Im Dschungel der Prüfsiegel

Als Prüfzeichen oder Prüfsiegel werden grafische oder schriftliche Markierungen an Produkten bezeichnet, die eine Aussage über die Einhaltung bestimmter Kriterien geben sollen. Prüfsiegel geben dem Anwender Auskunft über bestimmte Qualitätskriterien wie Ergonomie, Sicherheit und Umweltverträglichkeit. Die Aussagekraft der verschiedenen Zertifikate ist jedoch sehr unterschiedlich, da den Auszeichnungen oftmals verschiedene Messmethoden und Prüfmöglichkeiten zugrunde liegen. 

Steifensand Gesundheits-Management zeigt mit FACTS, mit welchen Prüfzeichen Bürodrehstühle ausgestattet sein können und was hinter den Siegeln und Formulierungen steckt.

GS-ZEICHEN:
Das GS-Zeichen steht für „geprüfte Sicherheit“. Das Siegel garantiert elektrische und mechanische Sicherheit eines Produkts, wie beispielsweise Schutz vor Einklemmen. Das Prüfsiegel bestätigt außerdem, dass die Mindestanforderungen an Sicherheit und Ergonomie eingehalten werden, wie sie in den geltenden Normen enthalten sind.

ERGONOMIE GEPRÜFT:
Das Prüfsiegel „Ergonomie geprüft“ wird für Büromöbel, Bildschirme und Software vergeben, wenn diese bestimmte Anforderungen an die Ergonomie erfüllen. Bei Drehstühlen geht die Prüfreihe über die gültigen Normen (EN DIN 1335 1-3) hinaus.

 

GREENGUARD-ZERTIFIKAT:
Das GREEN GUARD-Zertifikat ist eine international anerkannte Produktschadstoff- Bescheinigung und ein Prüfprogramm über die Produktion von schadstoffarmen (zum Beispiel formaldehydfrei, ohne flüchtige Gase) Inneneinrichtungen, Möbeln und Produktionsverfahren.

 


EMAS:

EMAS ist die Kurzbezeichnung für Eco Management and Audit Scheme, auch bekannt als EU-Öko- Audit oder Öko-Audit. EMAS wurde von der Europäischen Union entwickelt und ist ein Gemeinschaftssystem aus Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung für Organisationen, die ihre Umweltleistung verbessern wollen. Die EMASVerordnung (Öko-Audit-Verordnung) misst der Eigenverantwortung der Wirtschaft bei der Bewältigung ihrer direkten und indirekten Umweltauswirkungen eine entscheidende Rolle zu.

 

ISO 14025-EPD:
In dieser international gültigen Norm sind Umweltproduktaussagen enthalten. Sie werden häufig innerhalb der Lieferantenkette oder in Business- to-Business-Beziehungen angewendet. Die Kennzeichnung gibt Aufschluss über die verarbeiteten Materialien des Produkts und den Grad der Umweltbelastung für die Produktion. Die Aussagen werden im Hinblick auf die definierten Richtlinien durch Dritte verifiziert.

ISO 14001:
Die Norm wurde 1996 veröffentlicht und definiert (in Verbindung mit EMAS von 1993), zum ersten Mal für den Bereich Umweltmanagement. Sie ist ein Umweltmanagementsystem, mit dem der Umweltschutz systematisch im Unternehmensmanagement verankert wird.

DIN EN 1335, Teil 1–3:
Die Norm setzt sich aus drei Teilen zusammen. Der erste Teil enthält Festlegungen zu den Maßen für drei Typen von Büroarbeitsstühlen. Der zweite Teil der Norm enthält Sicherheitsanforderungen für Büroarbeitsstühle im Hinblick auf die Gestaltung, die Standsicherheit beim Benutzen, den Rollwiderstand des unbelasteten Stuhls und die Festigkeit und Dauerfestigkeit. Außerdem enthält erAngaben zur Konformität. Der dritte Teil beschreibt die Festlegungen zurSicherheitsprüfung von Büroarbeitsstühlen im Hinblick auf die Standsicherheit, den Rollwiderstand, die Sitzfläche und die Rückenlehne sowie zu gegebenenfalls vorhandenen pendelnd gelagerten Rückenlehnen und Armlehnen.

QUALETY OFFICE:
Das Qualitätszeichen wird auf der Basis der Leitlinie „Qualitätskriterien für Büroarbeitsplätze“ vergeben. Die Leitlinie wurde gemeinsam von dem Deutschen Institut für Normung e.V. (DIN), den Verwaltungs-Berufsgenossenschaften (VBG), dem Verband Büro-, Sitz- und Objektmöbel e.V. (bso), der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und dem Initiativkreis Neue Qualität der Büroarbeit (INQABüro) herausgegeben (siehe auch Kasten auf Seite 90).

FACTS-SIEGEL:
Der FACTS-Test unterzieht Produkte, Leistungen oder Lösungen aus dem Büroumfeld einer intensiven Prüfung. Ein umfassender Kriterienkatalog, fundierte und transparente Testkonzepte und eine nutzen- und anwenderorientierte Ergebnisdokumentation sind die Fundamente für die Testurteile der FACTS-Testredaktion.

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