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Gender Seating: Der kleine Unterschied …

… ist mitunter doch ein großer in der geschlechterspezifischen Medizin stehen die anatomischen und biologischen Unterschiede von Mann und Frau im Mittelpunkt.

FACTS – Das „Gender-Seating“-Sitzkonzept soll ihren unterschiedlichen Sitzbedürfnissen Rechnung tragen.

Die Unterschiede ziehen sich durch alle anatomischen und biologischen Bereiche: Frauen erkranken im Kreislaufsystem und Verdauungssystem anders als Männer, sie atmen vier- bis sechsmal häufiger in der Minute, ihr Herz schlägt schneller und – der Mythos stimmt − Frauen haben häufiger kalte Füße, weil sie nicht so viele Muskeln in den Beinen und Oberschenkeln haben.

Die Gender-Medizin berücksichtigt diese Unterschiede zum Beispiel für die Wirkungsweise von Medikamenten, im Gesundheitsbewusstsein allgemein oder in der Therapie. Mit dem Thema beschäftigt sich auch Dr. Michaela Döll, Autorin des Buchs „Der Frauengesundheitscode“. Darin beschreibt sie zum Beispiel nicht nur, dass Frauen eine andere Medizin benötigen, sondern auch, dass vielen frauenspezifischen Krankheiten durch „frauenfreundliche“ Lebensmittel vorgebeugt werden kann.

Lesen Sie auch hierzu den praxisnahen Ratgeber von Dr. Michaela Döll. Dieser entspricht den neuesten Erkenntnissen der medizinischen Forschung. Er wendet sich an Therapeutinnen, Therapeuten und – da gut verständlich – auch an interessierte Laien.

Dr. Döll - der Frauen Gesundheits Code

Der Frauengesundheitscode

Dr. Michaela Döll
Herbig Verlag
176 Seiten, farbig bebildert

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Der Frauengesundheitscode: Typische Beschwerden und die beste Art, sie zu verhindern

Mit einem daraus resultierenden Gebiet beschäftigt sich Gernot Steifensand in Wendelstein: dem „Gender-Seating“. Denn Frauen sitzen auch anders als Männer − aufgrund der weiblichen Beckenform mit einem stärker nach vorne gedrehten Becken, mit weniger lumbaler Biegung und geringerer Rumpfbeugung. Langes bewegungsloses Sitzen kann zu einem höheren Druck in den Venen führen, der durch die inaktive Muskel-Venen-Pumpe nicht abgebaut werden kann. Das Blut wird nicht mehr richtig zurück transportiert und kann sich in den Beinen stauen. Frauen neigen aufgrund ihrer höheren und flacheren Beckenform zudem eher zum Hohlkreuz und benötigen im Sitzen somit eine andere Beckenkorrektur und Beckenstütze als Männer.

DIE ANATOMIE BEACHTEN
Das Problem: Die nach DIN-Normen hergestellten Bürostühle werden den tatsächlichen Körpermaßen der Frau oft nicht gerecht. „Zurecht wird in verschiedenen Fachkreisen über eine Frauen-Drehstuhl- Norm (DFN) diskutiert, die präventiv stärker auf die Geschlechtsunterschiede beim Sitzen eingehen soll“, erklärt Gernot Steifensand.

Die den Besonderheiten der Frau entsprechenden Stühle sollen zum Beispiel eine bessere Atmung und Blutzirkulation ermöglichen und sich aufgrund eines besseren Sitzgefühls positiv auf Wohlbefinden und Produktivität auswirken.

„Vielen frauenspezifischen Krankheiten kann durch geeignete frauenfreundliche Bürostühle wirksam vorgebeugt und sie können therapeutisch behandelt werden“, sagt Gernot Steifensand. „Die Dame im Büro sollte beim Sitzen am Arbeitsplatz somit auf die biologischen und anatomischen Merkmale des weiblichen Körperbaus achten. Experten gehen davon aus, dass sich frauenspezifische Probleme wie kalte Füße und Bindegewebserkrankungen auf diese Weise weitgehend vermeiden lassen.“

ACHTUNG LADYS:
Der Lady Chair soll kalten Füßen und Bindegewebserkrankungen vorbeugen. Er ist speziell für die Anatomie der Frau konzipiert.

Der Lady Chair berücksichtigt diese geschlechtsspezifischen Besonderheiten. Mit seiner geraden und verkürzten Sitzfläche und der besonders weichen Sitzvorderkante soll er eine bessere Durchblutung der Beine fördern und somit Cellulite vorbeugen. Die flexible Rückenlehne mit integrierter Lordosenstütze stützt vor allem den zweiten und dritten Lendenwirbel, was dem sensibleren Rücken der Frau besonders zugutekommen soll.

Darüber hinaus sind durch die 3-D-Sitwell-Technik Rückenlehne und Sitzfläche frei beweglich: Durch diesen „Gymnastikballeffekt“ bleibt der Körper stets in Bewegung. Das Ergebnis: Das bei Frauen von Natur aus schwächere Bindegewebe wird gestärkt, die Atmung verbessert, die Durchblutung gefördert und die Wirbelsäule entlastet.

„Auffallend bei diesem der Frau gewidmeten Stuhl ist die bequeme Luftkissenpolsterung, was längst nicht heißt, frau könne wie im Fernsehsessel herumlümmeln. Denn automatisch nimmt sie eine richtige Sitzhaltung ein, die von der ebenfalls großzügig gepolsterten Rückenlehne unterstützt wird“, erklärt Gernot Steifensand. „Frauenspezifischen Problemen wie kalten Füßen und Bindegewebserkrankungen kann der Lady Chair ein Ende bereiten.“

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Die Geschichte von F. Martin Steifensand

Seine Heimat Pommern, die Vertreibung und der Neuanfang. Vom Schreiner, Klinkenputzer bis zum Bürostuhl-Fabrikanten mit internationalem Erfolg ist es ein langer und spannender Weg.

Das ganz persönliche Markenzeichen von
F.-Martin Steifensand war immer …just sit well und beim Sitzen ist das Beste gerade gut genug.

Einen kurzen, persönlichen Eindruck von F.-Martin Steifensand und seiner Geschichte sehen Sie in diesem Video:

F. Martin Steifensand schreibt in seinem Buch – Die Storry von F. Martin Steifensand, die lehrreichen und die spannenden Geschichten quer durch alle politischen und wirtschaftlichen Veränderungen.

F. Martin Steifensand schreibt in seinem Buch die lehrreiche und spannende Geschichte quer durch alle politischen und wirtschaftlichen Veränderungen. Seine Heimat, die Vertreibung und der Neuanfang. Vom Schreiner, Klinkenputzer bis zum Bürostuhl-Fabrikanten mit internationalem Erfolg ist es ein langer und spannender Weg.

Was hier mit ehrlicher Sprache und schnörkellos berichtet wird, kann sicherlich als beispielhaft gelten für eine ganze Generation, die sich von einem Tag zum anderen auf der Landstraße wiederfindet, ständig in Angst lebend vor den Übergriffen der Russen und Polen, vor Krankheit und Hunger.

Zum anderen ist dieser interessante Lebensbericht auch die Dokumentation eines ganz individuellen Schicksals, die Biographie eines Mannes, der sich mit einer bedrückenden Lebenssituation nicht abfinden will, sondern aus Not eine Tugend machend – sehr schnell unternehmerisch tätig wird und das Handwerk des Geschäftsmannes erlernt.

Dabei kann es in den wirren Nachkriegszeiten nicht immer ganz lupenrein solide zugehen, was der Lektüre ebenso informative wie vergnügliche Akzente verleiht.

Eine Familienstory von F.-Martin Steifensand mit dem exemplarischen Charakter.

F. Martin Steifensand zeichnet seinen beschwerlichen Weg vom heimatlosen halbwüchsigen zum erfolgreichen Möbelfabrikanten nach.

Mit Mut, Findigkeit und Fleiß behauptet sich ein Unternehmer, der aus dem Nichts ein Imperium schuf. Auch nach Jahrzehnten kehr er in Gedanken zurück nach Pommern, aufs elterliche Gut.

Die Entwicklung des weltweit ersten Bandscheibendrehstuhls und die Gesundheit im Berufsleben, die Ergonomie,  sind seine berufliche Lebensaufgabe – dieser widmet er sich als engagierter Berater und Ergonomie-Experte für seinen Sohn Gernot Steifensand noch heute.

Gernot Steifensand lebt die Tradition mit seinen individuellen und ergonomischen Bürodrehstühlen nach Maß für Frauen LADYSITWELL® und Männer MISTERSITWELL® mit der Marken SITWELL weiter.

Lesen sie die persönliche und unterhaltsame Lebensgeschichte von
F.-Martin Steifensand, eines Lebenskünstlers und erfahrenen Individualisten. Oft lernt man mehr aus diesen Erfahrungen und der Historie als in der Schule.

Erfolg im Sitzen – 1 000 Stühle Gernot-M. Steifensand

Über das gesunde Sitzen ist alles gesagt?

Weit gefehlt, sagt Bürodrehstuhl-Fabrikant Gernot-M. Steifensand. Sein in Wendelstein bei Nürnberg in Bayern ansässiges Unternehmen „1 000 Stühle“ ist für Überraschungen gut – zuletzt im Jahr 2004, als die neue Männerstuhl-Linie „Mister Sitwell“ mit eingebauter Hodenkühlung frischen Wind auf den Markt der normierten Bürodrehstühle brachte.

Das passende Gegenstück, die Kollektion „Lady Sitwell“ mit einer Venen schonenden Sitzauflage speziell für Frauen, gibt es schon einige Jahre länger.

IHK Nürnberg für Mittelfranken – Hauptmarkt 25/27 – 90331 Nürnberg

SITWELL STEIFENSAND AG

Sperbersloher Str. 124
90530 Wendelstein
Germany


Telefon: 09129-40679-0
Fax: 09129-270641
Website:

 www.1000-stuehle.de
E-Mail: info@1000-stuehle.de

Mister Sitwell – Der neue Bürostuhl für Männer

Überwärmung der Hoden beim Sitzen: Manche mögen’s heiß – Spermien nicht.

Wir verbringen etwa die Hälfte des Tages am Arbeitsplatz, Tendenz steigend. Und das fast ausschließlich sitzend. Dennoch sitzen viele auf Bürostühlen, die dieser Dauerbelastung nicht richtig angepasst sind.

Und ganz und gar nicht werden die natürlichen, medizinischen Unterschiede zwischen Mann und Frau beim Sitzen im Büro berücksichtigt.

Kein Wunder, dass inzwischen mehr als 75 % der Berufstätigen unter Rückenbeschwerden leiden. Rückenschmerzen sind auch die Hauptursache für krankheitsbedingte Fehlzeiten.

Was viele jedoch nicht wissen, das Sitzen auf herkömmlichen Bürostühlen kann die männliche Potenz und die Samenqualität nachhaltig schädigen. Und dass die Spermienqualität der Männer in den letzten Jahren dramatisch gesunken ist, ist wissenschaftlich belegt. Deshalb sind auch immer mehr Männer unfruchtbar.

Bürostühle und Chefsessel gehen auf den Sack. Die Ursachen dafür sind Medizinern längst bekannt. Es ist zum einen die mangelnde Durchblutung und zum anderen die Überwärmung der Hoden. Wenn die optimale Hodentemperatur nur um zwei Grad dauerhaft überschritten wird, kann die Schädigung einsetzen. Und das kann bereits bei zu langem Sitzen auf einem herkömmlichen Bürostuhl passieren.

Gernot Steifensand, der Sohn des bekannten Bandscheiben-Drehstuhl-Pioniers F.M. Steifensand beschäftigt sich seit Jahren mit der Problematik des Sitzens im Büro. Beobachtungen in der Praxis sowie eine ganze Reihe medizinischer Erkenntnisse führten zur Entwicklung einer neuen Generation von Bürodrehstühlen, bei denen das gesunde und angenehme Sitzgefühl im Vordergrund steht und die unterschiedlichen Bedürfnisse von Männern und Frauen berücksichtigt werden.

Mit Lady Sitwell präsentierte Gernot Steifensand den ersten Bürodrehstuhl für Frauen, der international für Furore sorgte.

Mister Sitwell von Gernot-M.-Steifensand - Der ergonomische Männerstuhl Nr. 1Mister Sitwell der patentierte Bürodrehstuhl für fitte Männer ist auf die männliche Anatomie abgestimmt. Der neue Bürostuhl für den Mann unterscheidet sich durch eine Reihe einfacher und wirkungsvoller Details von herkömmlichen Bürodrehstühlen.

Die hodenfreundliche Sitzfläche ist etwas verkürzt und hat eine Vertiefung, die von der Rückenlehne bis nach vorne reicht. Dadurch wird der Hodenbereich gut durchlüftet und bleiben angemessen kühl. Eine ausgeklügelte Polsterung verstärkt zusätzlich diesen Kühleffekt.

Die Bürostuhl Rückenlehne mit Lordosenstütze ist flexibel und höhenverstellbar und berücksichtigt, dass der Männerrücken muskulöser ist. Auf diese Weise wird Bandscheibenvorfall und Rückenbrand vorgebeugt.

Und nicht zuletzt ist in diesen Bürostühlen ein System für dynamisches Sitzen eingebaut, das Muskeln und Wirbelsäule ständig in feiner Mikrobewegung hält und auch die Hoden optimal mit Blut und Sauerstoff versorgt. Dieser Hip-Move-Effekt leistet einen aktiven Beitrag zur Erhaltung von Potenz und Zeugungskraft

Lebendige Ergonomie ⭐ SITWELL G. STEIFENSAND befreit aus dem starren und permanenten DIN- und Einheits-Sitzzwang

In unserer vorangegangenen Ausgabe konnten Sie Näheres über die Initiative STEIFENSAND G. SITWELL Ergonomie und das neue Living Ergonomics erfahren. Um ein neues Verständnis von Ergonomie bemühen sich noch weitere Experten und Hersteller.

Das Büro im Gespräch mit Gernot-M. Steifensand, Geschäftsführer der Sitwell Gernot Steifensand AG, und Prof. Mag. Dieter Messner, Ergonomie-Experte und Aufsichtsrat dieses Unternehmens.

Wir haben den DIN-Bürostuhl bzw. Einheitssitz in gut hundert Jahren „zu Tode geritten“ und dabei unsere Gesundheit gefährdet. Wir müssen uns jetzt etwas ganz Neues einfallen lassen!“

Das Büro: Herr Steifensand, Sie stellen 1000 Stühle und ergonomische Sitzmöbel her und behaupten zugleich, dass Sitzen krank macht. Das müssen Sie erklären.


Gernot-M. Steifensand: Was Sie sagen, ist richtig. Allerdings stelle ich keineswegs das Sitzen in Frage, sondern nur das ausschließliche Sitzen nach DIN bzw. auf Einheitsstühlen. Denn dieses führt zu Bewegungsmangel und Zwangshaltungen, die feinmotorische Störungen und chronische Erkrankungen nach sich ziehen können.

In Bezug auf die neuesten Ergebnisse der medizinischen Sitzforschung halte ich eine Reform unserer Sitzgewohnheiten für unausweichlich. Wir Sitzmöbelhersteller tragen hier eine große Verantwortung. Wir haben den DIN- bzw. Einheitssitz in gut hundert Jahren „zu Tode geritten“ und dabei unsere Gesundheit gefährdet. Wir müssen uns jetzt etwas ganz Neues einfallen lassen!

Das Büro: In welche Richtung denken Sie?

Gernot-M. Steifensand: Zunächst einmal ist Aufklärung gefragt: Arbeitnehmer und Arbeitgeber sollten wissen, dass es heute drei gesund erhaltende Sitz-Alternativen gibt:


1) Ergonomische und orthopädische Bürostühle ➤ Sitzen nach Maß (konfektioniertes Sitzen von XS bis XL)

2) Gender-Ergonomie & Gender-Sitzlösungen ➤ Sitzen nach Geschlecht (Mann und Frau).

3) Sitzalternativen ➤ High und Low Sitzen (WHS bzw. Tief- und Hochsitzen).


Vor diesem Hintergrund sehe ich das WHS-Konzept von Herrn Prof. Mag. Messner als eine große Chance für die ganze Branche. Das ist die Haltungsrevolution, hinter der ich auch persönlich stehe (nicht sitze)!


Das Büro: Herr Messner, was verstehen Sie denn unter „WHS“?

Dieter Messner: WHS steht für „Wechselhaltung in Stehhöhe“. Ganz neu ist dieses Konzept nicht. Im Männerbüro des 19. Jahrhunderts, dem Kontor, wurde z. B. fast ausschließlich in Stehhöhe an Pulten gearbeitet. Dazu gab es auch hohe Hocker zum Hochsitzen und sogar Fußschemel. Französisch ‚le bureau’ ist ursprünglich das Stehpult – als Verlängerung der Werkbank war es Teil der Männerwelt.

Von 163 Muskeln werden im Sitzen 100 Muskeln nicht aktiviert!“

Die WHS ist nicht auf das Sitzen fixiert, sondern betrachtet Letzteres als eine von mehreren guten Haltungsmöglichkeiten bei der Arbeit. Sie propagiert den häufigen Wechsel der Haltungen. Wenn ich dazu Lust habe, kann ich sitzen. Ich muss es aber nicht. Ich kann auch stehen, stehsitzen oder halbsitzen und immer wieder wechseln.


Das Büro: Kann man bei diesem ständigen Wechsel noch produktiv, also z. B. kontinuierlich, arbeiten?

Dieter Messner: Aber ja! Österreich macht es vor: In den Infozentren aller österreichischen Finanzämter wird z. B. seit 2007 in der Wechselhaltung gearbeitet. Man entschied sich hier auch aus Effizienzgründen dafür.

Das Büro: Warum ist die WHS dann so wenig verbreitet?

Dieter Messner: Weil wir die Bequemlichkeit lieben und von Kindesbeinen auf diese Haltung geprägt worden sind. Es ist höchste Zeit, dass sich die Männer von dieser „Frauenhaltung“ emanzipieren und dass sich auch die weiblichen Bürotätigen vom Sitzzwang emanzipieren!

Das Büro: Warum „Frauenhaltung“?

Die neue lebendige SITWELL Ergonomie ✅ Befreiung aus dem Sitzzwang

Dieter Messner: Nun, die Damen marschierten ja erst im Gefolge der Schreibmaschine ins Büro ein. Weibliche Schreibkräfte hatten sich bei Tests als fingerfertiger erwiesen als die männlichen.

Mit den neuen Schreibgeräten eroberten Frauen Arbeitsplätze in der sozial gehobenen männlichen Bürowelt. Es wäre damals (um 1880) ein Verstoß gegen den Schicklichkeitscodex gewesen, die Damen im Büro stehend arbeiten zu lassen. Sie wurden also in wohlanständiger sitzender Haltung vor ihre Schreibgeräte an niedrige Tische gesetzt.

Die neuen Büroarbeitsplätze waren ein großer Fortschritt in Richtung Emanzipation der Frauen, allerdings mit üblen Folgen für die männlichen Büroarbeiter. Sie mussten nach dem Vorbild der Damen bald auch im dreifach geknickten Sitz an niedrigen Schreibtischen arbeiten.

Das Büro: Zurück zur Wechselhaltung. Was sind die wesentlichen Vorteile?

Dieter Messner: Im Gegensatz zum Dauersitzen beugt die WHS Rückenschmerzen und Bandscheibenvorfällen vor. Und das ist noch nicht alles: Auch Fettleibigkeit, Diabetes 2, Bluthochdruck, erhöhtes Sterblichkeitsrisiko, Hodenkrebs, verminderte männliche Fruchtbarkeit u. v. m. werden vermieden. Psychische Folgen wie Apathie und Depressionen sind ebenfalls in Zusammenhang mit langen Sitzzeiten zu sehen.

Das Büro: Ist das bewiesen?

Dieter Messner: Natürlich. Unter anderem belegen die Sitzforschungen von Elin Ekblom-Bak, David Dunstan, Peter Katzmarzyk, Alpa V. Patel und Osmo Hänninen den engen Zusammenhang der genannten Symptome und Syndrome mit langen Sitzzeiten. Ihren Ergebnissen zufolge sind die nachhaltigen gesundheitlichen Schäden aufgrund langer Sitzzeiten auch durch Ausgleichssport nicht mehr zu kompensieren.


Gernot-M. Steifensand: Dauersitzen macht krank! Unser Auftrag im Namen der Gesundheit ist es, Sitzlösungen zu entwickeln und zu produzieren, die dem Stand der Technik entsprechen. Es dient keinem, wenn wir als Hersteller die „Sitz-Relikte“ aus dem letzten Jahrhundert nur neu designen.

Dieter Messner: Das Sitzen an sich ist nicht zu verdammen – zur Erholung, zur Abwechslung und für nicht zu lange Zeit ist es kein Problem. Jede Haltung ist prima, aber eben nur für kurze Zeit, sonst wird sie zur Plage. Man muss sich bewusst machen: Von 163 Muskeln werden im Sitzen 100 nicht aktiviert! „Embedded office workers“ jedoch sind zum Dauersitzen gezwungen, das ist der Beginn der Tragödie. Vier Stunden am Tag auf Einheitsstühlen zu sitzen müsste für einen Sitzberuf reichen, aber auch diese Sitzzeit sollte möglichst oft durch andere Haltungen unterbrochen werden.

Das Büro: Durch welche etwa?

Dieter Messner: Zum Beispiel durch Lümmel-, Wipp-, Grätsch- und Spagatsitz. Hierbei unterstützen Hochsitze optimal, die das Stehen, Halbsitzen und Stehsitzen ermöglichen.

Das Büro: Halbsitzen, Stehsitzen – das funktioniert doch mit einem herkömmlichen Stuhl gar nicht.

Dieter Messner: Richtig. Nur wenn wir die Arbeitsstation z. B. mit dem SITWELL Stehtisch und dem SITWELL Hochsitz auf Stehhöhe bringen, kann abwechselnd im Stehen, im Sitzen, im Stehsitz, im Halbsitz usw. gearbeitet werden. Der SITWELL Hochsitz ist die optimale Drehscheibe für verschiedenste Haltungen. Der niedrige Stuhl hingegen ist eine Bewegungsfessel.

Das Büro: Herr Steifensand, gehören Einheitsstühle nun also ins Museum?

Gernot-M. Steifensand: Ja, Einheitsstühle gehören wirklich ins Museum. Gefragt sind dagegen Sitzlösungen nach Maß, um die Leistungsträger der Gesellschaft fit und gesund zu halten.

Wer weiterhin auf Standardstühlen sitzen bleiben möchte, erhält selbstverständlich unsere 100 % Hand Made in Germany Markenprodukte wie gewohnt vom Fachhändler und Fabrik-Partner vor Ort zum besten Preis. Wer aber mit der heutigen Situation unzufrieden ist und unter dem vielen Sitzen leidet, dem werden wir die gesündere neue Lösung anbieten: die WHS.

Das Büro: Vielen Dank.

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