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Steifensand… eine Reise von tausend Meilen…

Eine Reise von tausend Meilen… Geschwindigkeit zu reduzieren. „Schneller, höher, weiter, heißt das Motto unserer Zeit“, bestätigt Gernot Steifensand, Vorstand der 1000 Stühle STEIFENSAND SITWELL AG. “ Das ist bar jeder Vernunft.

Wir müssen unbedingt zu einer gewissen Langsamkeit zurückkehren in Bus fährt mit Touristen an einer wunderbaren Küste entlang. An einem Aussichtspunkt hält er an.


Die Touristen steigen aus und fotografieren die Gegend ausgiebig. Nur ein einziger Fahrgast steht da und blickt die Küste intensiv an. Der Fahrer fragt ihn: „Sie fotografieren wohl nicht?“ Der Fahrgast antwortet: „Nein, ich sehe es mir gleich hier an.“ Gelassenheit statt Aktionismus: Sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, sich auf die gegenwärtige Situation einzustellen, ohne vorgefertigte Lösungsmuster:

Dieser Ratschlag würde vielen Managern unserer unruhigen und hektischen Wirtschaft zu Gute kommen, wären sie in der Lage, ihn zu befolgen. Doch gerade dies können sie nicht, zu sehr damit beschäftigt wie sie sind, Situationen rational zu bewerten, statt sie auf sich einwirken zu lassen. Sie müssen noch lernen, die Erlebnisse aus der Vergangenheit einmal abzustellen, diesen Ballast abzuwerfen und einfach loszulassen, um Platz für neue Ideen
zu schaffen.


„Der Manager sollte darauf achten, dass er nicht ausschließlich dem Verstand, sondern auch der Intuition und seinen Gefühlen Raum gibt“, schreibt Werner Schwanfelder in seinem Buch „Laotse für Manager“, das die Lehren des alten Meisters für westliche Manager anwendbar machen will. „Oft nehmen wir so nicht den tatsächlichen Zustand wahr, sondern nur das, was wir darüber wissen.

Wir vergleichen mit früheren Erfahrungen und machen Prognosen für die Zukunft. Das Vergleichen verstellt uns aber auch den Weg für neue Lösungsmöglichkeiten.“ Laotse dagegen empfiehlt, Ruhe zu bewahren, Abstand zu suchen, den Dingen ihren Lauf zu lassen.

Bitte Entschleunigen Diese Aufforderung kommen doch einige Unternehmer nach, auch wenn sie diesem Verhalten andere Namen geben. Beispielsweise verstehen sie unter dem Trendbegriff „Entschleunigung“ den Versuch, der durch Hast und Hektik entstandenen Beschleunigung aktiv entgegenzusteuern und die Geschwindigkeit zu reduzieren.

„Schneller, höher, weiter, heißt das Motto unserer Zeit“, bestätigt Gernot Steifensand, Vorstand der 1000 Stühle Steifensand Sitwell AG. “Das ist bar jeder Vernunft. Wir müssen unbedingt zu einer gewissen Langsamkeit zurückkehren und uns im Umgang mit uns selbst und unseren Mitmenschen verändern.“


Wer Gernot Steifensand gut kennt, weiß, dass dies kein Lippenbekenntnis ist. Die Achtung des natürlichen und vor allem des menschlichen Maßes bestimmte von Anfang seine Handlungen. Bei der Entwicklung von Bürostühlen für ein körpergerechtes und geschlechtsspezifischen Sitzen, die nicht nur ergonomische sondern vor allem orthopädische Aspekte berücksichtigen, stand für ihn immer nur eins im Mittelpunkt: der Mensch.


Diese Einstellung übernahm der Franke von seinem Vater F.-Martin Steifensand, dessen Ziel es schon war, intelligente Sitzlösungen mit größtmöglichem Nutzen für seine Kunden zu konzipieren und zu produzieren.


Durch diese Rückbesinnung auf die sozialen Pflichten und die Bewahrung der Harmonie dank traditioneller Tugenden wie Respekt und Liebe zu den Eltern nähert sich der Unternehmer im Übrigen einmal mehr der Lehre
von Laotse.


„Mein Vater F.-Martin Steifensand und meine Mutter Ingrid von Scholz, die mich immer zu Höchstleistungen motiviert haben, haben mir die richtige Grundlage gegeben und mich inspiriert.



Sie haben mir beigebracht, auch bei meiner Arbeit immer nach dem Außergewöhnlichen, dem Exzellenten und dem Authentischen zu suchen.“ Diese Motivation, die ihn antreibt, betrachtet Gernot Steifensand als das Wichtigste überhaupt.

Gelassenheit und Standhaftigkeit kommen in diesen hektischen Zeiten viel zu kurz. Dabei führen Beharrlichkeit und überlegtes Handeln sicherer zum Erfolg – sowohl im persönlichen als auch im unternehmerischen Bereich – als das rastlose Rennen von einem Ziel zum anderen.


Sie ist der erste Schritt auf dem langen Weg zum Erfolg. Und wie der alte Meister vor langer Zeit schon sagte: „Auch eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.“

Werner Schwanfelder – LAOTSE für Manager Meisterschaft durch Gelassenheit Campus Verlag, Frankfurt am Main 2007 – 248 Seiten, gebunden ISBN 978-3-593-38269-2 – 19,90 Euro

INTERVIEW mit STEIFENSAND GERNOT Liebe, Lust und Leidenschaft


Liebe zu seinen Mitmenschen, Lust auf verdienten Erfolg und Leidenschaft
für seine Arbeit treiben ihn seit Jahren an. Gernot Steifensand, Inhaber und
Geschäftsführer der 1000 Stühle Steifensand SITWELL AG in Wendelstein wird nicht müde, seine Botschaft Kund zu tun: „Jeder sitzt anders“.

FACTS: Sie sehen die Entwicklung von Bürostühlen als Ihre Berufung. Woher diese Leidenschaft?

Gernot Steifensand: Sie ist mir sozusagen in die Wiege gelegt worden. Mein Vater, der Erfinder und Produzent des ersten so genannten „Bandscheiben-Drehstuhls“, war auch der erste Sitzmöbelhersteller der 60er Jahre, der die Anforderungen der neuen Normen und DIN-Vorschriften der Bunderepublik Deutschland professionell und in Beratung mit Doktoren und Professoren umgesetzt hat.

FACTS: Seit Sie die Marke SITWELL mit dem bekannten Zukunftsforscher Smola im Jahr 2000 entwickelt haben, lautet Ihre Botschaft „Frauen sitzen anders“. Warum ist das Ihnen so wichtig?

Gernot Steifensand: Frauen bewegen sich, atmen und sitzen anders. Zudem unterscheiden sie sich von Männern biologisch und anatomisch in hohem Maße von einander.

FACTS: Was ist bei der Frauen – Kollektion besonders und anders?
Gernot Steifensand: Die Frauen-Drehstuhl Kollektion unterscheidet sich durch eine ganze Reihe von technischen Details von herkömmlichen Bürodrehstühlen- Beispielsweise bewirken eine flexible Frauenrückenlehne und ein extra weicher 7-Zohnen Frauensitz mit Taschenfederkern eine
bessere Durchblutung der Beine und beugen somit kalte Füße und Cellulitis vor.

Die Frauen-Kollektion setzt einen von Dr.med. Peter Stehle entwickelten Bandscheibensitz ein, der das weibliche Becken beim sitzen korrigiert und das weibliche Holkreuz in die natürliche S-Form bringt und entlastet.

Dies erlaubt, die Ursache von Rücken und Nackenschmerzen zu bekämpfen und den Bandscheibenschaden vorzubeugen und zu vermeiden.

FACTS: An der Entwicklung Ihrer Bürostühle sind Mediziner beteiligt?

Gernot Steifensand: Alle SITWELL Sitzlösungen sind unter dem Aspekt des Bio-Mechanischen und Bio-Energetischen sitzens entwickelt worden und das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit mit Arbeitsmedizinern und Sportwissenschaftlern wie etwa Dr. med. Peter Stehle, Dr. med. Peter Taub und dem Orthopäde und Spezialist für die Erforschung von Geschlechtsunterschieden Dr. Michael Sababi. Auch der namhafte Dr. med.
habil. Theodor Peters hat seiner Zeit viel dazu beigetragen.

FACTS: Das heißt, der medizinische Ansatz ist bei der Herstellung von Sitzlösungen eine Notwendigkeit?

Gernot Steifensand: Absolut. Jährlich entstehen den Unternehmen erhebliche Kosten durch den krankheitsbedingten Ausfall ihrer Mitarbeiter. Ursache Nummer Eins sind dabei Rückenleiden. Bedenke man doch, dass
der Mensch im Durchschnitt 80.000 Stunden seines Arbeitslebens im Büro verbringt und die meiste Zeit davon im Sitzen. Viele Menschen sitzen dennoch auf DIN- und Einheitsstühlen.

Bewegung ist während des Sitzens dann nur in geringem Umfang möglich, die gesunderhaltenden Bewegungsabläufe des Organismus werden weitestgehend ausgeschaltet. Eine weitere verbreitete Krankheitsursache sind Venenprobleme. Darunter leidet jeder achte Mensch in Deutschland.

Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer. Und letztendlich berücksichtigen gängige Stühle wesentliche Punkte wie den Körperbau der Menschen nicht. Weder Größenverhältnisse noch die schon erwähnten geschlechtsspezifischen Unterschiede sind für sie ein Thema.

FACTS: Stichwort Geschlechtsunterschiede. Haben Frauen- und Männerstühle doch etwas gemeinsam?

Gernot Steifensand: Beide unterstützen das so genannte „sensomotorisch-aktivierende“ Sitzen, bei dem kontinuierliche Bewegungsreize alle Muskeln, insbesondere Rumpf-, Rücken-, Schulter- und Armmuskulatur trainieren. Sowohl bei dem Damen- als auch bei dem Männerstuhl ist das Untergestell
mit der 3D-Pending-Technologie vorgesehen, was ein Sitzgefühl erzeugt, ähnlich wie auf einem Gymnastikball – allerdings mit sicherem Halt.

Artikel 3 des Grundgesetzes:

Niemand darf wegen seines Geschlechts, Rasse oder Herkunft benachteiligt werden !! Doch warum sitzen Frauen immer noch auf harten, unbeweglichen Männerstühlen? Schluß damit!

Lady Sitwell – Der Bürodrehstuhl für Frauen!

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Normen und Verordnungen sind nur Mindeststandards, die uns nicht vor Rücken-, Schulter- und Nackenschmerzen am Arbeitsplatz schützen. Der „Einheits-Bürostuhl“ ist der Hauptverursacher für Bewegungsmangel, Zwangshaltungen und chronische Erkrankungen. SSITWELL G. STEIFENSAND produziert einzigartige Sitzlösungen nach Maß. Mit internationalen Patenten schafft die Marke SITWELL gesundheitlichen

Mehrwert, sie bietet Qualität und Sicherheit für Ihre persönliche „Sitz-Ergonomie“.


Die SITWELL G. STEIFENSAND – Ergonomie-Experten und Ingenieure zeigen mit neuen Lösungen, wie Sie Ihr Wohlbefinden und Ihre Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz verbessern. SITWELL G. STEIFENSAND ist das lebendige Sitzgefühl für Körper, Geist und Seele und wirkt wie Medizin. Jeder „Wohlfühl-Stuhl“ wird für Sie ganz persönlich im Werk Wendelstein produziert und von den geschulten Fachhandelspartnern vor Ort frei Haus, komplett montiert angeliefert.


Sie werden begeistert sein.

Einfach reinsetzen, wohlfühlen und schön gesund bleiben.
Ihr Gernot-M. Steifensand


Lady Sitwell der Frauen-Stuhl Nr. 1

Lady Sitwell-Bürostühle sind ergonomisch perfekt auf die Bedürfnisse von Frauen abgestimmt

Frauen sind anders – Männer auch. Beide Geschlechter unterscheiden sich in Körperbau und Stoffwechsel grundlegend voneinander. Das macht sich in viele Bereichen unseres täglichen Lebens  bemerkbar, zum Beispiel im Büro. 

Deshalb beschäftigt sich Gernot M. Steifensand, Geschäftsführer von Sitwell und Sohn des bekannten Wellness- und Ergonomie-Pioniers F.M. Steifensand,  schon seit langem mit der Geschlechterforschung am Arbeitsplatz. 

Seine wissenschaftliche Grundlagenforschung und Beobachtungen in der Praxis, führten zu umfangreichen Erkenntnissen, die er in der Entwicklung des Bürostuhls für die Frau einsetzte. Das Ergebnis: der Lady Sitwell, der ergonomisch perfekt auf die Bedürfnisse von Frauen abgestimmt ist.

Lady-Sitwell-Bürostühle sind in Konstruktion und Polsterung exakt auf die anatomischen Besonderheiten des weiblichen Körpers abgestimmt. Die verkürzte Sitzfläche beispielsweise ist im vorderen Bereich weich gepolstert. Außerdem verfügt der Lady Sitwell über eine flexible Rückenlehne mit Lordosenstütze, die besonders den Bereich des zweiten und dritten Lendenwirbels unterstützt. 

So werden Schultern und Nacken entlastet, sowie Verspannungen im Rücken vorgebeugt. Zusätzlich ist der neue Drehstuhl für die Frau mit einem Sitwell-Vital-Polster ausgelastet, das die Sitzhaltung verbessert und für die optimale Balance von Hüfte und Wirbelsäule sorgt.  

Die 3D-Bewegungsmechanik fördert das dynamische Sitzen und verbessert die Atmung. Muskeln und Wirbelsäule werden durch sensomotorische Bewegungsreize in der beweglichen Sitzfläche stimuliert – was wiederum die Venenpumpe aktiv unterstützt und überdies einseitigen Fehlbelastungen, Bandscheibenvorfällen und Rückenbrand entgegen wirkt. 

Schöner Nebeneffekt: die Durchblutung der Beine wird verbessert, was lästigen Frauenleiden wie beispielsweise kalten Füßen vorbeugt. Außerdem hilft der Lady Sitwell der Entstehung von Cellulite an Po und Oberschenkeln entgegen zu wirken.

Die neue Generation der Lady-Sitwells wurde als Hochsitz konzipiert und lässt sich bis in Stehhöhe bringen. Dabei ist der Lady-Sitwell ein Bürostuhl der sich nicht nur positiv die Gesundheit seiner Nutzer auswirkt und so für mehr Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit, sondern lässt sich dank moderner Designs und toller Farben als stylisher Blinkfang in jede Büroeinrichtung integrieren.

Übrigens: Wussten Sie schon, dass der neue Drehstuhl für Frauen unter bestimmten Bedingungen sogar vom Arzt verschrieben werden kann? 

Mit einem entsprechenden Rezept kann die Anschaffung dann von der Deutschen Rentenversicherung, der Berufsgenossenschaft oder den Arbeitsagenturen bezuschusst werden.

Von 163 Muskeln werden im Sitzen 100 nicht aktiviert!

Gernot-M. Steifensand: „Wir haben den Bürostuhl in gut hundert Jahren „zu Tode geritten“ und dabei unsere Gesundheit gefährdet. Wir müssen uns jetzt etwas ganz Neues einfallen lassen!“

Lebendige SITWLL ErgonomieBefreiung aus dem Sitzzwang

Das Büro: Herr Steifensand, Sie stellen Sitzmöbel her und behaupten zugleich, dass Sitzen krank macht. Das müssen Sie erklären?  

Gernot-M. Steifensand: Was Sie sagen, ist richtig. Und dazu stehe ich auch. Allerdings stelle ich keineswegs das Sitzen in Frage, sondern nur das ausschließliche Sitzen, das Dauersitzen, das mittlerweile unseren Lebensstil beherrscht. Die neuesten Ergebnisse der medizinischen Sitzforschung haben auch mich derart alarmiert, dass ich eine Reform unserer Sitzgewohnheiten für unausweichlich halte.

Wir Sitzmöbelhersteller tragen hier eine große Verantwortung. Wir haben den Bürostuhl in gut hundert Jahren „zu Tode geritten“ und dabei unsere Gesundheit gefährdet. Wir müssen uns jetzt etwas ganz Neues einfallen lassen! Vor diesem Hintergrund sehe ich den Vorschlag von Herrn Messner, vom Dauersitzen zu einer „Wechselhaltung in Stehhöhe (WHS)“ überzugehen, als Chance für die ganze Branche. Das ist die Haltungsrevolution, hinter der ich auch persönlich stehe (nicht sitze)!

Das Büro: Herr Messner, was verstehen Sie unter „WHS“?  

Dieter Messner: Ich betrachte das Sitzen als eine von vielen möglichen Arbeitshaltungen. Ganz neu ist das Konzept der Wechselhaltung nicht. Im Männerbüro des 19. Jahrhunderts, dem Kontor, wurde fast ausschließlich in Stehhöhe an Pulten gearbeitet. Dazu gab es auch hohe Hocker zum Hochsitzen und sogar Fußschemel. Französisch ‚le bureau’ ist ursprünglich das Stehpult – als Verlängerung der Werkbank war es Teil der Männerwelt.

Die Wechselhaltung in Stehhöhe ist nicht auf das Sitzen fixiert, sondern betrachtet Letzteres als eine von mehreren guten Haltungsmöglichkeiten bei der Arbeit. WHS propagiert den häufigen Wechsel der Haltungen. Wenn ich dazu Lust habe, kann ich sitzen. Ich muss es aber nicht. Ich kann auch stehen, stehsitzen oder halbsitzen und immer wieder wechseln.

Das Büro: Kann man denn bei diesem ständigen Wechsel noch produktiv, also z. B. kontinuierlich, arbeiten?

Dieter Messner: Aber ja! Österreich macht es vor: In den Infozentren aller österreichischen Finanzämter wird z. B. seit 2007 höchst effizient in der Wechselhaltung gearbeitet.

Das Büro: Warum ist WHS dann so wenig verbreitet?

Dieter Messner: Weil wir die Bequemlichkeit lieben und von Kindesbeinen auf diese Haltung geprägt worden sind. Wir lassen uns von Gewohnheiten beherrschen, auch wenn sie falsch und gefährlich sind. Von der biologischen Funktion her gesehen ist der Sitzbrauch schädlicher als der Brauch der weiblichen Genitalverstümmelung. Es ist also höchste Zeit, dass sich die Männer von dieser „Frauenhaltung“ emanzipieren und dass sich auch die weiblichen Bürotätigen vom Sitzzwang emanzipieren!

Das Büro: Warum „Frauenhaltung“?

Dieter Messner: Nun, die Damen marschierten ja erst im Gefolge der Schreibmaschine ins Büro ein. Weibliche Schreibkräfte hatten sich bei Tests als fingerfertiger erwiesen als die männlichen. Mit den neuen Schreibgeräten eroberten Frauen Arbeitsplätze in der sozial gehobenen männlichen Bürowelt. Es wäre damals (um 1880) ein Verstoß gegen den Schicklichkeitscodex gewesen, die Damen im Büro  stehend arbeiten zu lassen. Sie wurden also in wohlanständiger sitzender Haltung vor ihre Schreibgeräte an niedrige Tische gesetzt. Die neuen Büroarbeitsplätze waren ein großer Fortschritt in Richtung Emanzipation der Frauen, allerdings mit üblen Folgen für die männlichen Büroarbeiter. Sie mussten nach dem Vorbild der Damen bald auch im dreifach geknickten Sitz an niedrigen Schreibtischen arbeiten.

Gernot-M. Steifensand: Die Arbeitshaltung im Büro wurde also weiblich ‚genderisiert’. Warum haben sich die Männer denn nicht dagegen gewehrt? War das Sitzen komfortabler?

Dieter Messner: Für die Männer war’s ein tragischer Verlust ihrer Bewegungsfreiheit! Vermutlich haben sie ihre „Entmannung“ gar nicht realisiert. Sie wurden auch nicht gefragt. Für den „Krankheitsgewinn“ durch ihre körperliche Immobilisierung wurden sie auf einer anderen Ebene entschädigt. Sitzarbeitsplätze waren prestigeträchtiger als Steharbeitsplätze. Sitzen signalisiert die Befreiung von schwerer körperlicher Arbeit – man muss sich dabei die Hände nicht schmutzig machen. Wer bei der Arbeit sitzt, hat sozusagen einen besseren Job. Der Beweis seiner Zahlungsfähigkeit ist so eher erbracht als bei einem Stehjob.

Das Büro: Zurück zur Wechselhaltung. Was sind die wesentlichen Vorteile?

Dieter Messner: Im Gegensatz zum Dauersitzen beugt WHS Rückenschmerzen und Bandscheibenvorfällen vor. Und das ist noch nicht alles: auch Fettleibigkeit, Diabetes 2, Bluthochdruck, erhöhtes Sterblichkeitsrisiko, Schlaganfälle, Thrombosen, Arthrosen, Krampfadern, Hodenkrebs und verminderte männliche Fruchtbarkeit werden vermieden. Psychische Folgen wie Apathie und Depressionen werden ebenfalls in Zusammenhang mit langem Sitzen gesehen. 

Das Büro: Ist das bewiesen?

Dieter Messner: Natürlich. Unter anderem belegen die Sitzforschungen von Elin Ekblom-Bak, David Dunstan, Peter Katzmarzyk und Osmo Hänninen den engen Zusammenhang der genannten Symptome und Syndrome mit langen Sitzzeiten. Ihren Ergebnissen zufolge sind die nachhaltigen gesundheitlichen Schäden aufgrund langer Sitzzeiten auch durch Ausgleichssport nicht mehr zu kompensieren.

Gernot-M. Steifensand: Das Sitzen ist deshalb nicht grundsätzlich zu verdammen, richtig?

Dieter Messner: Im Gegenteil! Sitzen ist super – zur Erholung, zur Abwechslung und für nicht zu lange Zeit. Aber doch nicht ewig! Sitzen und Schlafen dienen der Erholung. Wem fiele es ein, Tag und Nacht im Bett zu bleiben, wenn er gesund ist? Auch Stehen ist super, Stehsitzen ist super! Jede Haltung ist prima, aber eben nur für kurze Zeit, sonst wird sie zur Plage. „Embedded office workers“ jedoch sind zum Dauersitzen gezwungen, das ist der Beginn der Tragödie. Vier Stunden am Tag  zu sitzen müssten für einen Sitzberuf reichen, aber auch diese Sitzzeit sollte möglichst oft durch andere Haltungen unterbrochen werden.

Das Büro: Durch welche etwa?

Dieter Messner: Zum Beispiel durch Stehen, Halbsitzen, Stehsitzen, Lümmelstand, Wippstand, Grätschstand, Spagatsitz, durch den Wechsel von Spielbein und Standbein (Ponderation), Gehen auf der Stelle, Erholungssitz, Zehenspitzenstand, Startstand und viele andere, die jeder selbst erfinden kann. Dabei muss die Arbeit nie unterbrochen werden, aber es werden  jeweils verschiedene Muskelpartien aktiviert. Und jeder Wechsel bringt Bewegung in die Szene. Das ist im Sitzen einfach nicht möglich. Vordere, mittlere und hintere Sitzhaltung sind dagegen armselige Optionen. Von 163 Muskeln werden im Sitzen 100 nicht aktiviert!

Das Büro: Halbsitzen, Stehsitzen – das funktioniert doch mit einem herkömmlichen Stuhl gar nicht.

Dieter Messner: Richtig. Nur wenn wir die Arbeitsstation mit Stehtisch und Hochsitz auf  Stehhöhe bringen,  kann abwechselnd im Stehen, im Sitzen, im Stehsitz, im Halbsitz usw. gearbeitet werden. Nur ein Hochsitz ermöglicht diese Freiheit, er ist die beste Drehscheibe für verschiedenste Haltungen. Der niedrige Stuhl hingegen ist eine Bewegungsfessel.

Das Büro: Herr Steifensand, gehören Ihre Stühle nun also alle ins Museum?

Gernot-M. Steifensand: Nein, ganz und gar nicht. Wer weiterhin so sitzen bleiben möchte, wie er es gewöhnt ist, wird unsere Qualitätsstühle weiterhin zum besten Preis kaufen können. Wer aber mit der heutigen Situation unzufrieden ist und unter dem vielen Sitzen leidet, dem werden wir die gesündere neue Lösung anbieten: die Wechselhaltung in Stehhöhe, von der auch ich überzeugt bin, dass sie die beste und modernste Lösung des Sitzproblems darstellt.

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Gernot Steifensand

1000 Stühle STEIFENSAND SITWELL AG
Sperbersloherstr. 118
90530 Wendelstein

Telefon: +49 9129 / 404-0
E-Mail: info@steifensand.de

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