchen, glich oben an der Treppe.)

Aus dem kleinen viereckigen Fenster hatte man einen Überblick über einen winzigen Innenhof, der noch zum Park gehörte. Man sah die Holzstöße, die Aschenkuhle, den Hühnerhof. Dahinter die Dorfschimiede mit vielen ausrangierten Landwirtschaftsgeräten drumherum. Diese waren durch neue Maschinen ersetzt worden. Der Blick nach rechts schweifte über ein langes Gebäude, worin Hühnerstall, Kohlenschuppen und die landwirtschaftlichen Maschinen-Remise untergebracht waren.

Aus dem Dach des Kohlenschuppens ragte ein Taubenschlag heraus. An den beiden Fluglöchern herrschte reger Flugverkehr. Das Gurren der Tauben hörten wir bis in das Haus hinein.

Unsere Hauslehrerin Cristel Gomoll haben wir, besonders ich F.-Martin Steifensand sehr verehrt, obwohl wir als Kinder nicht immer einsehen konnten, warum wir uns mit Lernen abmühen sollen. Spielen war doch viel schöner und kurzweiliger.

Gernot-M. Steifensand & F.-Martin Steifensand
90530 Wendelstein bei Nürnberg / Deutschland

Telefon: 09129-40679-0
E-Mail: ceo@steifensand.com

Bürostuhl-Forchheim.de

Bürostuhl-Forchheim.de ist einer der führenden Büro- und Objekteinrichter im Großraum Nürnberg und der Spezialist für das ergonomische Sitzen nach Maß und Geschlecht.

Bürostuhl-Forchheim.de ist der digitale Werks- und Fabrikpartner der SITWELL STEIFENSAND AG in Forchheim. Die deutsche Ergonomie- und Sitzmanufaktur bietet Ihnen moderne, ergonomische und kommunikative Arbeitswelten.

Wir sitzen und sitzen, bei der Arbeit, in der Schule, vor dem Fernseher und die meiste Zeit sitzen wir auf Stühlen. Der Stuhl und der Bürostuhl ist unser täglicher Begleiter. Farbe, Form und Design spielen bei der Auswahl eine entscheidende Rolle. Das wichtigste ist jedoch das man ergonomisch, bequem, schmerzfrei und gut sitzt. Ganz sicher finden Sie bei Bürostuhl-Forchheim.de den richtigen Bürostuhl.

In enger Zusammenarbeit mit Orthopäden, Arbeitswissenschaftlern und anspruchsvollen Kunden entwickelt die SITWELL STEIFENSAND AG seit über 20 Jahren Einrichtungskonzepte, die individuell auf die Bedürfnisse und die Anforderungen von Unternehmern und Behörden abgestimmt sind.

Farben, Formen, Materialien und hochwertige Bürostühle und Büromöbel immer wieder neu zu kombinieren und den Gegebenheiten des jeweiligen Projektes ideal anzupassen ist gelebte Philosophie und unser täglicher Antrieb.

Gemeinsam gestalten wir Räume, in denen sich Menschen wohlfühlen und produzieren Bürostühle nach Maß und Geschlecht, die Sie gesund und fit halten.

Beim Gehen und Laufen wird eine Vielzahl von Muskeln fortwährend aktiviert und damit trainiert. Und diese permanente Bewegung hält auch die Wirbelsäule und den Bewegungsapparat fit und gesund.

Beim Sitzen auf herkömmlichen DIN- und NORM Bürostühlen, die nach der EU-Norm meistens in China produziert werden, werden die gesunderhaltenden Bewegungsabläufe des Organismus weitestgehend ausgeschaltet. Die Körperhaltung auf diesen DIN- und Einheitsstühlen ist eher fixiert. Bewegung ist – während des Sitzens – nur in sehr geringem Umfang möglich.

Und das bei 80.000 Stunden, die der Mensch
in seinem Arbeitsleben durchschnittlich im Büro verbringt.
Was tun?

Die SITWELL® Bürostuhl- und Ergonomie-Checkliste des gesunden Sitzens“ im Büro und im Homeoffice, wurde von anerkannten Ergonomie-Wissenschaftlern, Arbeitsmedizin, Sportmedizin und Orthopädie für einen Rücken ohne Schmerz entwickelt.

Diese Bürostuhl- und Ergonomie-Checkliste des gesunden Sitzens“ kann jetzt bei Ihrem SITWELL STEIFENSAND AG Werks- und Fabrikpartner in Forchheim kostenlos angefordert werden.

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SITWELL STEIFENSAND AG

3D-ErgoSWOP Bürostuhl

Das Sitzen auf einem 3D-ErgoSWOP Bürostuhl, Chefsessel, oder Bandscheibendrehstuhl ist gesund und erhält die Leistungsfähigkeit.

Langes statisches Sitzen auf einem DIN- und NORM Bürostuhl kann zu Rückenbeschwerden, Gesäßschmerzen und Konzentrationsproblemen führen.

Deshalb darf ein ergonomischer Bürostuhl nach Maß und Geschlecht die Beweglichkeit des Körpers auf keinen Fall einschränken.

Der Bürostuhl nach Maß und Geschlecht muss möglichst viele verschiedene Sitzpositionen dem „Be-Sitzer“ beim Sitzen ermöglichen können.

Bürostühle aus der SITWELL STEIFENSAND AG sind beweglich und können mit dem Multi-Polsterkonzept perfekt auf das individuelle Sitzbedürfnis angepasst werden.

Die neuen 3D-ErgoSWOP Bürostühle und patentierten Sitzlösungen aus der deutschen Ergonomie- und Sitzmanufaktur beugen Rückenschmerzen und Haltungsschäden vor:

Die 3D-Bürostühle aus der Gernot Steifensand Sitzmanufaktur mit neuer 3D-Synchronmechanik beugen Rückenschmerzen und Verspannungen vor und aktivieren die Rückenmuskulatur.

Der Bandscheibensitz Nr. 94 und Bandscheibensitz Nr. 95 fördern die aufrechte Sitzhaltung und schulen das Gleichgewicht. Die neuen 3D-Bürostühle betreiben eine sensomotorische Beckengymastik im Sitzen und animieren zur Bewegung im Sitzen.

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Die neuen 3D-ErgoSWOP Bürostühle lockern Ihre Muskulatur im Sitzen und damit wird der Teufelskreis der Bewegungsarmut, der zu Verkrampfungen und Verspannungen führt, durchbrochen.

Ein guter 3D-Bürostuhl mit Synchron-Mechanik hat die Bewegungs-Vorteile des Gymnastikballs und darf die Beweglichkeit des Sitzenden nicht einschränken.

Die 3D-ErgoSWOP Sitzmechanik aus dem Hause der SITWELL STEIFENSAND AG ermöglicht leichtgängige Beweglichkeit in alle Richtungen. Das aktiviert die Muskulatur spielend und beugt Rückenschmerzen vor. So sitzen Bandscheibengerecht und richtig gesund.


Die Bürostühle, Drehstühle und Chefsessel werden im Werk Wendelstein in Handarbeit gefertigt und bei Bedarf an Kundenbedürfnisse und Körpermaße angepasst. Das ermöglicht passgenaues Sitzen nach Maß und Geschlecht, damit Sie genau richtig sitzen.

Lebendige Heimat – Viatrow 1936

19.02.2022 – 3. Kapitel – DIE STORY – F.-Martin Steifensand – Ein deutsches Schicksal: Vertreibung und Flucht aus dem Pommernland – Der dornenreiche Weg vom Flüchtlingskind zum Unternehmer.

Über 40 Jahre sind in das Land gegangen. Viatrow – das ist doch eigentlich nur noch Erinnerung. Weit, weit zurück liegen jene Eindrücke, die sich aber tief in das Gedächtnis eingegraben haben. Dabei standen mir nur genau elf Jahre zur Verfügung. Erlebnisse zu registrieren. Einige davon, in den ersten Kinderjahren, waren noch ohne das Bewusstsein für prägende Erinnerungen.

Und dennoch: Wenn ich die Augen schließe, dann entsteht heute noch ganz scharf und konturenreich vor mir das Bild unserer Heimat, ihrer Häuser, ihrer Landschaft und vor allem ihrer Menschen. Mitten in den gepflegten Parkanlagen erheben sich die Herrenhäuser, die sich in den Teichen spiegeln und auf deren weiße Wände die dicken alten Linden und knorrigen Eichen im Sonnenschein Schattenrisse zeichnen.

Rotbuchen, Holunderbüsche und Hecken bilden verträumte, lauschige Winkel; Rosen- und Tulpenbeete säumen, blühende je nach Jahreszeit, die Wege zu den Parks. Wie das in Pommern damals so selbstverständlich war, blühte im Sommer ein großes Rondell vor jedem Herrenhaus.

Um in das Gutshaus von Kurt Xaver Martin Steifensand 
zu gelangen, gab es drei Möglichkeiten.

Direkt vom Park aus durch den Haupteingang, den man über ein paar Stufen erreichte. Man gelangte sofort in einen großen Raum, mit Stühlen, den wir „die Halle“ nannten.

Dieser riesige Raum bildete den Mitteltrakt, der das ganze Haus querte. Auf der gegenüberliegenden Seite erreichte man die Glasveranda, einen Vorbau, durch den man über eine von dicken Mauern gesäumte Treppe das Haus wieder verlassen konnte.

Wenn die dicke Buschhecke vor dem Haus nicht einen großen Teil der Sicht versperrt hätte, dann wäre von hier aus ein Rundblick auf den Hof mit all seinen Speichern, Scheunen, Wagenremisen, Gutsstallungen und Leuteställen sowie auf den Dorfteich möglich gewesen.

An der nördlichen Schmalseite des Herrenhauses führte ein Eingang direkt in die untere Etage. In diesem Souterrain befanden sich die Haushaltsräume sowie die Zimmer der Bediensteten. Von Mariechen, der Mamsell, von Zimmermädchen Irmchen und Gärtner und Chauffeur war, wird später noch eine Rede sein. Auch von der Hühner-Berta, die allgemein Hauna Bart gerufen wurde.

Von diesem Eingang, den auch wir Kinder benutzten, erstreckte sich unser Spielbereich. Ein weißer Zaun, dessen Latten und Querstreben von Steinpfeilen getragen wurde, begrenzte den Außenhof mit den Holzstaken, den Hühnerställen, der Aschenkuhle usw. Dort angelehnt an den Zaun hatte man kleine Karnickelställe gebaut, in denen die Häschen unserer Schwestern heranwuchsen. Oftmals lagen wir auf dem Dach dieser Ställe und aalten uns in der Sonne.

Das ganze Jahr über begleitete und das werden und vergehen eines gewaltigen Baumes, einer wundschönen gewachsenen Kastanie. Wie ein Wunder erschien es uns, wenn nach einem frostigen Winter, der an manchen Tagen dicken Raureif an die Äste gezaubert hatte, im Frühling zuerst die klebrige Knospen hervorlugten, die wir so gerne berührten. Kurzdarauf hatte der Baum dann seine zartrosa Blütenkerzen aufgesteckt.

Es Es wurde schon Herbst, wenn der Wind die Früchte vom Baum schüttelte, die beim Aufprall auf den Boden auseinander platzten und die Kastanien über den Hof hüpften ließen. Wir haben sie meist alle liebevoll aufgesammelt, diese sauberen, glatten Kugeln, die leider schon nach wenigen Tagen zum schrumpfen begannen, dabei ihre schöne Form und Farbe einbüßend.

Für uns Kinder hatte man in einem der starken Äste eine Schaukel angebracht, auf der wir uns hoch und immer höher zu schwingen trauten. Den mächtigen Baum zu erklettern, war gar nicht so einfach. Er war viel zu dick, und im unterem Bereich des Stammes gab es keine Äste, an denen man sich hätte hochangeln können. Wir beiden kleinen Jungs staunten da über unsere viel größeren Schwestern die geradezu artistische Begabung an den Tag legten, um in die Krone des Baumes zu gelangen.

Im Garten von Viatrow 1936. Von links F.-Martin Steifensand, Hati Steifensand, Laurette Steifensand, Dietel Steifensand, York Steifensand. Das Wollknäuel auf dem Schoß der Mädchen ist Mohrchen.

Wiatrowo (deutsch Viatrow, 1938–45 Steinfurtkaschubisch Wiatrowò) ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Pommern und gehört zur Landgemeinde Damnica (Hebrondamnitz) im Powiat Słupski (Kreis Stolp).

Die Schwestern, Laurette Steifensand, Dietel Steifensand und Hati Steifensand krabbelten auf einen Steinpfeiler des Zaunes, schwangen sich in waghalsigen Sprung mit hoch erhobenen Armen zum nächst erreichbaren Ast, und mit einem geradezu bewundernswerten Schwungaufzug erklommen sie das untere Astwerk.

Von da aus war es für sie dann keine Anstrengung mehr, bis in den obersten Wipfel zu steigen. Voller Neid schauten wir zu ihnen hinauf. Erste Jahre später bekamen auch wir Jungs den Bogen raus, und von da an hatte die gutmütige Kastanie keine Ruhe mehr von uns und den Dorfkindern, die zum Spielen zu uns kamen. Wenn wir nicht gerade Lust zum Klettern hatten, bauten wir auf einem großen Sandhaufen mächtige Ritterburgen, oder Rutschbahnen, auf denen wir Kugeln durch die Serpentinen rollen ließen.

Von diesem Spielhaus aus führte ein Grabenweg zum Eiskeller. Hier hatte man im Winter Eis von den Teichen eigeschaufelt, das man im Sommer zum Kühlen der Speisen und Getränke in den Eisschrank brauchte. Dieser Keller war mit einem dicken Vorhängeschloss für uns Kinder gesichert. Doch immer wieder war es erregend, wenn wir im Sommer beim Eis holen ein Blick in diesen Eispalast werfen konnten. Doch die Tür wurde immer nur für wenige Sekunden geöffnet.

Ein Stück weiter, dem Graben entlang, hatte ich eine Höhle gebaut. Hier haben wir mit den Dorfkindern oftmals Versteck gespielt. Wir ahnten damals nicht, dass dieser Unterschlupf in der letzten Phase des Krieges unserer Schwester Dietel Steifensand, die als einzige noch in Viatrow geblieben war, ein sicheres Versteck bieten würde. Wenn die Russen in der Nacht durch die Gegend zogen, um nach Frauen und Mädchen für ihre Vergewaltigungstouren zu suchen, fand Dietel Steifensand dort Sicherheit.

Wir Steifensand`s, waren gewiss keine Kinder von Traurigkeit. Im Gegenteil. Zu gegebener Zeit wurde entsprechend dem Anlass auch froh gefeiert. Als unsere Schwestern noch alle zu Hause waren, erlebten wir auf der Seite der großen Veranda, zwischen dem Haus und einer großen Tanne, alljährlich ein „Schützenfest“.

Für Organisation und Durchführung zeichneten unsere Schwestern Verantwortung. Sie sorgten für den Aufbau der Buden und deren Ausstattung mit Spielgeräten und Verkaufstischen. Das Schützenfest wurde zu einem sehr lebendigen Fest der Spiele, woran wir Kinder aus unserem Freundeskreis teilnahmen.

Noch gut in Erinnerung sind mir jene „Attraktionen“, die wir damals als solche ansahen: Sackhüpfen, Eierlaufen, Würfeln, usw. Auch Kunststücke auf dem Fahrrad fanden viel Beifall. Absoluter Höhepunkt war das Reiten auf unserem Pony. Natürlich musste jeder, der dieses Vergnügen in Anspruch nehmen wollte, einen Obolus entrichten. Allerdings nicht in klingenden Münzen, sondern in Form von Rosenblättern, die wir als Währung eingeführt hatten.

Dieses Zahlungsmittel wurde auch angenommen für die Fruchtsäfte und die Brause, die wir in riesigen Mengen – Kinder haben immer Durst – durch unsere Kinderkehlen rinnen ließen. Wenn ich an diese Feste zurückdenke, höre ich noch in Gedanken das Kläffen unseres Jagdhundes, der aus einem Zwinger zuschaute und gerne vom Streuselkuchen und den Würstchen naschte, die wir ihm über den Zaun warfen.

Wiatrowo liegt in Hinterpommern, etwa neun Kilometer nördlich von Damnica (Hebrondamnitz) am linken Ufer der Lupow (polnisch: Łupawa). Bis zur südwestlich liegenden Kreisstadt Słupsk (Stolp) sind es 26 Kilometer. Über eine Stichstraße ist das Dorf mit der von Będziechowo (Bandsechow) nach Damno (Dammen) und Potęgowo (Pottangow) führende Nebenstraße verbunden. Die nächste Bahnstation ist Damnica an der Bahnstrecke von Stargard in Pommern nach Danzig.

Namensformen sind: Vatrow (1274), Vetrowe (1283), Viattro (1426), Viatrow (bis 1937), Steinfurt (1938–45) und ab 1945 Wiatrowo. Die deutsche Bezeichnung Viatrow kommt nur hier vor, der polnische Name Wiatrowo erscheint noch einmal in der Woiwodschaft Großpolen.

Gernot-M. Steifensand & F.-Martin Steifensand
90530 Wendelstein bei Nürnberg / Deutschland

Telefon: 09129-40679-0
E-Mail: ceo@steifensand.com

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