Der deutsche „Ur-Vater“ vom gesunden Sitzen, F.- Martin Steifensand und Entwickler vom weltweit ersten Gesundheits- und Bandscheibenstuhl, feierte seinen 91. Geburtstag mit ergonomischen Zaubertricks am fränkischen Brombachsee.
Die historische Firma F.-Martin Steifensand GmbH & C. KG hieß bis zum Management-Buy-out im Jahr 2001 durch den Marktbegleiter Labofa Büromöbel GmbH & Co KG mit Sitz in der Sperbersloherstr. 124 in 90530 Wendelstein bei Nürnberg.
F.- Martin Steifensand, der Schreinermeister und Pionier des gesunden Sitzens gründete mit seiner Frau Ingrid Steifensand geborene von Scholz in den 60er Jahren das Einzelunternehmen Steifensand in der Mühlstraße 19 in 8508 Wendelstein bei Nürnberg um Bürostühle zu produzieren.
Im Jahre 1952 gründete der Schreiner F.-Martin Steifensand in Mölln bei Hamburg ein Einzelunternehmen mit dem Fokus auf die Herstellung von Tee und TV – Wagen, sowie auf den Vertrieb von Klappstühle.
Der Firmensitz wurde im Jahre 1962 von Mölln in das mittelfränkische Wendelstein in die Mühlstraße 19 verlegt.
1980 erfolgte der Umzug in die STEIFENSAND Hallen in die Sperbersloherstr. 124 in 90530 Wendelstein, wo sich die Produktion auf Sitzmöbel und Entwicklung auf das gesunde und ergonomische Sitzen konzentriert hat.
Die Skandinavisk Group verabschiedete sich ende der 90er Jahre aus dem Markt und gab 2002 den Geschäftsbetrieb mit Herstellung in den STEIFENSAND Hallen in 90530 Wendelstein auf.
Der heutige Marktbegleiter übernahm durch ein Management-Buy-out im Jahr 2001 das historische „Ur-Unternehmen“ F.-Martin Steifensand und siedelte sich um.
Rein vorsorglich möchten wir, die SITWELL® STEIFENSAND AG die Verwechslungen und Irritationen im Vorfeld vermeiden und auszuschließen. Die Firma SITWELL® STEIFENSAND AG in Wendelstein bei Nürnberg im Landkreis Roth hat nichts mit dem Marktbegleiter zu tun und es gibt auch keine Verflechtung.
Alle anderen Darstellungen der STEIFENSAND Geschichts- und Historie von Wettbewerbern und Marktbegleitern sind schlichtweg falsch und entsprechen nicht der Wahrheit.
Gernot-M. Steifensand lernte an der Seite seines Vaters F.-Martin Steifensand, Ärzten, Medizinern, Wissenschaftlern und Orthopäden das Bürostuhlgeschäft, die Tücken der Produktion und die Grundlagen der Ergonomie von der Pike auf kennenlernen.
1977 Gernot-M. Steifensand in der STEIFENSAND Sitzmöbel- und Tischfabrik in der Sperbersloherstr. 124 in 90530 Wendelstein.
F.- Martin Steifensand fotografierte gerade den neuen Bandscheibenstuhl Nr. 1 für den neuen direkt ab Fabrik Katalog.
Gernot-M. Steifensand lernte an der Seite seines Vaters F.-Martin Steifensand, Ärzten, Medizinern, Wissenschaftlern, Arbeitsmedizinern und Orthopäden das Bürostuhlgeschäft, die Tücken der Produktion und die Grundlagen der Ergonomie von der Pike auf kennenlernen. Steifensand.com
GERNOT-M. STEIFENSAND startete nach seinem Studium in Amerika im Jahr 1998 eine komplett neue Sitzmöbelfabrik in der Sperbersloherstr. 118 in 90530 Wendelstein mit dem Ziel die weltbesten ergonomischen Sitzlösungen nach Maß und Bürostühle nach Geschlecht zu entwickeln, zu produzieren und zu verkaufen.
Sit healthily and feel comfortable. In order to meet the high demands of professional life, we need to be able to perform and stay concentrated and healthy.
Sitting for extended periods at the workplace, though, means high stress for your spine and all of your back muscles. That is why it is so important to choose the right office chair, one that provides support and can be adapted to your needs at the same time, or a comfortable and relaxing chair where you can rest after work. A new chair from our company lasts for 10-15 years, which means a new office chair only costs a few cents per day – sit down, and feel good. sitwell.com
Alle SITWELL Bürodrehstühle und STEIFENSAND Sitzkissen werden in Wendelstein bei Nürnberg, in den historischen und firmeneigenen Produktionshalle mit integrierter Polsterwerkstatt und Polsterei, in aufwendiger Handarbeit gefertigt! Ein ergonomisches Sitzvergnügen und Qualität auf aller höchstem Niveau ist das Firmencredo von GERNOT-M. STEIFENSAND, welches sich auf dem Markt der Bürostühle nachhaltig etabliert hat.
Die orthopädischen STEIFENSAND® Sitzkissen und ergonomischen SITWELL® Stühle gibt es in vielen individuellen Ausführungen. Alle mit haben das Ziel, das gesundheitsschonendes Sitzen zu fördern.
Als inhabergeführtes, mittelständisches Unternehmen entwickelt GERNOT-M. STEIFENSAND mit seinem Ergonomie- und Sitzforschungsteam unter der Leitung von führenden Arbeitswissenschaftlern, Ärzten und Orthopäden perfekte Sitzlösung aus ergonomischen Funktion, Multipolster Sitz-Innovation und individuelle Mechaniken. Das ist Qualität „Made in Wendelstein bei Nürnberg“!
Die SITWELL® STEIFENSAND AG ist schnell, flexibel und mit viel Raum für die Erfüllung Ihrer individuellen Wünsche. GERNOT-M. STEIFENSAND arbeitet mit seinem Ergonomie- und Produktionsteam jeden Tag aufs Neue für die Zufriedenheit der Kunden.
Entdecken Sie den Unterschied beim ersten Test- und Probesitzen in einen SITWELL® Bürostuhl mit dem patentierten STEIFENSAND® Sitzkissen.
Die SITWELL® Bürostühle und STEIFENSAND® Sitzkissen unterstützt das Sitzen von Anfang an. Sitzen ist die am häufigsten eingenommene Körperhaltung im Laufe eines Arbeitstags am Arbeitsplatz im Büro, oder im Homeoffice. Das alleine ist schon Grund genug, sich bei der Auswahl von Bürositzmöbeln für Produkte nach Maß und Geschlecht zu entscheiden, die den Körper bestmöglich unterstützen, entlasten, bewegen und somit Leistungsfähigkeit und die individuelle Gesundheit erhalten.
Ergonomischen, orthopädischen und medizinischen STEIFENSAND® Sitzkissen, sowie SITWELL® Stühle mit einzigartig gesundheitsschonender Sitztechnik halten Ihre Bandscheiben fit.
STEIFENSAND® Sitzlösungen und SITWELL® Bürostühle für Frauen – Gender-Seating – Die neue Ergonomie für die Frau im Büro, oder im Homeoffice.
Gender Seating – Die neue Sitz–Ergonomie für die Frau. Sitzen ist für den weiblichen Organismus Schwerstarbeit. Der Begriff Gender wurde 1955 von dem US-amerikanischen Forscher John Money eingeführt, um das Fühlen und Verhalten von Menschen zu beschreiben.
Der Begriff Gender wird benutzt, um alle jene Dinge zu beschreiben, die eine Person sagt oder tut, um sich selbst auszuweisen als jemand, der oder die den Status als Mann oder Frau hat. – Money, 1955 –
Gender Seating ist die internationale Fachbezeichnung für das geschlechtsspezifische Sitzen bei Frauen und Männern am Arbeitsplatz.
Gender-Medicine ist die internationale Fachbezeichnung für Humanmedizin unter geschlechtsspezifischen Gesichtspunkten. Neben sozialen und psychologischen Unterschieden liegt der Schwerpunkt vor allem auf den biologischen Unterschieden zwischen Mann und Frau.
Die beliebtesten Frauenstühle und weltweit ergonomischsten LadyChairs finden Sie hier bei uns im Online Shop in den Ausführungen SMALL, MEDIUM und LARGE in allen ergonomischen, orthopädischen und medizinischen Sitzkonfektionen.
Der Körperschwerpunkt und damit auch die Sitzhaltung sind bei Frauen anders als bei Männern. Auch haben die meisten Frauen eine schwächere Muskulatur und neigen schneller dazu, bei ungesunder Sitzhaltung Rückenschmerzen zu entwickeln.
Aus diesem Grund benötigen Frauen, die viel im Sitzen arbeiten, passende Bürostühle, die sich an ihre Bedürfnisse anpassen lassen. Dabei spielen die Einstellungsmöglichkeiten eine große Rolle.
Wenn Sie einen Bürodrehstuhl für den Mann mit extra hoher Rückenlehne suchen, empfehlen wir Ihnen das Modell MISTERSITWELL, oder MISTEROFFICE in der Sitzkonfektion L, XL und XXL bis 180kg Körpergewicht.
Alle Bürostühle für Männer verfügen eine ganz spezielle Synchronmechanik und einzigartige Sitztechnologie mit einzigartiger Sitzneige-Automatik und Sitztiefenverstellung, ergonomische Rückenlehne und vielen weiteren Extras.
Sehr viele Bürostühle und Modelle wurden wurde über viele Jahre von der Fachzeitschrift Fachs mit dem Urteil „sehr gut“ bewertet! Unseren Kunden, die ein SITWELL® Bürostuhl, oder ein STEIFENSAND® Sitzpolster suchen empfehlen wir das den neuen Wunderstuhl aus der deutschen Ergonomie- und Sitzschmiede den 3D-ErgoSWOP Bürostuhl SITWELL ORTHOLETIC.
Nie wieder Rückenschmerzen mit dem 3D-ErgoSWOP® ORTHO-Bandscheibenstuhl Nr. 1
Sitzen nach Maß und Sitzen auf Rezept mit maximaler Rückenschonender 3D-ErgoSWOP® Sitztechnologie garantiert Ihnen einen Rücken ohne Schmerz. Das Multi-Sitzoplster, eine Rückenlehne mit Beckenkammstütze/Lordosenstütze, sowie die Multi-Synchronmechanik mit Sitzneige und Schiebesitz zur Anpassung an die Oberschenkellänge und ein sehr robustes Polyamid Fußkreuz ist selbstverständlich.
Alle ausführlichen Details zu unseren Produkten finden Sie in der jeweiligen Produktkategorie der Fabrikverkaufs Shops, oder der regionalen Werkspartner wie z.B. Buerostuhl-Hamburg.de.
Die SITWELL® Stühle und STEIFENSAND® Sitzpolster lassen sich alle individuell auf Ihre Bedürfnisse anpassen. Sprechen Sie uns in Hamburg, Berlin, München, Nürnberg gerne an. Wir beraten Sie zu den Möglichkeiten, Ihren Steifensand Bürostuhl mit allem auszustatten was für Ihr gesundes Sitzen wichtig ist! Insbesondere für spezielle Bedürfnisse wie einen Bürodrehstuhl mit Bandscheibensitz eignen sich viele der SITWELL Bürostühle aufgrund ihrer Individualisierungsmöglichkeiten.
Entdecken Sie das neue 3D-ErgoSWOP® Sitzgefühl und den Individualität als Sitz-Mehrwert mit einer noch nie dagewesenen Sitzlösung nach Maß und Geschlecht aus der SITWELL® STEIFENSAND AG.
Viele individuelle „Sitz-Wünsche“ in Bezug auf einen Bürostuhl aus der SITWELL® STEIFENSAND AG können immer schnell und flexibel erfüllt werden. Individuelle Produktanpassungen ohne Qualitätsverlust durch hochwertigste Komponenten sind täglicher Standard.
Aus diesem Grund können Sie Ihr eigenes Firmen und Markenlogo oder einzigartige Muster auf Ihren neuen Stuhl, Bürostuhl, oder Chefsessel drucken, brennen, oder besticken lassen.
Die SITWELL® STEIFENSAND AG mit eigener Polsterwerkstatt und der zeitoptimierten Logistik in eigener Fertigung mit Servicetechnikern und geschultem Personal setzt GERNOT-M. STEIFENSAND und sein TEAM selbst komplexe Lösungen für das perfekte Büro um.
Dieses einzigartige Werk die Verträumte Landschaft wurde mithilfe von hochwertigen Ölfarben auf eine stabile Leinwand gemalt.
Das Kunstwerk zeigt ein Erwachen des Frühlings. Das Werk zeigt eine wunderschöne Landschaft in Mitten der Natur.
Das wunderschöne Gemälde ist ein absolutes Unikat, welches für jeden ART- und Kunstfan eine lohnenswerte Anschaffung ist. Genießen Sie die ruhige, idyllische Landschaft in diesem zeitlosen Meisterwerk. Das Kunstwerk wird mit einem vom Künstler Avag Avagyan handsignierten Zertifikat ausgeliefert!
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AVAG AVAGYAN ➜ Öl-Gemälde ➜ Ölbild auf Öl Keilrahmen ➜ Öl/Acryl Leinwand Landschaft Bild Gemälde aus dem ART- und Design Center von den begnadeten Künstler Avagyan aus Berlin.
Kategorie: Landschaft Künstler: Avagyan Material: Öl auf Leinwand Rahmen: Holz / Stuck Signatur: Ja Zustand: Neu
Motiv ohne Rahmen Breite: ca. 30 cm Höhe: ca. 24 cm
Montag, 04. April 2022 – 5. Kapitel – DIE STORY – F.-Martin Steifensand – Ein deutsches Schicksal: Vertreibung und Flucht aus dem Pommernland – Der dornenreiche Weg vom Flüchtlingskind zum Unternehmer.
Unser Vater Kurt Xaver Martin Steifensand, den wir liebevoll Pali nannten, war nicht nur für die Bediensteten von Viatrow, sondern auch für uns Kinder eine Respektsperson. Sein Wort war unumstößliches Gesetz.
Wenn Pali sein tägliches Mittagsschläfchen hielt, so war das für uns Kinder mit dem Gebot verbunden, im Hause absolute Ruhe zu halten. York Steifensand und ich wurden, wie vorher auch die inzwischen davon befreiten, weil doch schon viele „größeren“ Schwestern, zur mittäglichen Siesta verdonnert.
Aus dem uns verordneten Schläfchen aber wurde häufig eine lustige Keilerei, eine ausgelassene Kissenschlacht. Oftmals kam das Zimmermädchen, das vor der Tür unserer Kemenate Wache hielt, zu uns herein und verabreichte uns einen Klaps au den blanken Hintern. „Wisst ihr Bengels denn nicht, dass Euer Vater schlafen will…“, so herrschte sie uns an, dass Ruhebedürfnis Palis in Erinnerung rufend.
Manchmal half es ein wenig, doch oftmals fruchteten die Ermahnungen so gut wie nicht. Eines Tages zog ein mächtiges Donnerwetter im Haus auf, als Pali selbst zornig in der Tür unseres Bubenzimmers erschien.
Die Strafe für Ruhestörung folgte allerdings nicht auf dem Fuß. Es wurde nur das Urteil verkündet: Wir hatten uns am Nachmittag im Arbeitszimmer von Kurt Xaver Martin Steifensand zur Bestrafung einzufinden. Wir wussten natürlich, was uns blühte, und das Warten auf den festgesetzten Termin zur Vollstreckung des Urteils war schon recht schlimm.
Als York Steifensand aus dem Arbeitszimmer kam, hielt er sich mit beiden Händen den Hintern. Mitten im Raum stand Pali, mit einer langen Reitpeitsche, die mit einem silbernen Knauf versehen war, in der Hand.
Angesichts der bevorstehenden Strafjustiz schrie ich schon vorher ganz erbarmungswürdig und versicherte bettelnd: “ Ich will es auch ganz gewiss nicht wieder tun…!“ Ich verband damit die Hoffnung, dass dann die Strafe milder ausfallen würde.
Bücken sollte ich mich um meinen Allerwertesten darzubieten. Doch aus Angst blieb ich kerzengerade stehen. Wie ein Stock so steif. Da schnappte sich Kurt Xaver Martin Steifensand das Bürschlein, legte es sich über das Knie und verabfolgte einen Schlag auf den Hosenboden. Einen einzigen nur. Ehrlich: Der Schrei, der sich darauf meiner Kehle entrang war dem Schmerz auf meinen Hinterteil beileibe nicht angemessen. Aber der Zorn von Kurt Xaver Martin Steifensand war damit verrauscht, und er ließ von mir ab.
Wir wussten bei solchen Strafaktionen, dass uns Kurt Xaver Martin Steifensand nur eine Denkzettel verpassen wollte, der längere Zeit vorhalten sollte. Doch damit war für Ihn die Angelegenheit auch erledigt. Er trug uns nichts nach. Und so fiel auf das Verhältnis zu Pali nicht der geringste Schatten. Denn wir wussten ja auch, dass wir Strafe verdient hatten.
Nach der Mittagsruhe stand Kaffeetrinkern auf dem Programm des Familien-Alltags. Während beim Mittagstisch und zu Abendbrot Vollzähligkeit Pflicht war, mussten wir Kinder zur Kaffeestunde nicht unbedingt erscheinen. es sein denn , es war Besuch angesagt, dem wir präsentiert werden sollten.
Das Bild steht noch ganz deutlich vor mir: Der duftende Kaffee wurde aus einer bauchigen silbernen Kanne mit einem Griff aus Elfenbein ausgeschenkt. Milchkännchen und Zuckerdose passten zu diesem Ensemble. Neben Gebäck gab es oftmals auch Brote mit Honig, Rübensirup, oder Marmelade.
Pünktlich um 16:00 Uhr wollt unser Vater Kurt Xaver Martin Steifensand auf die Felder fahren, und so klopfte Herr Stiebian nach Ende der Kaffeerunde an und meldete, dass der Kutzer angespannt habe und vorgefahren sei. Je nach Anzahl der Mitfahrenden war schon vorher der Kutschwagen ausgewählt worden.
Wenn sich noch andere Gäste im Haus aufhielten, denen Kurt Xaver Martin Steifensand die Landwirtschaft zeigen wollte, wurde meistens der Landauer angespannt. Die Kutschpferde hießen „Winkelried“ und „Pribislava“. Kutscher Kurt Lawrenz thronte auf dem Kutscherbock, die ausgeruhten Pferde, die nervös an den Trensen kauten und ungeduldig auf den Hufen scharrten, mit kraftvoller Hand zügelnd.
Die elegante Kutschpeitsche mit einer Spitze aus Schiefelbein steckte im Köcher. War kein Besuch zugegen, wählte Kurt Xaver Martin Steifensand den leichten „Hasewagen“. Bei diesem führte er selbst die Zügel.
Auch ich wurde immer gefragt, ob ich denn nicht mit hinaus auf die Felder fahren möchte. Doch ich verneinte permanent.. Dagegen saß York Steifensand immer neben meinem Vater Pali, Blickrichtung stolz nach vorne. Ich habe stillvergnügt nachgeschaut, wenn der Wagen mit knirschenden Rädern um das Rondell herumfuhr, in den breiten Weg einbog und gleich darauf hinter den großen Holztor verschwand.
Kurt Xaver Martin Steifensand fuhr zu den Äckern, auf denen gepflügt, gesät, oder geerntet wurde. Er sprach mit Inspektor Janitzy, dem Hofmeister Lippitz, dem Vorknecht Wugatzke – und eigentlich mit allen Leuten.
Oft unterhielt sich Kurt Xaver Martin Steifensand auf fließend in Französisch mit unseren gefangen Franzosen, die am 1. August 1940, nach dem Frankreichfeldzug, als Kriegsgefangene aufs Rittergut Steifensand nach Viatrow kamen. Ich erinnere mich noch ganz besonders an Mickey, Fourie und Lasnavaire. Der älteste von ihnen war Bordas.
Samstag, 12. März 2022 – 4. Kapitel – DIE STORY – F.-Martin Steifensand – Ein deutsches Schicksal: Vertreibung und Flucht aus dem Pommernland – Der dornenreiche Weg vom Flüchtlingskind zum Unternehmer.
In unserem Dorf Viatrow gab es keine eigene Schule. Alle Kinder der rund 20 Familien, die die acht Häuser bewohnten, mussten sich täglich nach Unterviatrow auf den Weg machen. Das war eine Strecke von 1,2 Kilometern.
Dort gab es die Dorfschule, die auch für uns zuständig war. Doch unsere Eltern wünschten sich nicht, dass wir sie besuchten. Vielleicht fürchteten sie, dass wir dann schlechte Manieren annehmen und uns zu Unbotmäßigkeiten hinreißen lassen würden.
Sie verpflichteten für uns eine Hauslehrerin. Christel Gomoll, so hieß sie, kam aus der 28 Kilometer entfernten Kreisstadt Stolp. Für uns alle, auch für meinen Vater Kurt-Xaver-Martin Steifensand, war sie nur „die Christel“.
Oft waren wir in dem Zimmerchen in der Mansarde, unserem „Klassenzimmer“. Einbauschränke füllten die Schräge des Dachgeschosses. Die Holztüren waren mit der gleichen Tapete bezogen wie die Wände. Wenn man zur Tür hereinkam, stand rechts an der Schmalseite ein Waschtisch. Eine mit Tapete bezogene Kiste, von einem Stoffvorhang abgeschlossen, füllte die schräge Längsseite. Links von der Tür bullerte im Winter ein Kachelofen, dessen Ofenrohr mit Silberbronze angestrichen war.
Daneben verbreitete eine überdimensionales Plüschsofa mit Bettkasten und hoher Rückenlehne, die in eine feine ziselierte Holzumrahmung mündete, die Gemütlichkeit eines Wohnschlafzimmers. Hier konnten Christels Gäste nächtigen. Ganz deutlich in Erinnerung ist mir auch noch ein reich mit Intarsien versehener nussbaumfurnierter Tisch . Er stand recht fest auf einem üppigen gedrechselten Mittelfuß, der in drei geschwungenen Beine auslief. (Christel hatte noch ihre eigenes Stübchen, glich oben an der Treppe.)
Aus dem kleinen viereckigen Fenster hatte man einen Überblick über einen winzigen Innenhof, der noch zum Park gehörte. Man sah die Holzstöße, die Aschenkuhle, den Hühnerhof. Dahinter die Dorfschimiede mit vielen ausrangierten Landwirtschaftsgeräten drumherum. Diese waren durch neue Maschinen ersetzt worden. Der Blick nach rechts schweifte über ein langes Gebäude, worin Hühnerstall, Kohlenschuppen und die landwirtschaftlichen Maschinen-Remise untergebracht waren.
Aus dem Dach des Kohlenschuppens ragte ein Taubenschlag heraus. An den beiden Fluglöchern herrschte reger Flugverkehr. Das Gurren der Tauben hörten wir bis in das Haus hinein.
Unsere Hauslehrerin Cristel Gomoll haben wir, besonders ich F.-Martin Steifensand sehr verehrt, obwohl wir als Kinder nicht immer einsehen konnten, warum wir uns mit Lernen abmühen sollen. Spielen war doch viel schöner und kurzweiliger.
19.02.2022 – 3. Kapitel – DIE STORY – F.-Martin Steifensand – Ein deutsches Schicksal: Vertreibung und Flucht aus dem Pommernland – Der dornenreiche Weg vom Flüchtlingskind zum Unternehmer.
Über 40 Jahre sind in das Land gegangen. Viatrow – das ist doch eigentlich nur noch Erinnerung. Weit, weit zurück liegen jene Eindrücke, die sich aber tief in das Gedächtnis eingegraben haben. Dabei standen mir nur genau elf Jahre zur Verfügung. Erlebnisse zu registrieren. Einige davon, in den ersten Kinderjahren, waren noch ohne das Bewusstsein für prägende Erinnerungen.
Und dennoch: Wenn ich die Augen schließe, dann entsteht heute noch ganz scharf und konturenreich vor mir das Bild unserer Heimat, ihrer Häuser, ihrer Landschaft und vor allem ihrer Menschen. Mitten in den gepflegten Parkanlagen erheben sich die Herrenhäuser, die sich in den Teichen spiegeln und auf deren weiße Wände die dicken alten Linden und knorrigen Eichen im Sonnenschein Schattenrisse zeichnen.
Rotbuchen, Holunderbüsche und Hecken bilden verträumte, lauschige Winkel; Rosen- und Tulpenbeete säumen, blühende je nach Jahreszeit, die Wege zu den Parks. Wie das in Pommern damals so selbstverständlich war, blühte im Sommer ein großes Rondell vor jedem Herrenhaus.
Direkt vom Park aus durch den Haupteingang, den man über ein paar Stufen erreichte. Man gelangte sofort in einen großen Raum, mit Stühlen, den wir „die Halle“ nannten.
Dieser riesige Raum bildete den Mitteltrakt, der das ganze Haus querte. Auf der gegenüberliegenden Seite erreichte man die Glasveranda, einen Vorbau, durch den man über eine von dicken Mauern gesäumte Treppe das Haus wieder verlassen konnte.
Wenn die dicke Buschhecke vor dem Haus nicht einen großen Teil der Sicht versperrt hätte, dann wäre von hier aus ein Rundblick auf den Hof mit all seinen Speichern, Scheunen, Wagenremisen, Gutsstallungen und Leuteställen sowie auf den Dorfteich möglich gewesen.
An der nördlichen Schmalseite des Herrenhauses führte ein Eingang direkt in die untere Etage. In diesem Souterrain befanden sich die Haushaltsräume sowie die Zimmer der Bediensteten. Von Mariechen, der Mamsell, von Zimmermädchen Irmchen und Gärtner und Chauffeur war, wird später noch eine Rede sein. Auch von der Hühner-Berta, die allgemein Hauna Bart gerufen wurde.
Von diesem Eingang, den auch wir Kinder benutzten, erstreckte sich unser Spielbereich. Ein weißer Zaun, dessen Latten und Querstreben von Steinpfeilen getragen wurde, begrenzte den Außenhof mit den Holzstaken, den Hühnerställen, der Aschenkuhle usw. Dort angelehnt an den Zaun hatte man kleine Karnickelställe gebaut, in denen die Häschen unserer Schwestern heranwuchsen. Oftmals lagen wir auf dem Dach dieser Ställe und aalten uns in der Sonne.
Das ganze Jahr über begleitete und das werden und vergehen eines gewaltigen Baumes, einer wundschönen gewachsenen Kastanie. Wie ein Wunder erschien es uns, wenn nach einem frostigen Winter, der an manchen Tagen dicken Raureif an die Äste gezaubert hatte, im Frühling zuerst die klebrige Knospen hervorlugten, die wir so gerne berührten. Kurzdarauf hatte der Baum dann seine zartrosa Blütenkerzen aufgesteckt.
Es Es wurde schon Herbst, wenn der Wind die Früchte vom Baum schüttelte, die beim Aufprall auf den Boden auseinander platzten und die Kastanien über den Hof hüpften ließen. Wir haben sie meist alle liebevoll aufgesammelt, diese sauberen, glatten Kugeln, die leider schon nach wenigen Tagen zum schrumpfen begannen, dabei ihre schöne Form und Farbe einbüßend.
Für uns Kinder hatte man in einem der starken Äste eine Schaukel angebracht, auf der wir uns hoch und immer höher zu schwingen trauten. Den mächtigen Baum zu erklettern, war gar nicht so einfach. Er war viel zu dick, und im unterem Bereich des Stammes gab es keine Äste, an denen man sich hätte hochangeln können. Wir beiden kleinen Jungs staunten da über unsere viel größeren Schwestern die geradezu artistische Begabung an den Tag legten, um in die Krone des Baumes zu gelangen.
Im Garten von Viatrow 1936. Von links F.-Martin Steifensand, Hati Steifensand, Laurette Steifensand, Dietel Steifensand, York Steifensand. Das Wollknäuel auf dem Schoß der Mädchen ist Mohrchen.
Die Schwestern, Laurette Steifensand, Dietel Steifensand und Hati Steifensand krabbelten auf einen Steinpfeiler des Zaunes, schwangen sich in waghalsigen Sprung mit hoch erhobenen Armen zum nächst erreichbaren Ast, und mit einem geradezu bewundernswerten Schwungaufzug erklommen sie das untere Astwerk.
Von da aus war es für sie dann keine Anstrengung mehr, bis in den obersten Wipfel zu steigen. Voller Neid schauten wir zu ihnen hinauf. Erste Jahre später bekamen auch wir Jungs den Bogen raus, und von da an hatte die gutmütige Kastanie keine Ruhe mehr von uns und den Dorfkindern, die zum Spielen zu uns kamen. Wenn wir nicht gerade Lust zum Klettern hatten, bauten wir auf einem großen Sandhaufen mächtige Ritterburgen, oder Rutschbahnen, auf denen wir Kugeln durch die Serpentinen rollen ließen.
Von diesem Spielhaus aus führte ein Grabenweg zum Eiskeller. Hier hatte man im Winter Eis von den Teichen eigeschaufelt, das man im Sommer zum Kühlen der Speisen und Getränke in den Eisschrank brauchte. Dieser Keller war mit einem dicken Vorhängeschloss für uns Kinder gesichert. Doch immer wieder war es erregend, wenn wir im Sommer beim Eis holen ein Blick in diesen Eispalast werfen konnten. Doch die Tür wurde immer nur für wenige Sekunden geöffnet.
Ein Stück weiter, dem Graben entlang, hatte ich eine Höhle gebaut. Hier haben wir mit den Dorfkindern oftmals Versteck gespielt. Wir ahnten damals nicht, dass dieser Unterschlupf in der letzten Phase des Krieges unserer Schwester Dietel Steifensand, die als einzige noch in Viatrow geblieben war, ein sicheres Versteck bieten würde. Wenn die Russen in der Nacht durch die Gegend zogen, um nach Frauen und Mädchen für ihre Vergewaltigungstouren zu suchen, fand Dietel Steifensand dort Sicherheit.
Wir Steifensand`s, waren gewiss keine Kinder von Traurigkeit. Im Gegenteil. Zu gegebener Zeit wurde entsprechend dem Anlass auch froh gefeiert. Als unsere Schwestern noch alle zu Hause waren, erlebten wir auf der Seite der großen Veranda, zwischen dem Haus und einer großen Tanne, alljährlich ein „Schützenfest“.
Für Organisation und Durchführung zeichneten unsere Schwestern Verantwortung. Sie sorgten für den Aufbau der Buden und deren Ausstattung mit Spielgeräten und Verkaufstischen. Das Schützenfest wurde zu einem sehr lebendigen Fest der Spiele, woran wir Kinder aus unserem Freundeskreis teilnahmen.
Noch gut in Erinnerung sind mir jene „Attraktionen“, die wir damals als solche ansahen: Sackhüpfen, Eierlaufen, Würfeln, usw. Auch Kunststücke auf dem Fahrrad fanden viel Beifall. Absoluter Höhepunkt war das Reiten auf unserem Pony. Natürlich musste jeder, der dieses Vergnügen in Anspruch nehmen wollte, einen Obolus entrichten. Allerdings nicht in klingenden Münzen, sondern in Form von Rosenblättern, die wir als Währung eingeführt hatten.
Dieses Zahlungsmittel wurde auch angenommen für die Fruchtsäfte und die Brause, die wir in riesigen Mengen – Kinder haben immer Durst – durch unsere Kinderkehlen rinnen ließen. Wenn ich an diese Feste zurückdenke, höre ich noch in Gedanken das Kläffen unseres Jagdhundes, der aus einem Zwinger zuschaute und gerne vom Streuselkuchen und den Würstchen naschte, die wir ihm über den Zaun warfen.
Wiatrowo liegt in Hinterpommern, etwa neun Kilometer nördlich von Damnica (Hebrondamnitz) am linken Ufer der Lupow (polnisch: Łupawa). Bis zur südwestlich liegenden Kreisstadt Słupsk (Stolp) sind es 26 Kilometer. Über eine Stichstraße ist das Dorf mit der von Będziechowo (Bandsechow) nach Damno (Dammen) und Potęgowo (Pottangow) führende Nebenstraße verbunden. Die nächste Bahnstation ist Damnica an der Bahnstrecke von Stargard in Pommern nach Danzig.
Namensformen sind: Vatrow (1274), Vetrowe (1283), Viattro (1426), Viatrow (bis 1937), Steinfurt (1938–45) und ab 1945 Wiatrowo. Die deutsche Bezeichnung Viatrow kommt nur hier vor, der polnische Name Wiatrowo erscheint noch einmal in der Woiwodschaft Großpolen.